Rotwand

Ein Berg für alle Jahreszeiten
Kein anderer Voralpenberg ist so sehr der Inbegriff eines Münchner Hausbergs wie die Rotwand oberhalb des Spitzingsees. Nicht so sehr seine Form ist es, die die Bergwanderer im Sommer und die Skitourengeher im Winter dort auf die Höhe treibt, sondern vielmehr die Aussicht von seinem Gipfel: Die ganze Palette der Vorgebirgsgipfel lässt sich mit einer Absatzdrehung genießen: im Nordosten Wendelstein und Breitenstein, im Osten Großer Traithen und Brünnstein, im Süden Schinder und Hinteres Sonnwendjoch, im Westen Halserspitz, Risserkogel, Wallberg und Brecherspitz und direkt vor der Nase die Aiplspitz; im Süden weitet sich der Blick bis in die gletscherübergossenen Zentralalpen. Und nicht zu vergessen, das ganzjährig bewirtschaftete Rotwandhaus.
Der einfachste und schnellste Anstieg oder besser Übergang ist der von der Bergstation der Taubensteinbahn, der uns die Gipfelfreuden bereits innerhalb von knapp zwei Stunden offeriert. Wesentlich länger, aber auch befriedigender, ist der Anstieg aus dem Ursprungtal bei Bayrischzell.
Vom Parkplatz am Schweren Gatter gehen wir zuerst auf breitem, aber steilem Weg hinauf zum Sillberghaus und weiter auf gutem Almweg bis zur Wirthsalm auf der Südseite der Maroldschneid. Auf einsamen Pfaden queren wir nun die freien Südhänge und gelangen seitlich an der Auerspitz vorbei in die Kümpfelscharte. Schon lange vorher sehen wir das Rotwandhaus auf einem Bergvorsprung thronen. Nur noch ein kurzer Anstieg trennt uns vom Bergwirtshaus. Und falls wir die verdiente Pause erst nach vollendeter Tat einlegen, bietet sich noch der kurze Abstecher zum Gipfel an, der auf leichtem Wanderweg erreicht werden kann.
Die Rückkehr treten wir über die Großtiefenthalalm und den Soinsee an, wobei wir zuerst wieder zur Kümpfelscharte absteigen, dann den Steig links hinab nehmen. Am Ende des Soinsees verlassen wir dann den Almfahrweg und steigen kurz an zur Ruchenkopfhütte und dann hinab zur Soinalm, wo wir wieder auf einen breiten Almweg stoßen, der uns im Rechtsbogen um den Sillberg herumführt und dann links zum Sillberghaus und zum Ausgangspunkt hinableitet.

Dauer:

Anstieg vom „Schweren Gatter“ über das Sillberghaus und die Wirthsalm zum Rotwandhaus 4 Std., Gipfelanstieg 1/2 Std., Rückkehr über den Soinsee zum Parkplatz 3 1/4 Std. Gesamtgehzeit: knappe 8 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Dauer8.00 h
Schwierigkeit
StartortBayrischzell, 800 m.
AusgangspunktWanderparkplatz „Beim schweren Gatter“ im Ursprungtal.
TourencharakterBis zur Wirthsalm Almstraße bzw. breiter Almweg, der weitere Anstieg bis zum Gipfel erfolgt auf z. T. schmalem Bergsteig. Abstieg zur Großtiefenthalalm auf Steig. Bis auf ein kurzes Stück hinter dem Soinsee bewegen wir uns dann wieder auf Almfahrweg.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1:50 000, Sonderblatt „Mangfallgebirge“ (LVG).
Verkehrsanbindunga) mit dem Auto: Von der Ausfahrt Weyarn der Salzburger Autobahn auf Landstraße über Miesbach und Schliersee nach Bayrischzell; von dort noch 3 1/2 km weiter Richtung Grenzübergang Ursprungpass zum Wanderparkplatz. b) mit Bahn/Bus: Von München mit der Bahn bis zum Endpunkt der Strecke in Bayrischzell. Dann noch ein kurzes Stück mit dem RVO-Bus bis zur Haltestelle „Sillberghaus“.
GastronomieSillberghaus, 1060 m (privat, ganzjährig bewirtschaftet, bei Voranmeldung auch Übernachtung möglich); Rotwandhaus, 1765 m (AV-Haus, bis auf den Zeitraum Anfang November bis Mitte Dezember ganzjährig bewirtschaftet, 20 Betten, 100 Lager).
Höchster Punkt
Rotwand, 1884 m.
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