Roßstein und Tegernseer Hütte

Zum Teil steiler, aber gut begehbarer Bergsteig. Der direkte Hüttenzustieg vom »Brotzeitfelsen« ist drahtseilgesichert. (Autor: Heinrich Bauregger)
7 km
894 m
4.00 h
Die Tegernseer Berge haben jenen liebreizenden Charme, der bewaldeten, gelegentlich durch Almwiesen und freie Gipfelkuppen durchbrochenen Bergregionen zu eigen ist. Einige kleinere Felsgipfel – wie der Blankenstein oder die Ruchenköpfe – geben ihnen dabei noch einen alpinen Akzent. Der Doppelgipfel Roß- und Buchstein gehört zu den Dritten im Bunde. Wenn auch der Buchstein den Felsgeübteren vorbehalten ist, so bleibt doch noch der Roßstein als einfacher Wandergipfel; alle gemeinsam treffen sich dann wieder auf der Tegernseer Hütte, die in exponierter Lage im Sattel zwischen beiden Gipfeln liegt.
Wir beginnen unsere Wanderung am Parkplatz an der Straße Richtung Achenpass und müssen zu Beginn ein recht »gaches« Stück bewältigen. Der steile und schmale Bergwanderweg ist ausgeschildert und führt uns zunächst durch ein schattiges Waldstück hinauf zu dem Sonnbergalm-Niederleger auf 1144 Meter Höhe. Wir gehen dort zwischen den Hütten durch und folgen jenseits weiter dem noch steilen Steig durch den nun lichter werdenden Wald, bis wir die Almwiesen des Sonnbergs, einem freien Bergrücken vor dem eigentlichen Ziel, erreichen. Bereits hier bietet sich uns eine freie Sicht auf all die umliegenden Berge, wobei sich der keck aufrichtende Leonhardstein besonders bemerkbar macht. Links von der Alm steigen wir nun weiter über die freien Hänge bis zum sogenannten Brotzeitfelsen, wo sich die trittsicheren von den nicht schwindelfreien Wanderern trennen müssen. Erstere nehmen den rechts nach oben führenden leichten Klettersteig, der direkt hinaufführt zur Tegernseer Hütte, die weniger Geübten umrunden statt dessen im Uhrzeigersinn den Roßstein und steigen dann von Norden kommend hinauf zur Hütte. Von dort sind es nur noch wenige Meter zum Roßstein-Gipfel; Klettergewandte dürfen sich natürlich auch am Buchstein versuchen, der sich direkt hinter der Hütte steil in den Himmel reckt. Doch Vorsicht, der Fels ist schon ziemlich abgegriffen und glatt. Und trotz des nicht schwierigen Anstiegs stellt gerade die starke Ausgesetztheit des Geländes für die meisten Tatendurstigen das größte Hindernis dar.
Für den Rückweg nehmen wir den Anstiegsweg, doch gibt es natürlich auch die Möglichkeit, über das Schwarzenbachtal bzw. über die im Sommer einfach bewirtschaftete Röhrlmoosalm an unseren Ausgangspunkt an der Deutschen Alpenstraße zurückzukehren.

Dauer - Anstieg 2.30 Std., der Roßstein-Gipfel liegt nur wenige Meter oberhalb der Hütte. Abstieg 2 Std.; insg.: 4.30Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied894 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortBayerwald
AusgangspunktWanderparkplatz, hinter Gasthaus Bayerwald
EndpunktWanderparkplatz, hinter Gasthaus Bayerwald
TourencharakterZum Teil steiler, aber gut begehbarer Bergsteig. Der direkte Hüttenzustieg vom »Brotzeitfelsen« ist drahtseilgesichert.
Beste Jahreszeit
KartentippTopographische Karte 1 - 50 000 Mangfallgebirge (BLVA).
VerkehrsanbindungÜber Gmund und Bad Wiessee nach Kreuth und weiter Richtung Achenpass. 700 m hinter dem Gasthaus Bayerwald befindet sich der Wanderparkplatz.
GastronomieTegernseer Hütte (von Mitte Mai bis Anfang November bewirtschaftet). Mehrere Gaststätten an der Deutschen Alpenstraße, z. B. das Gasthaus Bayerwald.
Tipps
Und nach der Tour - Ein Abstecher zum Weiler Glashütte an der Straße zum Achenpass. Die Glashütte ist seit 1698 nicht mehr in Betrieb, aber wir finden dort ein Gasthaus und die kleine Kirche Maria Heimsuchung mit einigen wertvollen Kunstwerken.
Höchster Punkt
Roßstein, 1698 m

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