Rund um die Cristallinas

Landschaftlich außerordentlich dankbare Pass- und Seenrunde um die Cristallina. Trittsicherheit und Bergerfahrung unerlässlich, kürzere Abschnitte weglos. (Autor: Eugen E. Hüsler)
Die große Runde startet mit einem Uferspaziergang am Lago del Narèt (2310 m), führt dann über felsdurchsetzte Hänge hinauf gegen den Passo del Sasso Nero (2420 m). Vor der Höhe, den weiß-rot-weißen Markierungen folgend, geht es links auf den breiten Rücken des Sasso Nero. Unter einer Hochspannungsleitung hindurch wandert man an der Südflanke des Cristallinastocks in die Val del Coro. Es folgt eine längere, ziemlich mühsame Querung im Blockwerk, ehe man an einem steilen Schrofenhang in die Bocchetta del Lago Nero (2563 m; 2:30 Std.) absteigt. Jenseits der Scharte steil talwärts, über dem Seeabfluss um ein felsiges Eck herum und an einem steilen Hang mit freier Sicht zum Basòdino und auf die Stauseen von Robiei und Cavagnöö schräg hinunter zu einer Verzweigung (2341 m; 3 Std.). Nun wieder ansteigend zum versteckt in einer Karmulde gelegenen Lago Sfundau (2392 m). Der Weg führt hoch über seinem Ostufer dahin, steigt dann auf einem neu trassierten Abschnitt (Murabgang) hinauf in den Passo di Cristallina (2568 m). Nordseitig geht es zunächst durch ein Geröllkar bergab, dann zur Capanna Cristallina (2349 m; 4:30 Std.), dann rechts mit etwas Höhenverlust quer übers Tal und anschließend im Gegenanstieg zum Passo del Narèt (2438 m). An der markanten Senke kommt der Ausgangspunkt der Runde, der Lago del Narèt (2310 m), wieder ins Blickfeld. Auf gutem Weg steigt man abwärts zum Nordufer, wandert dann wahlweise links oder rechts um den Speichersee herum zur Staumauer (5:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied760 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktLago del Narèt (2310 m), Stausee im Quellgebiet der Maggia. Alternativ kommt auch die Seilbahnstation Robiei als Ausgangspunkt für die Runde in Frage; Gesamtgehzeit dann etwa 7 1/2 Std.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterWer ans Tessin denkt, dem fallen natürlich sofort die berühmten (Bade-)Seen ein, der Lago Maggiore und der Ceresio. Sonne gibt's auch in den Bergen des Sopra Ceneri und dazu viele Seen, vor allem rund um die Cristallina. Wer sie erleben will, muss sich allerdings etwas anstrengen. Die Wege zwischen dem obersten Maggiatal, der Val Bedretto und dem Talkessel von Robiei sind ziemlich rau, beim Anstieg in die Bocchetta del Lago Nero ist Blockhüpfen angesagt, der Abstieg zum See ist dann sehr steil. Die Kulisse hat ihren eigenen rustikalen Charme und der Überraschungsblick auf den Basòdino (3272 m) mit seinem Gletscher verdient locker drei Sternchen. Im Licht des späten Nachmittags verwandelt sich dann der Lago del Narèt in einen gläsernen Spiegel vor dem überraschend weiten Gebirgsrahmen der Val Sambuco.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blatt 265T »Nufenenpass« mit Wanderwegeaufdruck.
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungZum Lago del Narèt (2310 m) führt von Fusio in der Val Lavizzara eine etwa 15 km lange, teilweise einspurige Straße mit Ausweichen. Parkmöglichkeiten an der Staumauer und am Südufer des Sees. Bus nur bis Fusio!
GastronomieCapanna Cristallina (2575 m) am Passo di Cristallina,, Mitte Juni–Mitte Oktober; Tel. 091/8 69 23 30.
Tourismusbüro
Vallemaggia Turismo, CH-6673 Maggia; Tel. 091/7 53 18 85, info@vallemaggia.ch, www.vallemaggia.ch.

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