Schachenhaus

Das Königshaus auf dem Schachen wurde im Jahre 1877 von König Ludwig II. als Jagdschloss errichtet. Ungewöhnlich ist vor allem der türkische Saal im ersten Stock. (Autor: Heinrich Bauregger)
8 km
1465 m
4.00 h
1 Von Garmisch-Partenkirchen durch die Partnachklamm Vom Olympischen Skistadion folgt man eine knappe halbe Stunde lang zunächst dem asphaltierten, aber gesperrten Fahrsträßchen nahezu eben zum Eingang der Partnachklamm (diese Strecke kann auch mit Pferdedroschken zurückgelegt werden). Nach Entrichtung einer kleinen Gebühr durchschreitet man durch Tunnels und auf einem mit Geländern gesicherten Weg die gewaltig tosende und beeindruckende Klamm (Regenjacke ist angeraten!). Nach 20 Minuten werden wir wieder ins grelle Licht entlassen. Wir wandern weiter auf breitem Wanderweg die Partnach entlang, leicht ansteigend höher (von links mündet bald der steile Weg vom Berggasthaus Eckbauer ein) bis zum Steg über den Ferchenbach. Hier gibt es zahlreiche Wegweiser. Bei der Ferchenbachbrücke zweigt gleich links von der Forststraße der markierte Steig (Mark.-Nr. 842) ab. Er führt steil hinauf durch Wald zur verfallenen Kälberhütte (1234 m), dann eben über Waldboden, ein paar Mal eine Forststraße querend, auf rauem Steig weiter bergan, dann links steil hinauf zum Keilschrofen und links weiter zum Schachenweg. Auf dem breiten Weg wandern wir rechts hinauf zum Schachenschloss. 2 Durch das Reintal Anstieg von Garmisch wie Hüttenweg 1. Beim Verzweigungspunkt Ferchenbach wandern wir rechts auf der breiten Forststraße weiter, über die Partnach und auf überwiegend schattigem Weg – immer der Partnach entlang – ins Reintal. Der Weg steigt ständig leicht an und ist gut ausgeschildert. Man passiert eine Wegabzweigung und entfernt sich allmählich von der Partnach (nächste Abzweigung nach links ignorieren). Der breite Forstweg steigt etwas steiler an und erreicht dann (nach zwei Verzweigungen; hier immer links halten) das Ende der Fahrstraße beim Materiallager für die Reintalangerhütte. Nun geht es auf schmalerem Weg weiter, hoch über der Hinterklamm, bald fallend hinab zur Partnach, bald über diese hinweg auf die andere Seite und leicht ansteigend durch schönen Hochwald bergan. Man überquert den Reintalbach und kurz darauf auch wieder die Partnach und steht unmittelbar nach der Brücke vor der Bockhütte (1052 m; 3 Std.), die gerade zur rechten Zeit zur Einkehr lädt. Von dort aus geht es danach zurück zur Brücke und kurz dahinter auf markiertem Steig (Mark.-Nr. 801/E4a) durch Wald steil hinauf ins Oberreintal. Dort wandern wir aber nicht weiter zur Oberreintalhütte, sondern auf dem links abzweigenden Steig über das Bachbett, dann in zahlreichen Serpentinen steil hinauf zum Schachen. Dort gehen wir wenige Meter links hinab zum Schloss und zu den Unterkunftshäusern unterhalb. 3 Von Elmau Vom Schloss Elmau, malerisch eingebettet zwischen Weideböden und Wettersteinwänden, führt ein breiter, bequem zu gehender, gut ausgeschilderter Weg südwestwärts empor Richtung Schachen. Man ist zuerst unterwegs auf dem Königsweg, gewinnt dann allmählich an Höhe, steigt anschließend steil zum Steilenberg hinauf und erreicht schließlich das Schachenhaus. Mit zahlreichen Mountainbikern muss hier jedoch gerechnet werden. 4 Von Mittenwald Von der Talstation des Kranzberglifts geht es zunächst hinauf zur Bergstation beim Gasthaus St. Anton und zu Fuß weiter auf Bergwanderweg zum Kranzberghaus oder von der Talstation auf ausgeschildertem Wanderweg hinauf zum Lautersee. Bei der Badeanstalt biegen wir rechts ab und steigen durch Wald hinauf zum Kranzberghaus. Von dort geht es seitlich am Gipfel des Kranzbergs vorbei und über den Kleinen Kranzberg hinab nach Elmau. Weiter wie Hüttenweg 3.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied1465 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDas Königshaus auf dem Schachen wurde im Jahre 1877 von König Ludwig II. als Jagdschloss errichtet. Ungewöhnlich ist vor allem der türkische Saal im ersten Stock. Das Schachenschloss ist gegen Gebühr zu besichtigen. Unterkunftsmöglichkeit besteht in den Touristenhäusern knapp unterhalb. Diese ehemaligen Wirtschaftsgebäude für das königliche Personal weisen gemütliche Gasträume auf. Eine Wanderung auf den Schachen bietet unvergessliche Eindrücke.
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von Garmisch über den Kälbersteig: 4 Std.; von Garmisch durch das Reintal: 5 Std.; von Elmau: 3 1/2 Std.; von Mittenwald: 5 1/2 Std. Schwierigkeit Der leichteste Zustieg erfolgt von Elmau auf breitem Wirtschaftsweg (der Anstieg von Mittenwald ist nur eine Verlängerung). Die Anstiege über den Kälbersteig und durch das Oberreintal erfordern jedoch Trittsicherheit.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Werdenfelser Land (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Gasthaus St. Anton, 1223 m (privat, ganzjährig bewirtschaftet). Kranzberghaus, 1350 m (privat, nahezu ganzjährig bewirtschaftet, vorwiegend jedoch an den Wochenenden). Wettersteinalm, 1464 m (privat, im Sommer bewirtschaftet). Abstecher vom Königsweg. Oberreintalhütte, 1525 m (AV-Hütte, Kat. I, Selbstversorgerhütte für Kletterer, von Pfingsten bis Anfang Oktober bewartet, Getränke, 40 Lager). 20 Min. oberhalb Hüttenweg 3. Gasthaus Elmau, 1012 m (privat, ganzj. bewirtschaftet).
Tipps
Im alpinbotanischen Garten findet man neben gängigen Alpenblumen wie Alpenkratzdistel und Enzian auch seltene Pflanzen aus den Gebirgen der Welt wie die Kesselringslilie aus dem Transkaukasus oder den Kaschmir-Lerchensporn. Da sich viele Gebirgspflanzen nur unter großem Aufwand in tiefen Lagen kultivieren lassen, legte man 1900 auf Veranlassung des Münchner Botanikprofessors von Göbel am Schachen einen Alpengarten an. Der Schachengarten ist von Anfang Juli bis Mitte September täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet.
Informationen
Der Hüttengipfel Statt eines Hüttengipfels wird hier der Gang zum Aussichtspunkt neben dem Alpengarten empfohlen. Hier gibt es den zu Recht gerühmten Tiefblick ins Reintal hinab mit den Blauen Gumpen und auf die sich darüber erhebenden beeindruckenden Wettersteingipfel wie den Hochblassen, den Schneefernerkopf mit der Zugspitze darunter sowie die Partenkirchener Dreitorspitzen.
Höchster Punkt
Schachenhaus, 1866 m.
Unterkunft
Schachenhaus, 1866 m (privat, 18 Betten, 70 Lager, von Anfang Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet; Tel. 08821/2996).

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