Riesenhütte

Holz vom Berg (Autor: Wolfgang Taschner, Michael Reimer)
Ideal für Kinder.
Es sind insbesondere die Kleinen, die sich heute auf der Riesenhütte wohl fühlen. Dafür haben Brigitte und Hans Bachmann, die beiden Wirtsleute, eine große Spielkiste in die Stube gestellt, in der zahlreiche Spiele darauf warten, ausprobiert zu werden. Aber auch draußen können die Kleinen nach Belieben herumtollen, nirgendwo in der Nähe besteht Absturzgefahr. Zudem dürfen sie abends ihr eigenes Lagerfeuer entzünden, was besonders viel Spaß macht.
Von Frasdorf zur Riesenhütte.
Auch der Anstieg zur Hütte ist für Kinder gut geeignet; von Frasdorf führt ein breiter Güterweg hinauf. Sie können hier zu mehreren nebeneinander gehen, herumrennen und die Gegend erkunden. Selbst die Kleinsten im Kinderwagen können mitgenommen werden. Nach gut einer Stunde Gehzeit gibt es in der Frasdorfer Hütte (945 m) einen Zwischenstopp zum Trinken, Essen und Ausruhen. Dann ist auch schon die halbe Strecke geschafft.
Wer den alternativen Anstieg von Soilach wählt, hat es nicht ganz so bequem wie auf dem Güterweg, dafür geht man hier auf schmalen Steigen abwechselnd durch den Wald und über die Weiden. Etwas oberhalb der Frasdorfer Hütte kommen dann beide Anstiege zusammen. Da im Wald Rehe, Hirsche und mitunter auch Gämsen zu beobachten sind, gilt es die Augen offen zu halten.
Auf den Riesenberg.
Selbst der nächstgelegene Gipfelanstieg von der Riesenhütte fällt in die Kategorie »kinderfreundlich«. Schon nach einer Viertelstunde Gehzeit ist die höchste Spitze des Riesenbergs (1449 m) erreicht und Chiemsee und Simssee breiten sich nun unter uns aus. Gut zu erkennen ist auch die Kampenwand, wenn man in Richtung Osten schaut.
Das fehlende Stück Dach der Riesenhütte.
Auf dem Gipfel des Riesenbergs kann man sich dann die Geschichte erzählen lassen, wie die eigenwillige Dachform der Riesenhütte entstanden ist. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine alte Sennhütte, die zur Übernachtungshütte erweitert werden sollte. Der alte Baron von Cramer-Klett, damals noch Herr von Hohenaschau und Besitzer vieler Ländereien in der Region, wollte sich jedoch die Sicht vom Riesenberg auf den Laubenstein nicht verbauen lassen und verfügte damals, dass das Dach auf der Rückseite der Riesenhütte wesentlich kürzer sein musste als auf der Vorderseite. Daher hat die Hütte heute diese etwas eigenwillige architektonische Form.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour16 km
Höhenunterschied750 m
Dauer4 h
Schwierigkeit
AusgangspunktAschau, Frasdorf oder Soilach
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterDie Riesenhütte wurde weder für noch von Riesen erbaut. Auch in der Umgebung der Hütte wird man diese Märchengestalten vergeblich suchen. Der Begriff stammt aus einer ganz anderen Ecke. Das Geheimnis um den Namen der Hütte ist schnell gelüftet: Als früher das Holz in den Bergen geschlagen wurde, gab es noch keine Güterwege, um die Stämme ins Tal zu bringen. Deshalb wurde in den steilen Berghang oberhalb von Schwarzenberg eine Schneise geschlagen, in der das Holz zu Tal rutschen konnte. Eine solche Holzschneise wurde »Ries« genannt, später ist daraus der Riesenberg geworden und damit hatte auch die Riesenhütte ihren Namen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 10, Chiemsee – Simssee, 1:50.000
VerkehrsanbindungMit der Bahn stündlich von München nach Prien, von dort weiter mit der Chiemsee-Bahn nach Aschau. Mit dem Auto nimmt man auf der A 8 München–Salzburg die Ausfahrt Frasdorf. Südlich des Orts gibt es in der Nähe der Lederstube einen großen Wanderparkplatz. Auch in Soilach ist der Wanderparkplatz ausgeschildert.
Informationen
Hüttenporträt. Höhe: 1346 m. Erbaut: Vor 1900, 1967 komplett umgebaut (DAV-Sektion Oberland). Bewirtschaftet: Ganzjährig täglich geöffnet, außer im April/Mai für zwei Wochen und den ganzen November. Kulinarischer Tipp: Kaiserschmarrn. Hüttenwirte: Brigitte und Hans Bachmann. Telefon: 08052/29 21. Betten: 12. Lager: 30. Materialbeschaffung: Über Güterweg aus Frasdorf. Besonderheit: Zu Pfingsten Freilichtkino.
Tourismusbüro
Tourist Information, Schulstr. 7, 83112 Frasdorf, Tel.: 08052 / 17 96 25, Fax: 08052 / 17 96 28, E-Mail: info@frasdorf.com, Internet: www.frasdorf.com

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