Ruine Eisenberg und Ruine Hohen-Freyberg

Eine Runde um zwei eindrucksvolle historische Stätten. Leichte Wanderungen auf Wirtschaftswegen, verkehrsfreien Sträßchen und Wanderwegen. (Autor: Heinrich Bauregger)
8 km
335 m
3.00 h
Die beiden mächtigen Burgruinen Hohen-Freyberg und Eisenberg – unübersehbar vor den Toren Pfrontens gelegen – gehören zu den ältesten mittelalterlichen Wehrbauten, die das Allgäu noch aufzuweisen hat. Beide Burgen wurden im Dreißigjährigen Krieg von den österreichischen Besatzern zerstört, um den anrückenden Schweden keine befestigten Stützpunkte zu bieten. Während die Ruine HohenFreyberg mit ihren mächtigen Türmen einem romantischen Schicksal entgegendämmert, also dem Verfall preisgegeben ist, wurde die Ruine Eisenberg in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts zum Teil restauriert. Je nachdem, wie viel Zeit wir einplanen können, bietet sich für die Wanderung zu den Burgruinen eine kleine und eine große Runde an. Ganz Eilige können natürlich auch bis zur Schlossbergalm hinauffahren und die Wanderung von dort beginnen. In der über 100 Jahre alten Alm, eigentlich einem früheren Bergbauern, können wir das ganze Jahr über einkehren, ganz egal welche Route wir nehmen. Im Sommer weidet hier oben auch Vieh aus den Dörfern unterhalb.
Die kleine Runde.
Im kleinen Ort Zell – falls wir mit dem Bus gekommen sind, ansonsten starten wir am Wanderparkplatz – wandern wir am Burghotel Bären, an Kirche und Burgenmuseum vorbei und aus dem Ort hinaus zum Wanderparkplatz. Dort halten wir uns rechts und wandern durch Wald hinauf zu den beiden Burgen. Wir erreichen diese in der Einsenkung zwischen beiden. Zuerst statten wir der links von uns gelegenen, der Ruine Hohen-Freyberg einen Besuch ab, dann wandern wir hinüber zur teilweise restaurierten Burgruine Eisenberg (eine Info-Tafel gibt Auskunft über die Geschichte der Burg). Wir kehren anschließend wieder zurück in die Einsenkung und folgen dem geradeaus führenden Weg in einem Rechtsbogen hinab zur Schlossbergalm. Dort leitet uns das Fahrsträßchen zurück nach Zell.
Die große Runde.
Vom Wanderparkplatz bei Zell folgen wir dem Teersträßchen in Richtung der Burgen (Wegweiser »Schweinegg«, »Eisenberg«) durch Wiesen zum Waldrand, dann in den Sattel hinauf, von dem der Zugang zu den Burgen rechts abzweigt. Hier gehen wir jedoch geradeaus weiter und auf der anderen Seite des Sattels hinab durch Wald und ein Wiesental und links haltend zum Schweinegger Weiher. Nach einer kleinen Hütte treffen wir auf einen Wirtschaftsweg, dem wir folgen, bei der nächsten Wegverzweigung dann rechts und zu den Höfen von Schweinegg. Dort führt uns ein schmales Teersträßchen nach rechts zum Weiler Schwarzenbach. Am Ortsende folgen wir rechts dem Wegweiser nach »Lieben«, wo uns weitere Wegweiser zu den beiden Burgruinen hinaufleiten. Zuvor erreichen wir aber die Schlossbergalm, wo wir endlich einkehren können. Hinter der Alm führt ein Teerweg weiter, dann links auf Wanderweg hinauf auf den Sattel, der die beiden Burgruinen miteinander verbindet. Nun jeweils links bzw. rechts zu den Gemäuern weiter. Für den Abstieg ins Tal kehren wir zu diesem Sattel zurück und folgen von dort dem Wegweiser hinab nach Zell.
Variante.
Für Kurzausflügler bietet sich die Auffahrt zur Schlossbergalm an; von dort ist es nur ein kleiner Spaziergang zu den Burgruinen.

kindgerechtes Wandern im Allgäu

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied335 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortPfronten, 853 m
TourencharakterDauer -
Für die kleine Runde 1 Std.; für die große Runde knapp 3 Std.
Höhenunterschied:
335 m im Auf- wie im Abstieg.
Hinweise
Ab 4 Jahren.
KartentippTopographische Karte 1 - 50000 Füssen und Umgebung (BLVA).
VerkehrsanbindungAuto Auf der B 310 von Füssen oder Nesselwang in Richtung Pfronten, dann weiter in Richtung Eisenberg und Seeg. Nach etwa 2,3 km links in das Dorf Zell (902 m), unserem Ausgangspunkt. Durch den Ort, bis wir nach 300 m rechts auf den Wanderparkplatz stoßen. Bahn/Bus Mit der Bahn bis Pfronten oder Füssen, dann mit dem Bus weiter bis Zell.
GastronomieSchlossbergalm (985 m), privat, ganzjährig bewirtschaftet, Mitte November bis Mitte Dezember geschlossen, Montag Ruhetag. Tel. 08363/1748. n Gockelwirt in Eisenberg, ganzjährig bewirtschaftet. n Burghotel Bären in Zell, ganzjährig bewirtschaftet.
Tipps
In Zell befindet sich ein kleines Burgenmuseum (Dorfstraße 12), das Aufschluss über die Ausgrabungen an den beiden Burgruinen gibt. Öffnungszeiten nur am Wochenende bzw. an Feiertagen von 13–16 Uhr.
Höchster Punkt
Eisenberg, 1055 m

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