Rund um das Eggishorn

Landschaftlich einmalige Runde auf durchwegs guten Wegen, lediglich der Abstieg vom Bettmergrat ist etwas rau. Absoluter Star ist natürlich der Große Aletschgletscher, daneben bietet die Tour ein schönes Panorama der Oberwalliser Drei- und Viertausenderkulisse. (Autor: Eugen E. Hüsler)
13 km
905 m
4.00 h
Die Runde startet auf einer Sandstraße, führt von der Seilbahn (2212m) zunächst flach zu den letzten Häusern der Fiescheralp, wo rechts eine breite, aber recht raue Trasse abzweigt. Sie steigt über Wiesen und Geröllhänge bergan und quert dann unter den Felsen des Bettmerhorns (2858m) schräg hinaus zur Hohbalm (2475m). Hier bietet sich ein erster Blick auf das Naturwunder Aletschgletscher. Eine halbe Stunde höher an dem breiten Rücken liegt die Seilbahnstation Bettmergrat (2647m; 1:30Std.); ein Schild weist zum »Gletscherweg Aletsch«. Er führt leicht fallend durch die Westflanke des Bettmerhorns, dann über die Blockhalde des Großen Gufer steiler bergab zur Weggabelung beim Roti Chumma (2369m). Die Fortsetzung des Weges führt flach hinüber zu einem felsigen Eck (2347m) im Nordwestgrat des Eggishorns. Über die in Jahrtausenden rund geschliffenen Granitblöcke leiten die Markierungen hinab zum bescheidenen Rest des Märjelensees (2300m; 3Std.) und ein paar weiteren Tümpeln. In der Nähe der Gletscherstube Märjelen (2360m) verschwindet der Weg in einem rund 1km langen (beleuchteten) Stollen. Er führt unter dem Tälligrat hindurch und verkürzt den Rückweg erheblich. Auf einem Sandsträßchen wandert man abschließend zurück zur Seilbahnstation auf der Fiescheralp (4:15Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied905 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktStation Fiescheralp (2212m) der Eggishorn-Seilbahn
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterMit Superlativen soll man bekanntlich sparsam umgehen, doch das fällt im Wallis manchmal recht schwer. Die Natur hat hier Monumente entstehen lassen, die im gesamten Alpenraum ihresgleichen suchen. Wie den Großen Aletschgletscher: 22km lang und 27 MilliardenTonnen schwer, ist er der größte Eisstrom zwischen Wien und Marseille.
Im Bereich des Konkordiaplatzes erreicht das Eis, das sich mit einer Geschwindigkeit von immerhin 50cm pro Tag talwärts bewegt, eine maximale Dicke von fast 900m!
So eindrucksvoll der Eisstrom auf den Betrachter wirken mag, die Klimaveränderung macht auch ihm zu schaffen. Seine Zunge hat sich in den letzten 150 Jahren um mehr als 1km zurückgezogen, die Eisdicke um gut 100m abgenommen. Das belegen die hohen Geröllhänge, die den Eisstrom flankieren, noch eindrucksvoller der berühmte Märjelensee. Das vom Eis aufgestaute Gewässer – im Tal einst gefürchtet für seine verheerenden Ausbrüche – war im Jahr 1878 über 1700m lang, es wies eine maximale Tiefe von 78,5m auf und hatte ein Volumen von rund 11 Mill. m3. Geblieben ist eine kümmerliche Lacke als unmittelbare Folge des Eisschwundes.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 264 T »Jungfrau«; Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 2516 »Aletschgebiet«
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegweiser
VerkehrsanbindungFiesch ist Station an der Bahnlinie Brig – Furka; die Seilbahn aufs Eggishorn verkehrt Mitte Juni bis Ende September
GastronomieKühboden (2202m), Bettmergrat (2647m), Gletscherstube Märjelen (2360m)
Tipps
UNESCO Höhenweg. Die jüngste Attraktion in der Region Aletsch! Der weiß-blau-weiß markierte und an einigen Stellen gesicherte Kammsteig verbindet die beiden Seilbahnen am Bettmergrat (2647m) und am Eggishorn (2893m), er verläuft über den schroffen Bettmergrat und die Elselücke (2722m) und bietet faszinierende Aus- und Tiefblicke. Bis zum Gipfel des Eggishorns (2927m) muss man mit einer Gehzeit von etwa 2:30Std. rechnen. Nur für bergerfahrene und schwindelfreie Wanderer!
Tourismusbüro
Eggishorn Tourismus, 3984 Fiesch; Tel. 027/9 79 60 70, Fax 9 70 60 71, info@fiesch.ch, www.fiesch.ch

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