Rund um Öchsen- und Dietrichsberg

Auf dem Keltenpfad (Autor: Norbert Forsch)
18 km
250 m
4.00 h
Der Premiumwanderweg »Keltenpfad« führt rund um den Öchsen- und den Dietrichsberg und schenkt herrliche Aussichten auf die Rhön und den Thüringer Wald. Aus archäologischer Sicht ist die nördliche, über den Öchsenberg führende Schleife die interessantere. Sie ist auch für Kinder gut geeignet. Die südliche Schleife informiert mehr zu regionalen und volkskundlichen Themen. Einstiege in die Tour sind auch von Sünna, Vacha, Völkershausen, Wölferbütt und Deicheroda möglich.
Vom Keltendorf auf den Öchsenberg.
Wir beginnen die Wanderung am Keltendorf und gehen am Hotel vorbei und über den oberen Parkplatz auf einen Pfad. Durch ein kleines Tor verlassen wir das Gelände und biegen rechts in einen Forstweg ein. Auf der gesamten Strecke leitet nun das rote K. Wir nehmen den gleich folgenden Linksabzweig, steigen zu einem nahen Forstweg hinauf, schwenken nach rechts und wandern weiter aufwärts. Zur Rechten erstreckt sich Weideland. Wir biegen nun in den zweiten Linksabzweig ein. Bei der Keltenpfad-Einstiegstafel T 1 erreichen wir einen Teerweg, schwenken erneut nach links und biegen sofort links ab.
Die nahe Kreuzung mit Schranke nehmen wir links, erreichen einen Gabelwegweiser und gehen links an der Tafel 2 vorbei, die über die Wallanlage auf dem Öchsenberg informiert. Die Wanderroute führt nun weitgehend eben geradeaus und mündet auf eine Forststraße. Wir behalten unsere bisherige Richtung bei und erreichen eine überdachte Sitzgruppe mit Gabelwegweiser. Dort biegen wir rechts in einen Pfad ein, steigen steil zu einem Querpfad hinauf und schwenken nach rechts. Stetig an Höhe gewinnend gelangen wir an einen Forstweg, den wir uns für den Rückweg merken, und biegen links ein. Der Forstweg geht unvermittelt in einen Pfad über, der steil ansteigend zur Kurve eines Asphaltweges führt. Wir folgen ihm zur Öchsenberghütte hinauf und können einiges über den geologischen Aufbau des Öchsen und über archäologische Funde in der Region erfahren.
Auf dem Öchsenberg gab es bereits 1870 einen Aussichtsstand und eine Schutzhütte. Einst standen dort sogar ein Gasthaus und ein steinerner Bismarckturm. Sie mussten 1978 dem Basaltabbau weichen und wurden abgerissen. Das heutige Keltenkreuz auf dem Berg wurde 1999 errichtet, ebenso eine Hütte, die bereits zwei Monate später einer Brandstiftung zum Opfer fiel. Die heutige Hütte wurde 2002 eingeweiht. Sie ist lediglich im Sommerhalbjahr an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Neben der Hütte beginnt ein Pfad, der uns auf den Gipfel mit dem Keltenkreuz bringt. Unternehmen wir den Aufstieg mit Kindern, müssen wir aufpassen: Es besteht Absturzgefahr.
Zum Parkplatz Goldene Aue.
Wir verlassen den Berg auf bekanntem Weg, spazieren an der Infotafel 4 vorbei und kommen wieder auf den Forstweg, den wir uns beim Aufstieg gemerkt haben. Auf ihm setzen wir unsere Wanderung Richtung Vacha fort. Stetig bergab und neben dem roten K auch vom roten Winkel begleitet, erreichen wir schließlich mit Asphalt unter den Füßen die wendeplatzähnliche Weitung eines Querweges. Dort schwenken wir rechts zur Tafel 9, der Einstiegstafel für Wanderer, die von Vacha heraufkommen, und biegen links in einen Waldweg ein. Er führt zur Kreuzung bei Tafel 10 hinab. Würden wir dem roten Winkel nach rechts folgen, kämen wir nach Vacha. Wir biegen aber links ab und passieren Tafel 11, die sich mit der Geschichte des Basaltbergwerkes beschäftigt. Erst ansteigend, dann wieder absteigend gelangen wir auf breitem Weg zum Waldrand. Dabei können wir einiges über bronzezeit-liche Hügelgräber, über Acker- und Wohn-terrassen sowie über das Handwerk in der Eisenzeit erfahren.
Am Waldrand schwenken wir links auf einen Pfad, queren einen Fahrweg bei einem Wasserbehälter und erreichen gleich die Straße Sünna–Hotel beim Parkplatz Goldene Aue.
Auf den Dietrichsberg.
Wir folgen der Straße nach links. Am Gabelwegweiser wenige Meter vor dem Waldrand schwenken wir scharf rechts auf einen Pfad und halten uns links. Der Pfad führt erst abwärts, dann am Waldrand entlang zu einem Wirtschaftsweg hinauf. Wir folgen ihm nach rechts und wandern gemütlich auf breitem Weg mit Blick auf Sünna am Waldrand entlang. In der ansteigenden Linkskurve schwenken wir rechts auf einen Wiesenpfad. Er führt durch eine kleine Wacholderheide, an einem Rastplatz vorbei und weiter am Waldrand entlang. Wir passieren Tafel 15, die sich mit dem Alltag der Kelten beschäftigt, und folgen einem schmalen Wiesenpfad zum vor uns liegenden Kiesweg. In der Wiese können wir Silberdisteln entdecken. Den Kiesweg nehmen wir links. Tafel 16 weist uns auf ein Hügelgrab am Dietrichsberg hin. Dann erreichen wir einen Gabelweg-weiser, tauchen links in den Wald ein, halten uns gleich rechts und wandern bergan. Die Kreuzung bei Tafel 17 nehmen wir scharf links und steigen zu einem Teerweg bei einer überdachten Sitzgruppe und Tafel 18 hinauf. Sie beschreibt die Geschichte Rodenbergs, einer um 1320 gegründeten und bereits 1400 wieder aufgegebenen Siedlung. Wer die Wanderung abkürzen will, kann nun links den Teerweg nehmen und direkt zum Keltendorf gehen. Wer die Wanderung über den Geiskopf fortsetzen will, quert den Teerweg, biegt rechts ab und folgt einem Schotterweg zur nächsten Gabelung. Das rote K leitet dort links auf einen grasigen Weg, zu einer Waldwiese, dann am Waldrand bergan zur Jagdhütte am Dietrichsberg (630 m). Bei der Jagdhütte gehen wir rechts zum Querweg bei Tafel 19 und schwenken nach links. Die nächste Tafel beschäftigt sich mit keltischen Funden in der Region. Im Vergleich zur öst-lichen Rhön wurden nur wenige Entdeckungen gemacht. Bei Borsch wurde in einem bereits beraubten Grab das Fragment einer Schnabelkanne (ca. 450 v. Chr.) entdeckt. Das Grab bei Borsch war vermutlich ein Fürstengrab, denn Schnabelkannen waren kostbare Importstücke aus dem Mittelmeerraum, die sich nur bedeutende Persönlichkeiten leisten konnten. Mit ihnen wurde Wein ausgeschenkt, der ebenfalls zu den begehrten Import- und Luxusgütern jener Zeit zählte.
Über den Hahnkopf zurück
Der Weiterweg führt am Abzweig zum Geiskopf vorbei und bergab. Wir passieren den Abzweig zum Säulenbruch, schwenken gleich rechts auf einen Pfad und gelangen steil bergab zu einem Querweg. Dort wenden wir uns nach rechts und wandern auf breitem Schotterweg geradeaus zu einer Kreuzung, wo uns das rote K auf einen links talwärts führenden Teerweg leitet. Er geht in einen Schotterweg über und führt zum Waldrand bei Tafel 22. Wir schwenken nach links und wandern nah am Waldrand bleibend auf grasigem Weg, der in einen Schotterweg mündet, behalten die bisherige Richtung bei und erreichen eine breite Straße. Wir biegen links ein und nehmen den folgenden rechts abzweigenden Waldweg. Die Gabelung beim Abzweig nach Völkershausen nehmen wir links und kommen an Tafel 24 vorbei, die sich mit Sagen vom Dietrichsberg beschäftigt.
Die Route führt nun leicht ansteigend um den Hahnkopf herum. Wir dürfen nun den links abzweigenden Pfad nicht übersehen. Schließlich erreichen wir die Kurve eines Teerweges, biegen links in einen ansteigenden Pfad ein, queren den bekannten Teerweg bei Tafel 1 und haben im Nu wieder das Keltendorf erreicht.

Wanderwege Thüringer Wald

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied250 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKeltendorf beim Kelten-Hotel Goldene Aue
EndpunktKeltendorf beim Kelten-Hotel Goldene Aue
TourencharakterÜberwiegend breite Wege im Waldschatten; nach den Qualitätskriterien des Hoch- rhöners entwickelter Premiumwanderweg; 24 Infotafeln.
Beste Jahreszeit
KartentippTK 50 W »Westlicher Thüringer Wald«, Blatt 55, 1:50 000, Thüringer Landesvermessungsamt
MarkierungenRotes K
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A 4 bis Anschlussstelle Friedewald und weiter auf der B 84; oder auf der A 7 bis Anschlussstelle Fulda-Nord und weiter auf der B 27 nach Hünfeld und dort auf die B 84.
GastronomieKelten-Hotel Goldene Aue, Tel. 036962/ 267-0, www.keltenhotel.de
Tipps
DAS KELTENDORF Mit dem Bau des historisch nachempfundenen Keltendorfes wurde 2004 begonnen. Es soll das Alltagsleben der Kelten zeigen, so wie es sich etwa 600 v. Chr. abgespielt haben kann. Darüber hinaus kann man alte Handwerkskunst als Weber, Schmied oder Bogenbauer neu entdecken. Mittlerweile sind stattliche Gebäude entstanden, darunter ein großes Langhaus, Handwerkerhäuser, Wohnhäuser und ein Torhaus mit Wehrturm und Holz- palisaden. Außerhalb der regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen können verschiedene Angebote und Programme für Kinder wahrgenommen werden, unter anderem Bogenschießen und Arbeiten mit Ton. Für Gruppen sind auch Übernachtungen und Feiern im Keltendorf möglich. Das angrenzende Kelten-Hotel übernimmt das Catering und sorgt für besondere kulinarische Erlebnisse. Info: Förderverein Eisenzeitlich-keltische Geschichte in der Rhön e. V., Pferdsdorferstr. 2, 36404 Sünna, www.keltendorf-suenna.de; Kelten-Hotel siehe Einkehr-Tipp EINKEHR-TIPP: KELTEN-HOTEL GOLDENE AUE Das Kelten-Hotel Goldene Aue ist ein ganz besonderes Urlaubshotel. Das komfortable Haus entstand 1996 aus einem Waldgasthof. Neben dem Restaurant verfügt es über eine Sonnenterrasse, eine Sauna und einen Swimmingpool. Übernachtungsgäste haben die Wahl zwischen Doppel- und Ein- zelzimmern, einer Ferienwohnung, einer Keltensuite und einer Hochzeitssuite. Das Restaurant bietet eine große Vielfalt an saisonalen und regionalen Gerichten sowie typisch keltischen Speisen. Die Speisekarte ändert sich häufig, da Wert auf frische Produkte aus der Rhön gelegt wird. Info: Kelten-Hotel Goldene Aue, Familie Stütz, 36404 Sünna, Tel. 036962/26 70, www.keltenhotel.de AUSFLUGS-TIPP: ERLEBNIS BERGWERK MERKERS Von Sünna ist es nicht weit nach Merkers. Das »Erlebnis Bergwerk Merkers« erlaubt einen Einblick in die Welt unter Tage. Ein Förderkorb fährt auf 500 m Tiefe. Eine anschließende Grubenrundfahrt auf dem riesigen unterirdischen Wegenetz zeigt die Arbeits- und Technikgeschichte des Kalibergbaus. Zu den Höhepunkten zählen der historische Goldraum, in dem einst der Goldbestand des zusammenbrechenden Dritten Reiches vergeblich vor den Alliierten verborgen wurde, und eine erst 1980 entdeckte Grotte mit riesigen Salzkristallen. Das Bergwerk liegt 9 km von Vacha entfernt an der B 62 zwischen Bad Salzungen und Dorndorf. Kinder unter zehn Jahren dürfen nicht einfahren. Info und Anmeldung: Tel. 03695/61 41 01, www.erlebnisbergwerk.de
Unterkunft
Kelten-Hotel Goldene Aue, Tel. 036962/ 267-0, www.keltenhotel.de

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