Rotwandhaus

Da das Rotwandhaus inmitten eines abwechslungsreichen Geländes auf der Südseite der Rotwand liegt, hat es sich auch als beliebte Anlaufstelle für Familien mit Kindern entwickelt. Mit etwas Glück lassen sich hier Murmeltiere und sogar Gämsen beobachten. (Autor: Heinrich Bauregger)
2 km
290 m
1.00 h

Von der Bergstation der Taubensteinbahn

Von der Bergstation der Taubensteinbahn (1611 m) geht es zuerst auf felsigem Steig hinauf zum Sattel hinter dem Taubenstein (hier ist ein Abstecher zum Gipfel für Trittsichere möglich). Dann wandern wir nur mäßig ansteigend in südwestlicher Richtung weiter durch freies Gelände (links sieht man den massiven Klotz des Hochmiesing), bis zum Fuß des Lempersbergs, den man unterhalb seiner Kammlinie quert.

Wir gehen ein Stück abwärts, dann wieder hinauf zum Kirchsteinsattel. Dort ist bereits das Rotwandhaus zu sehen. Wir wandern in weitem Bogen hinüber zum Alpenvereinshaus. Wer gleich den Rotwandgipfel mitnehmen will, kann vom Kirchsteinsattel auf schönem Wanderweg direkt zum Gipfel hinüberqueren.

Von Spitzingsee (Wurzhütte)

Vom Südufer des Sees, beim Gasthaus Wurzhütte, wandert man jenseits der Sperre auf dem ausgeschilderten Fahrweg in Richtung Valepp, bis bald links der befestigte Fahrweg zur Schwarzenkopfhütte abzweigt. Diesem folgt man durch Wald bis oberhalb der Bergwachthütte, wo rechts der unbefestigte Fahrweg (Schranke) – weiterhin durch Wald – zur Wildfeldalm hinaufführt. Dort weiter auf dem Hüttenzufahrtsweg, nun jedoch durch freies Gelände hinauf zum Rotwandhaus.

Aus dem Ursprungtal

Vom Parkplatz »Beim schweren Gatter« geht es zuerst auf breitem, aber steilem Fahrweg hinauf zum Sillberghaus. Dort wandern wir westwärts auf Almfahrweg zunächst durch Wiesengelände, dann durch Wald zur Wirthsalm. Der weitere Weg führt auf einem Steig weiter – in leichtem Auf und Ab – durch die überwiegend freien Hänge der Maroldschneid-Südseite. Wir umgehen den Südgrat des Auerspitz links und steigen rechts aufwärts zur Kümpfelscharte (1700 m) zwischen Auerspitz und Rotwand. Hier geht es nun links auf gutem Steig hinauf zum aussichtsreich gelegenen Rotwandhaus.

Von Geitau

Kurz vor dem Parkplatz am westlichen Ortsende von Geitau zweigt links ein für den allgemeinen Verkehr gesperrtes Fahrsträßchen ab, dem man – vorbei an einem Segelflugplatz – bis zu einer Weggabelung (von links mündet hier die Straße von Osterhofen ein) folgt. Dort gehen wir rechts weiter, queren auf einer Brücke den Alpbach und treffen oberhalb einer Forsthütte auf eine weitere Wegverzweigung. Man nimmt nun den links abzweigenden Wirtschaftsweg, der in einem weiten Linksbogen um den bewaldeten Steilenberg herum (man bleibt immer auf der rechten Seite des Steilenbaches) bergwärts führt.

Nach einer Bergwiese steigt der Weg in steilen Kehren zur Schellenbergalm an und erreicht dann durch ein weiteres Waldstück den Soinsee. Nun wandern wir rechts an diesem entlang weiter zur Großtiefenthalalm, wo der Fahrweg endet. Auf schönem Bergwanderweg geht es nun links haltend hinauf zur Kümpfelscharte und dort ein kurzes steiles Stück hinauf zum Rotwandhaus.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied290 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDas 1906 erbaute und 1907 eröffnete Alpenvereinshaus der Sektion »Turner Alpenkränzchen« ist eine Institution für Bergwanderer in den Schlierseer Bergen. Da das Rotwandhaus inmitten eines abwechslungsreichen Geländes auf der Südseite der Rotwand liegt, hat es sich auch als beliebte Anlaufstelle für Familien mit Kindern entwickelt. Mit etwas Glück lassen sich hier Murmeltiere und sogar Gämsen beobachten. Außerdem gibt es im Sommer natürlich auch Almvieh auf den umliegenden Bergweiden. Das kinderfreundliche Haus verfügt sogar über einen Spielplatz. Drinnen gibt es Spiel- und Lesematerial. Die Küche ist auch auf Kinderteller eingestellt. Das Rotwandhaus war einer der Vorreiter in der umweltfreundlichen, netzunabhängigen Energieversorgung. Mit staatlicher Förderung entstand dort eine der ersten Windkraftanlagen auf einer Berghütte, kombiniert mit einer Fotovoltaikanlage. Das Panorama, das man vom Rotwandhaus aus genießt, kann sich sehen lassen. Und die Sonnenaufgänge und die Abendröte haben wahrlich Filmreife.
Hinweise
Dauer Hütte: Von der Taubensteinbahn-Bergstation: 1 1/2 Std.; von Spitzingsee: 2 1/2 Std.; aus dem Ursprungtal: 4 Std.; von Geitau: 4 1/2 Std.
Schwierigkeit: Überwiegend Wirtschaftswege (der Normalweg vom Spitzingsee sogar durchgehend bis zum Haus), das letzte Stück auf der Route von Geitau auf Bergwanderweg. Der Anstieg vom »Schweren Gatter« ist der anspruchsvollste, er setzt im oberen Teil Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus, ist aber sicher der einsamste. Der schnellste und aussichtsreichste Zugang erfolgt von der Bergstation der Taubensteinbahn.
Gipfel: Vom Rotwandhaus: knapp 30 Min., Abstieg zur Hütte: 15 Min.; insgesamt: etwa 45 Min
Schwierigkeit: Breiter leichter Wanderweg
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Mangfallgebirge (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Sillberghaus, 1060 m (privat, ganzjährig bewirtschaftet, im Winter jedoch nur an den Wochenenden, Mi. Ruhetag, Übernachtung nach Voranmeldung möglich; Tel. 08023/533). Auf steil ansteigendem gesperrten Fahrweg vom Parkplatz »Beim schweren Gatter« in 40 Minuten zu erreichen. Taubensteinhaus, siehe Tour 50.
Tipps
Auf der Route von Geitau kommt man am romantischen Soinsee vorbei. Der fünf Hektar große und 12 Meter tiefe See wurde durch Gletschereis gebildet und ist bis zu acht Monate im Jahr zugefroren. In seinem Wasser spiegeln sich die bizarren Ruchenköpfe. Eine ideale Kulisse für ein längeres Picknick.
Informationen
Der Hüttengipfel Rotwand, 1884 m: Der Gipfelanstieg zum Hausberg des Rotwandhauses ist von diesem auf breitem Wanderweg in einer knappen halben Stunde zu bewältigen. Ein Gipfelkreuz und eine herrliche Aussicht sind die Krönung der Tour. Aber Achtung am Gipfel, die Rotwand fällt nach Norden und Osten steil ab.
Höchster Punkt
Rotwandhaus, 1737 m; Rotwand, 1884 m.
Unterkunft
Rotwandhaus, 1737 m (AV-Haus, Kat. I, 20 Betten, 99 Lager, ganzjährig bewirtschaftet, von Anfang November bis Mitte Dezember geschlossen; Tel. 08026/7683).

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