Säulinghaus

Guter Fernblick unter der schroffen Felswand (Autor: Wolfgang Taschner, Michael Reimer)
10 km
850 m
3.00 h
Durch Bergwald in die Höh.
Beim Wanderparkplatz führt die schmale Asphaltstraße, auf der man hierher gekommen ist, hinter der Schranke weiter bergan. Schon nach wenigen Gehminuten zweigt rechts ein schmaler Wanderweg ab. Er trägt eine rote Farbmarkierung und ist mit »Säuling« beschriftet. Er verläuft meist steil und in engen Serpentinen bergauf durch den Wald.
Nach einiger Zeit wird ein Fahrweg erreicht, dem man rechts etwa 100 Meter folgt. Dann beginnt linker Hand ein Steig schräg über den Berghang hinauf. Kurz darauf wird der Fahrweg erneut gequert. In dieser Höhe hat man bereits einen schönen Blick ins Tal sowie auf die gegenüberliegenden Tannheimer Berge.
Wenn man ihn zum dritten Mal erreicht, bleibt man auf dem Weg, der nun immer steiler ansteigt und dann abrupt unterhalb einer Felswand endet. Ab hier folgt man einem schmalen Steig durch dichten Bergwald, der zunächst steil, dann aber immer flacher werdend direkt am Säulinghaus endet.
Die Sonnenterrasse genießen.
Der erste Platz, den fast alle Neuankömmlinge auf der Hütte anvisieren, ist die große Sonnenterrasse. Von hier hat man den schönsten Blick hinunter in das Lechtal. Dahinter sind die Gipfel der Tannheimer Gruppe aufgereiht, von links angefangen mit der Gaichtspitze (1986 m), gefolgt von Hahnenkamm (1938 m) und Schneidspitze (2009 m) bis hin zu Blachenspitze (1965 m) und Gehrenspitze (2163 m). Besonders an Herbsttagen, wenn riesige Nebelschwaden den Talkessel bedecken, wirkt die Bergkulisse weiter oben einmalig schön. Blickt man in die entgegengesetzte Richtung, sieht man die steil aufragenden Felswände von Zunderkopf (1721 m), Säuling (2047 m) und Pilgerschrofen (1759 m). Der Weg dorthin führt zunächst über ein Geröllfeld, anschließend müssen immer wieder kleine Felsen überwunden werden. Der Steig ist zwar gesichert, dennoch sind Trittsicherheit und Schwindelfreiheit absolut notwendig.
Selbst ohne Fernglas kann man unterwegs meist einige Gämsen zwischen dem Gestein herumklettern sehen. Sobald der Sattel zwischen Säuling und Pilgerschrofen erreicht ist, wird man durch einen herrlichen Blick auf das Schloss Neuschwanstein sowie den Forggensee und Bannwaldsee belohnt.
Eingespieltes Team.
Wieder zurück im Säulinghaus läuft der Hüttenwirt zur Hochform auf. Er bewirtschaftet bereits seit 26 Jahren das Säulinghaus und weiß, was seine Besucher wünschen. Auf Vorbestellung bereitet er leckere Wildgerichte zu, am Samstag sorgt Luigi auf der Gitarre für die anschließende musikalische Untermalung. So kommt es, dass sich mancher Wanderer so wohl fühlt, dass er gleich auf der Hütte übernachtet und erst am nächsten Tag wieder ins Tal absteigt.

Länge.
Vom Wanderparkplatz Pflach (2 Std.); von Reutte über Dürrenbergalpe (3 Std.); von Schloss Neuschwanstein über Wildsulzhütte und westlich um den Pilgerschrofen herum (3 Std.) oder unterhalb des Säuling vorbei (3 Std., Trittsicherheit erforderlich)

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied850 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPflach
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterUm die steilen Felsen des Säulings bezwingen zu können, ist schon etwas alpine Erfahrung erforderlich. Doch selbst wer nicht auf den Gipfel steigt, kann von der Sonnenterrasse des Säulinghauses einen fantastischen Fernblick genießen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 4, Füssen – Außerfern, 1:50.000
VerkehrsanbindungRegelmäßige Bahnverbindung von München entweder über Garmisch-Partenkirchen oder über Kempten. Mit dem Auto von Füssen in Richtung Reutte/Tirol bis nach Pflach. Am südlichen Ortsende geht es links (Wegweiser Säulinghaus) auf einer schmalen Asphaltstraße zunächst über die Bahngleise und anschließend über die Schnellstraße. Gleich dahinter liegt ein großer Wanderparkplatz.
Informationen
Hüttenporträt. Höhe: 1693 m. Erbaut: 1927, renoviert 1998 (Naturfreunde, Ortsgruppe Augsburg). Bewirtschaftet: Zwischen Ostern und Mitte Mai nur am Wochenende, danach täglich bis Ende Oktober. Kulinarischer Tipp: Heimisches Wild (auf Bestellung). Hüttenwirt: Sepp Rieger. Telefon: 0043/664/252 44 15. Betten: 30. Lager: 40. Materialbeschaffung: Mit der Materialseilbahn oberhalb von Pflach.
Tourismusbüro
Gemeinde Pflach, Kohlplatz 7, A-6600 Pflach, Tel.: 0043/5672 / 6 20 22, Fax: 0043/5672 / 6 20 22 14, E-Mail: gemeinde@pflach.tirol.gv.at, Internet: www.pflach.at

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Wolfgang Taschner, Michael Reimer

Hüttenwandern in den Bayerischen Hausbergen

Die schönsten Hüttenwanderungen in den Bayerischen und angrenzenden Tiroler Bergen mit allen wichtigen Informationen und Karten für die Tour.

Jetzt bestellen