Wanderung im Harz

Ruine Königsburg bei Königshütte

Vom Erholungsort Königshütte führt diese bequeme Rundwanderung zur aussichtsreichen Ruine Königsburg hoch über dem Zusammenfluss von Kalter und Warmer Bode und längs der Überleitungssperre Königshütte im Bodetal zurück. (Autor: Chris Bergmann)
7 km
150 m
2.00 h
Die Gemeinde Königshütte ist ein viel besuchter Erholungsort an der geologischen Grenze des Harzer Grauwacken- und Kalkmassivs an der Kalten Bode, die sich am Ortsausgang mit der Warmen Bode vereinigt. Den Namen »Königshütte« in Anspielung auf das ab dem ausgehenden 14. Jh. florierende Eisenhüttenwesen erhielt der Ort erst im Jahr 1936, als die bis dahin selbstständigen Orte Rothehütte und Königshof zusammengeschlossen wurden. Die alte Ortsbezeichnung »Bodfeld« aus der Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung um 1000 ist heute noch ebenso geläufig wie die ab dem 13. Jh. auftretende Bezeichnung »Lüdershof«.

Ruine Königsburg

In Königshütte folgen wir kurz der Straße Richtung Tanne am Zusammenfluss von Kalter und Warmer Bode vorbei, überqueren dann die Warme Bode auf einer Stegbrücke und wandern steil hinauf zur Ruine Königsburg, wobei die Markierung »blaues Dreieck« durch Lehrtafeln des Wegs deutscher Könige und Kaiser im Mittelalter ergänzt wird. Die Ruine Königsburg auf dem Bergsporn hoch über dem Zusammenfluss von Kalter und Warmer Bode bietet einen prachtvollen Blick auf die Berge und Hochflächen des Harzes bis hin zum Brocken. Erhalten sind Teile des Bergfrieds, Mauerreste und der Burgbrunnen. Erstmals schriftlich erwähnt wird die Burg im Jahr 1313, sie gehörte zu den im 11. Jh. errichteten Schutzburgen an strategisch wichtigen Plätzen und Straßen.

Von der Ruine Königsburg leitet der Weg in vergleichsweise sachtem Abstieg hinab zur waldumgebenen Überleitungssperre Königshütte. Die 1957 fertig gestellte Überleitungssperre im Tal der Wilden Bode ist Teil des weit verzweigten Talsperrensystems Bodewerk. Ihre Hauptaufgabe ist die unterirdische Flussumleitung, darüber hinaus dient sie dem Hochwasserschutz und der Energiegewinnung.

Wir folgen dem Ufer an der Einmündung des Wildentals vorbei zum Staudamm und erreichen hier eine Verzweigung: Wer die Rundwanderung unternimmt, überquert die Staumauer und kehrt am Nordufer zurück nach Königshütte; wer die Wanderung verlängern und mit einem Besuch der berühmten Rübeländer Schauhöhlen verbinden will (von Rübeland Rückkehr mit dem Bus), folgt ab dem Staudamm weiter dem Weg deutscher Könige und Kaiser im Mittelalter.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied150 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBushaltestelle in Königshütte (425 m) am Ortsausgang in Richtung Tanne.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterLeichte Wald- und Aussichtswanderung mit einem kurzen steilen Anstieg.
Beste Jahreszeit
KartentippWandern im mittleren Harz (Landesvermessungsamt Sachsen-Anhalt).
MarkierungenNamentliche Ausschilderung, blaues Dreieck und blau-x.
VerkehrsanbindungB 27 Bad Lauterberg – Königshütte – Blankenburg.
GastronomieOrtslage Königshütte.
Unterkunft
Auf dem Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Bodfeld mit den Fremdenverkehrsorten Königshütte, Elbingerode und Rübeland gibt es zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten.
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsamt Bodfeld/Harz, Markt 3, 38875 Elbingerode, Tel. 039454/4 52 81, Fax 039454/4 52 83, Internet: www.bodfeld.de.

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Chris Bergmann

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