Rund um den Alpsee

Eine einfache Wanderung auf breiten Wanderwegen und schmalen Waldsteigen, die herrliche Blicke zu den Königsschlössern und auf den Alpsee bietet. Schon nach wenigen Minuten lässt man den Touristenrummel an den Königsschlössern hinter sich und wandert vor allem südlich des Sees auf einsamen Waldwegen. Die schattigen Wege bieten eine erholsame Wanderung für heiße Sommertage. (Autor: Bernhard Irlinger)
10 km
530 m
3.00 h
Vom großen Parkplatz in Hohenschwangau (800m) wandern wir geradeaus auf der breiten Teerstraße durch das Tal (Wegweiser Alpsee, Schloss Hohenschwangau), das sich zwischen den Schlössern Neuschwanstein und Hohenschwangau nach Südwesten zwängt (Wegweiser Alpsee, Hohenschwangau). Vorbei an Hotels, Souvenirläden und Parkplätzen erreichen wir nach wenigen Minuten das Ufer des Alpsees. Wir halten uns rechts (Wegweiser Alpseerundweg, Hohenschwangau) und folgen einer schmalen Teerstraße. Die Fahrstraße nach Hohenschwangau bleibt bald rechts und nach einem Anstieg biegen wir links auf den Wanderweg ein (Wegweiser Alpseerundweg, Marienmonument). Die Touristenmassen haben wir nun hinter uns gelassen.
Nach wenigen Metern halten wir uns vor einem Aussichtspunkt am Steilufer rechts. Der wundervolle Weg, auf dem wir nur noch selten auf andere Wanderer treffen, führt anfangs hoch über dem See entlang. Nach und nach steigt er dann zum Ufer hinab und führt uns um das Westende des Sees zum Marienmonument, von dem sich ein herrlicher Blick über den Alpsee nach Neuschwanstein bietet. Es erinnert an Maria von Bayern, die Frau des Bayernkönigs Max II. und Mutter des Märchenkönigs Ludwig II. Wir folgen weiterhin dem Uferweg, der uns bald als Holzsteg am felsigen Steilufer entlang führt und uns anschließend zu einer Wegkreuzung an einer mit Schilf umstandenen Bucht bringt. Folgt man hier weiter dem Seeufer, kann man an der Badeanstalt vorbei schnell zum Ausgangspunkt zurückwandern.
Wir biegen hier jedoch scharf rechts auf einen Wirtschaftsweg (Wegweiser Israelit, Marienbuche, Gnomensteig), der durch den Wald ansteigt. An seinem Ende wechseln wir rechts haltend auf einen schmalen Wanderweg und erreichen nach kurzer Strecke die eindrucksvollen Wände am »Israelit«, in denen Felshaken die Linien anspruchsvoller Sportkletterrouten markieren. Der Weg führt uns an den Steilwänden entlang aufwärts zu einer Weggabelung. Zweigt man auf den linken Weg ein (Wegweiser Unterer Winterzugweg) und hält sich später rechts, kann man auf kürzerem Weg zur Marienbuche am Lobatboden aufsteigen.
Wir folgen jedoch dem wundervollen Gnomensteig gerade aufwärts, der sich durch den Waldhang nach oben schlängelt. An der Wegkreuzung am oberen Ende der Felsen halten wir uns links (Wegweiser Oberer Winterzugweg, Lobatboden). Der schmale Weg leitet uns in weiten Bögen durch den Waldhang aufwärts, biegt dann nach links und führt uns am linken Rand einer Talmulde zu einem Forstweg. Auf der bald breiten Forststraße wandern wir geradewegs zur nahen Marienbuche am Lobatboden (950m). Wir folgen weiterhin der breiten Forststraße (Wegweiser Hohenschwangau, Oberer Winterzugweg), die noch kurz ansteigt und uns dann bergab zu einer Weggabelung führt. Wir wechseln rechts auf einen schmaleren Forstweg (Wegweiser Oberer Winterzugweg), der nach einem sanften Anstieg geradewegs in einen Steig übergeht. Er leitet uns in gleich bleibender Höhe durch den steilen Waldhang. Mehrmals sind harmlose Schuttrinnen zu überqueren, bis wir am Fuß steiler Felsabbrüche auf die Straße treffen, auf der die Touristenbusse zum Schloss Neuschwanstein hinauffahren. Wir bleiben hier am besten noch auf dem schmalen Steig, der wenige Meter oberhalb der Straße durch den Hang steil nach oben führt (Wegweiser Oberer Winterzugweg, Säulingweg). Bald queren wir auf einem Steg einen steil abfallenden, felsigen Wildbachtobel und wandern dann eben zu einer breiten Forststraße (1020m). Auf ihr links abwärts zur nahen Straßenkreuzung, an der die Fahrgäste der Neuschwanstein-Busse aussteigen.
Wir überqueren die Straße und gehen auf dem steilen Teerweg geradeaus abwärts bis vor das Schloss Neuschwanstein. Hier kann man sich links halten und direkt zum Parkplatz in Hohenschwangau absteigen. Wir biegen jedoch rechts in den Treppenweg ein (Wegweiser Pöllatschlucht), der zur Pöllat hinabführt. Bald öffnet sich der Blick über den Wasserfall hinauf zum atemberaubenden Mariensteg. Der Weg knickt nach links und leitet abwärts zum eindrucksvollsten Abschnitt der Pöllatschlucht. Auf einem schmalen, luftigen Steg, der in den glatten Felswänden verankert ist, durchqueren wir die wildromantische Schlucht, ehe uns der Weg zur ehemaligen Gipsmühle am Ausgang des Tales bringt. An dieser Stelle treffen wir auf einen breiten Fahrweg, dem wir nach links folgen (Wegweiser Füssen, Hohenschwangau). Auf ihm nach links und nach kurzer Strecke abermals links auf einem parallel verlaufenden Wanderweg am Fuß des Schlossberges entlang, bis wir auf den geteerten Fußweg zum Schloss Neuschwanstein treffen. Er führt uns rechts zum nahen Parkplatz in Hohenschwangau (800m) zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied530 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDer große Parkplatz in Hohenschwangau am Fuß von Schloss Neuschwanstein.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterEin enges Tal zwängt sich durch die Berge, auf denen die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau thronen, und öffnet sich unvermittelt zu dem weiten Kessel, in dem der malerische Alpsee liegt. An seinen Ufern kann man ungestört die stille Schönheit dieser Landschaft genießen.
Beste Jahreszeit
MarkierungenWegweiser.
VerkehrsanbindungMehrere beschilderte Zufahrtsstraßen, die bei Schwangau von der B 17 nach Süden zum Parkplatz in Hohenschwangau abzweigen. In Hohenschwangau Haltestelle der Buslinie Füssen–Steingaden.
GastronomieIn Hohenschwangau.
Unterkunft
In Hohenschwangau und Schwangau.
Tourismusbüro
Tourist-Information Schwangau, 08362/8198-0.

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