Runde über dem Spitzingsee

Die Berge über dem Tegernsee und rund um den Spitzingsee sind seit Generationen beliebte Ziele für Tagesausflügler. (Autor: Heinrich Bauregger)
49 km
0.00 h

Der Routenverlauf der Rundwanderung am Spitzingsee

 

1. Etappe: Tegernsee – Berggasthaus Riederstein

Vom Bahnhof folgen wir kurz der Bahnhofstraße und biegen bei der zweiten Abzweigung nach links in die Max-Josef-Straße ein. Dieser folgen wir bis zum Prinzenweg, queren diesen bei der Schneekapelle und folgen einem Wanderweg, der uns über die Schützenstraße hinweg zum Angerbauer führt. Dort gehen wir links den Wirtschaftsweg entlang durch Wiesen und Wald (bei den Abzweigungen immer rechts halten) durch den Osthang des Leebergs hinauf zum Berggasthaus Riederstein.

2. Etappe: Berggasthaus Riederstein – Baumgartenschneid – Bodenschneidhaus

Vom Berggasthaus folgen wir zunächst dem ausgeschilderten und mit Kreuzwegmartel gesäumten Weg bergwärts in Richtung Riederstein. Rechts an dem felsigen Gipfel mit seiner Kapelle vorbei in den Sattel zwischen Riederstein und Baumgartenschneid. Dann rechts durch Wald weiter und zuletzt über den freien Hang rechts steil hinauf zum Gipfelkreuz. Von der Bodenschneid links haltend über die freien Hänge hinab zur Baumgarten-alm und weiter auf steilem Pfad durch Wald hinab zum so genannten Sagfleckl (Wegweiser). Rechts durch Wald hinab und zum Prinzenweg. Wir treffen auf einen Forstweg, dem wir kurz folgen, bald biegen wir aber rechts auf einen weiteren Forstweg ein. Dieser führt uns ohne große Höhenunterschiede durch das Waldgebiet des Lahnenkopfs, wobei wir uns bei den folgenden Wegverzwei-gungen immer rechts halten. Lediglich bei der Abzweigung zur Kühzaglalm halten wir uns links. Über die Raineralm erreichen wir das Bodenschneidhaus, das in einem weiten Weidegelände liegt.

3. Etappe: Bodenschneidhaus – Blecksteinhaus

Vom Bodenschneidhaus folgen wir dem Wirtschaftsweg in der gleichen Richtung weiter bis zu dessen Ende. Anschließend leitet uns ein wurzeliger Steig durch die Nordostflanke der Bodenschneid und der bewaldeten Krettenburg hinüber zum Freudenreichsattel. Von dort sind es nur wenige Meter hinab zur Oberen Firstalm. Auf gestuftem Weg wandern wir runter zur Unteren Firstalm, queren das Weidegelände und gelangen so zum Stümpflingsattel. Dort halten wir uns links und wandern immer auf der Kammhöhe über den Stümpfling und die Jagahütt’n zur Stümpflingalm. Wir überschreiten den Rosskopf und halten auf den Stolzenberg zu. Bald zweigt links der Weg hinab zu den Unteren Haushammer Almen ab, dem wir folgen. Von dort führt geradewegs ein Almweg hinab zur Albert-Link-Hütte. Wollen wir direkt zum Bleckstein, zweigen wir kurz vorher nach rechts ab.

4. Etappe: Blecksteinhaus – Wallberghaus

Vom AV-Haus nehmen wir den Wirtschaftsweg hinab zur Waitzinger Winterstube und folgen dem Wanderweg, der parallel zur alten Fahrstraße an der Roten Valepp entlang nach Valepp führt. Bei der Straßenverzweigung kurz vor dem bekannten Forsthaus biegen wir rechts ab und folgen dem Mautsträßchen entlang der Weißen Valepp. Nach einer guten Stunde zweigt links der Zufahrtsweg zur Weißen Valeppalm ab, den wir nun bis zur Einmündung des Bernauer Baches entlangwandern (halbe Stunde). Wir folgen rechts dem Bachlauf, zuerst nur leicht ansteigend, dann immer steiler werdend, bis wir die beiden Hütten der Bernauer Alm erreichen. Die ältere von beiden datiert auf das Jahr 1809. Unser Wanderweg quert nun rechts haltend die Ostseite des Risserkogels und stößt bei der Riedereckalm (1470 m) auf einen bergwärts führenden Steig. Diesem folgen wir links hinauf zum Plankensteinsattel (kleine Unterstandshütte) zwischen Plankenstein und Risserkogel. Hier links auf die Nordflanke zu und durch Latschen und steile Felsen (drahtseilgesichert) hinauf zum Grat, der den Risserkogel und das Grubereck verbindet. Auf dem Grat rechts (Alpenlehrpfad) – etwas ausgesetzt – hinüber zum Grubereck (1664 m), wo unser Weg nach Norden biegt. Auf dem nun leicht begehbaren Kamm (links Wald) geht es über die Kammhöhe »Auf der Wurz« direkt auf den Setzberg zu. Rechts um diesen herum und weiter zum Wallberghaus.

5. Etappe: Wallberghaus – Rottach-Egern

Vom Wallberghaus folgen wir kurz dem breiten Weg Richting Wallberg-Gipfel, bis links der breite Sommerweg (ausgeschildert) abzweigt. Ihm folgen wir leicht fallend durch Bergwiesen, dann weiter durch Wald. Kurz vor der Abzweigung nach links zum Scharlinger Moos wird der Weg steiler; anschließend führt er uns rechts haltend in steilen Serpentinen durch Wald weiter hinab. In einem Bachgraben verzweigt sich der Weg, dem wir nun rechts bis zur Talstation der Wallbergbahn folgen. Vom Bodenschneidhaus folgen wir dem Wirtschaftsweg in südliche Richtung bis zu dessen Ende. Dort führt rechts ein Bergpfad in Kehren hinauf zum Gipfel. Jenseits geht es dann über freies Gelände hinab zu einer bewaldeten Einsenkung, dem Stümpflingsattel; links hinab zur Unteren Firstalm und auf Treppenweg hoch zur Oberen Firstalm.  

Von der »Hüttenroute« zweigt Gipfelweg am Freudenreichsattel (1377 m) ab. Von dort führt ein Bergpfad über die freien Hänge zum Gipfelgrat. Dort rechts auf der Gratschneide über Schrofen und Felsen (einige Seilsicherungen) zum Gipfel. Von seinen Vorbergen etwas verdeckter, stattlicher Gipfel – der höchste der Wallberggruppe. Direkt gegenüber steht der Plankenstein, einer der beliebtesten Kletterberge in den Voralpen. Vom »Hüttenweg« in wenigen Minuten erreichbar.

Setzberg, 1706 m - Reizvoller kleiner Wiesengipfel beim Wallberghaus. Dort, wo wir den Setzberg auf unserer »normalen« Route rechts umgehen würden, zweigt links ein Pfad ab, der uns über die freien Hänge der südlichen Gratschneide hinauf zum Gipfelkreuz führt. Jenseits dann in Serpentinen über freies Gelände hinab zum Bergfuß.

Wallberg, 1722 m - Vom Tegernsee aus gesehen ein markanter Berg, der neben den Wanderern auch die Gleitschirmflieger anlockt. Bergbahn etwas unterhalb des Gipfels. Vom Wallberghaus wandern wir auf dem breiten Weg vorbei am Wallbergkircherl bequem hinauf zur Bergstation der Seilbahn. Anschließend wird es etwas steiler. Vom Fuß des Gipfelaufbaus führt uns ein Steig über Schrofengelände auf das Gipfelplateau. Dort links um den obersten Felsaufbau herum zum großen Metallkreuz.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour49 km
Dauer0.00 h
AusgangspunktTegernsee (747 m)
EndpunktRottach-Egern (734 m)
TourencharakterSieben Hütten und Berggasthäuser liegen an unserem Weg, sodass eine gewisse Auswahl getroffen werden kann. Ein weiterer Vorteil dieser Wanderung »Von Hütte zu Hütte« liegt darin, dass wir die Tour an zwei Stellen abbrechen können: am Spitzingsee und in der Valepp. Von dort gibt es RVO-Busse zurück zum Ausgangspunkt. Auf unserer Strecke genießen wir herrliche Panoramablicke, statten einer alten Wallfahrtskapelle einen Besuch ab, streifen durch das ehemalige Jagdrevier von Ludwig Thoma, der sich auf der Tuften ein Haus baute und dort seine letzten Lebensjahre verbrachte, sowie des Wildschützen Jennerwein, und genießen dabei kurzweilige, aussichtsreiche Gipfelabstecher. Belebte Wegpassagen wechseln ab mit einsamen Bergpfaden. Hier können wir die Bayerischen Hausberge in all ihrer Vielfalt erleben.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1:50000 »Mangfallgebirge« (LVG)
VerkehrsanbindungAuto: Auf der A 8 München – Salzburg bis Ausfahrt Holzkirchen, dann über Gmund nach Tegernsee; im Ort bzw. am Bahnhof parken. Ideal wäre hier die Anreise mit der Bahn, da wir direkt vom Bahnhof loswandern können.
Bahn/Bus: Mit der BOB bis zum Endbahnhof Tegernsee; von dort weiter zu Fuß.
Rückkehr zum Ausgangspunkt: Von der Talstation der Wallbergbahn gibt es eine Busverbindung ins Ortszentrum von Tegernsee bzw. zum Bahnhof.
GastronomieUntere Firstalm (1317 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, Freitag Ruhetag
Berggasthaus Jagahütt’n (1480 m), privat, bewirtschaftet während des Betriebs der Stümpfling- und der Suttenbahn
Panoramarestaurant Wallberg (1604 m), ganzjährig bewirtschaftet bzw. während des Betriebs der Wallbergbahn
Wallberghaus, 1500 m (ganzjährig bewirtschaftet, jedoch von Mitte November bis Anfang Dezember geschlossen, Montag Ruhetag,11:00 - 16:30 Uhr warme Küche)
Unterkunft
Berggasthaus Riederstein (1070 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, Mittwoch Ruhetag, 32 Betten, Tel. 08022/273022
Bodenschneidhaus (1356 m), AV-Haus, Kat. II, 17 Betten, 31 Lager; Tel. 08026/4692, Gastronomie: Montag Ruhetag, außer an Feiertagen, aktuelle Öffnungszeiten und Betriebsferien siehe Hüttenhomepage: www.bodenschneidhaus-schliersee.de
Obere Firstalm (1375 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, 30 Betten, 30 Lager; Tel. 08026/7302
Albert-Link-Haus (1000 m), AV-Haus, Kat. II, ganzjährig bewirtschaftet, Montag Ruhetag, 36 Betten, 27 Lager; Tel. 08026/71264
Blecksteinhaus (1060 m), AV-Hütte, Kat. II, ganzjährig bewirtschaftet, Dienstag Ruhetag, im Juni und November geschlossen, vorherige Anmeldung erwünscht, 22 Betten, 22 Lager; Tel. 08026/71204
Forsthaus Valepp (900 m), privat, nahezu ganzjährig bewirtschaftet, 29 Betten; Tel. 08026/71281
Wallberghaus, 1512 m (privat, ganzjährig bewirtschaftet, Mitte November bis Anfang Dezember Betriebsruhe, Montag Ruhetag,11:00 - 16:30 Uhr warme Küche, 53 Betten (davon 46 Lagerplätze und 7 Betten im Zimmer), Übernachtung für Gruppen ab 15 Personen. Tel. 08022/6288, Homepage: www.wallberghaus.de

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