Rund um den Pizzo Colombe

Mäßig anstrengende, abwechslungsreiche Passwanderung zwischen den Hochtälern von Santa Maria und Piora. Auch für Familien geeignet. (Autor: Eugen E. Hüsler)
12 km
730 m
4.00 h
Eine Sandstraße führt von der Alpe Casaccia (1820 m; Wegzeiger) hinab zum Brenno, jenseits des Bachs gerade hinauf zur Alpe Gana (1814 m) und dahinter über einen licht bewaldeten Hang weiter bergan. Die markierte Spur mündet auf den Piano dei Canali, steigt dann hinauf zu dem zwischen Pizzo Colombe und Pizzo dell'Uomo (2663 m) eingelagerten Passo delle Colombe (2381 m; 1:45 Std.). Es bietet sich ein schöner Rückblick auf das Adulamassiv; nach Westen reicht die Sicht noch weiter, über die Val Piora und das Gotthardmassiv bis zu den Viertausendern der Berner Alpen. Diese Schau begleitet den Wanderer beim Abstieg zur Verzweigung Motti (ca. 2240 m). Hier hält man sich links und folgt dem Weglein über den Piano del Sole hinauf in den Passo del Sole (2376 m; 2:30 Std.), wo bei Sonnenschein natürlich eine längere Rast fällig ist, mit Aussicht zum höchsten »Tessiner«, dem Rheinwaldhorn (3402 m).
Der Abstieg führt aus der Scharte zunächst hinunter in die grüne Mulde der Canali di Lareccio mit dem stillen Auge des Lago dei Canali. Weiter auf gutem Steig talabwärts zu den Hütten von Lareccio (1909 m). Dahinter links (Wegzeiger) und auf einer Sandstraße zurück zur Alpe Gana (1814 m). Über den Brenno zur Lukmanierstraße (Alpe Casaccia, 1820 m; 4 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied730 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAlpe Casaccia (1820 m) an der Südrampe des Lukmanierpasses, gut 2 km südlich der Scheitelhöhe. Parkplätze (z. T. gebührenpflichtig) an der Straße.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterEr ist nur ein Kleiner im Gebirgskranz der Lukmanierregion, der Pizzo delle Colombe (2545 m), doch bei einer Fahrt von Olivone durch die Valle Santa Maria hinauf zum Pass fällt der bizarr zerklüftete Gipfel sogleich ins Auge. Ein Zackengrat aus hellem Kalk in dieser von dunklen Graniten und Gneisen geprägten Landschaft am Alpenhauptkamm? Der englische Bergsteiger und Schriftsteller Douglas W. Freshfield, der 1865 auf seiner Reise quer durch die Alpen (»Across Country from Thonon to Trent«) am Lukmanier vorbeikam, nannte den Berg eine »fantastic line of weatherbeaten pinnacles«, und diese verwitterten Zacken hat man während der Passwanderung fast ständig im Blickfeld. Zu sehen gibt es natürlich noch weit mehr: Am östlichen Horizont zeigt sich das vergletscherte Adulamassiv, und oben am Passo delle Colombe genießt man einen herrlichen Fernblick über die Val Piora und die Gotthardberge bis zu den Berner Hochalpen.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blatt 266T »Valle Leventina« mit Wanderwegeaufdruck.
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungDie Lukmanierstrecke verbindet die Val Blenio mit dem Bündner Oberland, 18 km von Blenio, 20 km von Disentis. Postbuslinie; Halt am Ausgangspunkt der Wanderung.
GastronomieUnterwegs keine; Einkehrmöglichkeit am Lukmanierpass.
Tipps
In der obersten Valle di Santa Maria sind mehrere Lehrpfade angelegt worden; sie beleuchten verschiedene Aspekte der alpinen Natur- und Kulturlandschaft. Nähere Infos und Faltblätter bei Blenio Turismo und im Gasthaus am Lukmanierpass.
Unterkunft
Keine.
Tourismusbüro
Blenio Turismo, CH-6718 Olivone; Tel. 091/8 72 14 87, info@blenioturismo.ch, www.blenioturismo.ch.

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