Wandern auf dem Rheinsteig

Rheinsteig Etappe 10 - Von Filsen nach Braubach

Kaum ein Abschnitt des Rheinsteigs ist so abwechslungsreich und der Rhein so kurvenreich wie zwischen Filsen und Braubach. Herrliche Panoramablicke und eine der schönsten Burgen am Rhein bestimmen diese Tour. (Autor: Tassilo Wengel)
14 km
760 m
4.00 h

Von Filsen zum Hexenköpfel

Wir starten beim Wachport in Filsen, dem Torhaus der einstigen Befestigung des Ortes. Auf der Taunusstraße steigen wir aufwärts zu einem Wegkreuz und wandern mit der Rheinsteig-Markierung über Obstwiesen leicht ansteigend zu einem großen Wasserbehälter. Hier folgen wir einem Pfad nach links und treffen im Wald auf den Wegweiser Florianshütte. Dieser Weg führt uns leicht ansteigend am Hang entlang unterhalb von Schloss Liebeneck.

Bei einem Querweg schwenken wir nach halb rechts. An einem Hang aufwärts gehend kommen wir zum Wanderparkplatz Alter Ellig, wo wir auf den Rheinhöhenweg treffen. Von der Florianshütte oberhalb können wir eine schöne Aussicht genießen, bevor wir der Fahrstraße abwärts zu einer Kehre mit Bank folgen. Nur wenige Meter unterhalb befindet sich auf einem Felsen das Hexenköpfel, ein Aussichtspunkt, wo im Mittelalter der Überlieferung nach Hexen verbrannt worden sein sollen.

Wir setzen unsere Wanderung auf dem Rheinsteig fort und schwenken bei einer Kehre nach rechts. An einem kleinen Rastplatz am Pilgerpfad mit herrlicher Aussicht auf Osterspay und den Rhein vorbei nähern wir uns dem Tal des Heiligenbaches, können vorher aber bereits einen Blick zur Marksburg in der Ferne erhaschen. Durch Nadelwald gehen wir hinab in das Tal, überqueren den Heiligenbach und steigen aufwärts zur Kipplei.

Aussicht am Grendling

Nun leitet uns der Rheinsteig abwärts in das Wasenbachtal und, von Trockenmauern umgeben, leicht ansteigend zu einem nächsten Aussichtspunkt mit Bank. Hier führt uns der Rheinsteig in das Tal des Gründlingsbaches und auf einem Pfad kurz und steil aufwärts. Vom Grendling können wir eine weitere Aussicht genießen, bevor wir beim Wegweiser in das Dinkholdertal nach links schwenken. Wieder lässt uns ein Aussichtspunkt innehalten, bevor wir in das Tal des Dinkholder Baches wandern.

Unser Weg führt nun am Bach entlang zu einer Brücke am Sauerbrunnen. Diese Quelle ist seit 1565 bekannt und wurde schon 1593 von Tabernaemontanus, einem Arzt aus Bergzabern, gerühmt. Hier überqueren wir den Bach und steigen aus dem Dinkholder Tal auf einem Serpentinenpfad aufwärts. Oben angekommen, genießen wir die herrlichen Aussichten über das Tal und wandern am Hang entlang zu einem kleinen Pavillon, auch »Lusthäuschen« genannt.

Nun leitet uns der Rheinsteig in Serpentinen abwärts, um auf dem Zecherweg steil abzufallen, wobei die Marksburg immer näher rückt. Wir gelangen schließlich zur Straße »An der Alten Burg«, der Zufahrtsstraße zur Marksburg, und folgen dem Fußweg zur Burg. Nach der Besichtigung steigen wir auf Stufen hinab zum Parkplatz und kommen auf einem Pfad in den Ortskern von Braubach.

Rheinsteig Etappe 9 - Von Kestert nach Filsen
Rheinsteig Etappe 11 - Von Braubach nach Lahnstein

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied760 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWachport in Filsen.
EndpunktOrtsmitte von Braubach.
TourencharakterStreckenwanderung, vorwiegend auf bequemen Wegen mit kräftigen Auf- und Abstiegen
Beste Jahreszeit
KartentippRheinsteig, topografische Freizeitkarte, Maßstab 1:50000.
MarkierungenRheinsteig-Zeichen.
VerkehrsanbindungA 3 bis Anschlussstelle Limburg-Süd, auf B 54 und dann auf B 274 nach St. Goarshausen und auf B 42 über Kestert nach Filsen; Bahnstation.
GastronomieAuf der Marksburg: Marksburgschänke, Brauchbach: mehrere Möglichkeiten.
Tipps
Osterspay. Wo der Rhein zu einer großen S-Kurve ausholt, reihen sich Boppard auf der linken Seite und Filsen, Osterspay und Spay auf der rechten Seite. Osterspay wartet als einziger Ort am Rhein mit Nordhängen auf, die nicht für den Weinanbau geeignet sind. Obstanbau ist also hier die Devise, und Obstwiesen begleiten den Wanderer deshalb auch am Rheinsteig. Osterspay wurde im 10. Jh. erstmals erwähnt und kann mit schönen Fachwerkhäusern aus dem 16. bis 18. Jh. aufwarten. Darüber thront Schloss Liebeneck, das Ende des 16. Jh. errichtet wurde und noch in Privatbesitz ist.
Tourismusbüro
Tourist-Information Braubach, Rathausstraße 8, 56338 Braubach, Tel. 02627/976001, Fax 976005, E-Mail: info@braubach.de, Internet: www.braubach.de.

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