Rundtour an der Hochplatte

Wanderwege und Bergsteige. (Autor: Heinrich Bauregger)
12 km
1157 m
3.00 h
Hoch über dem Chiemsee erhebt sich eine gleichförmige Pyramide, ein sanfter Berg mit Wald und Wiesen, die Chiemgauer Hochplatte. Ein idealer Wanderberg mit Einkehrmöglichkeit und großartig vielfältiger Aussicht - Im Süden Wilder Kaiser, Hohe Tauern, Watzmannstock, im Norden der Chiemsee mit seinen Inseln, dazu das vorgebirgige Land, wo Zwiebeltürme sich gen Himmel recken, wo die Bauern der Landschaft Gestalt geben, wo es so bayerisch anmutet, wie nirgendwo sonst.
Warum nicht mal bequem sein und sich vom Sessellift hinaufbringen lassen auf knapp 1200 Meter Höhe. Wo doch der Fußweg bis dorthin so spannend nicht wäre: eine Forststraße, breit und ein wenig monoton. Ist man aber erst einmal oben an der Bergstation des Sessellifts, dann ist das Wandern der wahre Genuss. Etwa hundert Höhenmeter oberhalb der Forststraße zieht ein Wanderweg in südwestlicher Richtung. So bummelt man gemächlich ansteigend unter dem 1432 Meter hohen Friedenrath vorbei, weiter zum Haberspitz, zur Piesenhauser Hochalm und zum Grassauer Haus. Hier, gut 200 Meter unterm Gipfel der Hochplatte, wird während der Wandersaison einfache Bewirtschaftung geboten, was heißen soll, dass sich der Durst hier löschen läßt und eine Brotzeit mit Bergkäs oder Speck zur Stärkung gereicht wird, selbst dann, wenn man sie bei diesem Alpenspaziergang gar nicht nötig hätte.
Auch der Gipfelanstieg vollzieht sich auf breitem, gutem Weg. Nach etwa 1.30 Stunden seit dem Aussteigen aus dem Sessellift erreicht man den 1587 Meter hohen Gipfel der Hochplatte und gibt sich ganz dem Schaugenuss hin. Für den Abstieg empfiehlt sich der Anstiegsweg. Wer aber auf den Sessellift verzichten möchte, kann gleich bei der Staffn-Alm den Forstweg einschlagen, der in weiten Kehren hinunterführt nach Niedernfels-Marquartstein. Hier lässt man den Tag am besten mit einer kleinen kulturellen Sightseeing-Tour ausklingen. Denn der Chiemgau ist altbairisches Kulturland, und wenn man schon einmal da ist, sollte man möglichst intensive Eindrücke von dieser Region mitnehmen können.
Zum Abschluss also ein Besuch der Schlosskapelle von Marquartstein, ein Quentchen Andacht und danach in einem Biergarten eine wohlverdiente Maß.

Dauer - Von der Bergstation des Sessellifts bis zum Gipfel der Hochplatte etwa 1.30 Std. (bei Verzicht auf den Sessellift muss man 3 Std. für den Aufstieg einplanen). Der Abstieg von der Hochplatte nach Marquartstein erfordert 1.30 bis 2 Std; insg.: etwa 3 bis 3.30 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1157 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortMarquartstein
AusgangspunktNiedernfels, Sessellift, Talstation
EndpunktNiedernfels, Sessellift, Talstation
TourencharakterWanderwege und Bergsteige.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000 Chiemsee – Chiemgauer Alpen (BLVA).
VerkehrsanbindungAuf der Autobahn - München - Salzburg bis Ausfahrt Bernau. In südöstlicher Richtung nach Marquartstein und dort zum Ortsteil Piesenhausen-Niedernfels. Parkplatz bei der Talstation des Sessellifts (Mittagspause!).
GastronomiePiesenhauser Hochalm, 1335 m (einfach bewirtschaftet) und Plattenalm Berggasthof Staffn-Alm bei der Bergstation, mit Terrasse (nahezu ganzjährig geöffnet). Maderalm (etwas abseits der Route gelegen, im Sommer einfach bewirtschaftet).
Tipps
Und nach der Tour - Was böte sich besser an als ein Bad im oder eine Kahnpartie auf dem nahen Chiemsee. Insbesondere für Kinder interessant - der Märchen- und Erlebnispark (mit Sommer-Rodelbahn) in Niedernfels bei Marquartstein. Von ca. Ostern bis Anfang November täglich von 9 – 18 Uhr geöffnet.
Höchster Punkt
Hochplatte, 1587 m

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