Reintalangerhütte (1366 m)


Eine verträumte Alpenvereinshütte und ein einzigartiger »Lido« in einem der großartigsten Hochtäler der Alpen. Wo kann man sonst noch seine Füße in den Gebirgsbach (die Partnach) hängen und eine kühle Mass dazu trinken? (Autor: Heinrich Bauregger)
28 km
1400 m
9.00 h
Vom Olympischen Skistadion in Garmisch folgt man eine knappe halbe Stunde lang dem asphaltierten, aber gesperrten Fahrsträßchen nahezu eben zum Eingang der Partnachklamm (diese Strecke kann auch mit Pferdedroschken zurückgelegt werden). Nach Entrichtung einer kleinen Gebühr nimmt einen sofort die dunkle und feuchte Klamm auf. Durch Tunnels und auf einem mit Geländern gesicherten breiten Weg durchschreitet man die gewaltig tosende und beeindruckende Klamm (mit nassem Hemd muss gerechnet werden), die kaum Licht von außen eindringen lässt.

Nach 20 Minuten wird man aber schon wieder ins grelle Tageslicht entlassen. Weiterhin auf breitem Wanderweg der Partnach entlang leicht ansteigend höher (von links mündet bald der steile Weg vom Berggasthaus Eckbauer ein) bis zum Steg über den Ferchenbach (Wanderverkehrsknotenpunkt! Zahlreiche Wegweiser). Rechts auf der breiten Forststraße weiter, über die Partnach und auf überwiegend schattigem Weg – immer der Partnach entlang – ins Reintal.

Der Weg steigt ständig leicht an und ist immer gut ausgeschildert. Man passiert eine Wegabzweigung und entfernt sich allmählich von der Partnach (nächste Abzweigung nach links ignorieren). Der breite Forstweg steigt etwas steiler an und erreicht (nach zwei Verzweigungen; hier immer links halten) das Ende der Fahrstraße bei einem Lagerplatz (Materiallager für die Reintalangerhütte). Nun auf schmalerem Weg weiter – hoch über der Hinterklamm – bald fallend hinab zur Partnach, bald über diese hinweg auf die andere Seite und leicht ansteigend durch schönen Hochwald bergan.

Man überquert den Reintalbach und kurz darauf wieder die Partnach und steht unmittelbar nach der Brücke vor der Bockhütte (1052 m; 3 Std.), die gerade zur rechten Zeit zur Einkehr lädt. Hier öffnet sich das Tal und zeigt die ersten Felsen des Reintals. Auf angenehm ebenem und freiem Wanderweg (Mark.-Nr. 801) talein und vorbei an den »Quellen der Sieben Sprünge«.

Man verlässt nun die Partnach wieder (sie versickert zwischendurch), steigt durch schönen Wald weiter leicht bergan und erreicht diese erst wieder bei der »Blauen Gumpe«, einem Rastplatz mit Sitzbank (links vom Weg). Man folgt weiter dem Talboden, steigt dann in Kehren über den folgenden Talriegel durch offeneres Gelände hinweg (schöner Wasserfall der Partnach) und erreicht durch ein Waldstück die Reintalangerhütte.
 

Dauer - Garmisch-Partenkirchen – Reintalangerhütte 5 Std., Abstieg 4 Std.; insgesamt 9 Std. Auf dieser Tour unbedingt eine Übernachtung einbauen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour28 km
Höhenunterschied1400 m
Dauer9.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterLeicht, aber lang. Der Weg durch die Partnachklamm erfolgt auf angelegtem, mit Geländer gesichertem Steig. Die Wanderung durch das Reintal erfolgt zunächst auf breiten Forstwegen, dann auf guten Bergwanderwegen. Ideal für Nicht-Schwindelfreie, trotz des alpinen Rahmens. Höhenunterschied - 700 m Hm im An- und Abstieg.
Beste Jahreszeit
KartentippTK 1 - 50 000 Werdenfelser Land (BLVA).
VerkehrsanbindungPKW - A 95 bis zum Ende, nach Garmisch-Partenkirchen, dort der Ausschilderung zur Kreuzeckbahn bzw. zum Olympischen Skistadion folgen. Großer Parkplatz. Mit Bahn/Bus: Mit dem Werdenfels-Takt nach Garmisch-Partenkirchen und vom Bahnhof mit dem Ortsbus zum Olympischen Skistadion.
GastronomieReintalangerhütte, 1366 m (AV-Hütte, bewirtschaftet Ende Mai bis Mitte Oktober, 26 Betten, 64 Lager; Tel. 08821/2903). Bockhütte, 1052 m (privat, im Sommer einfach bewirtschaftet, Brotzeit, Suppe und Getränke). Gaststätten am Eingang zur Partnachklamm.
Tipps
Die Partnachklamm kann gegen Gebühr auch im Winter durchwandert werden. Ein unvergleichliches Naturschauspiel! Während der Schneeschmelze ist die Klamm allerdings geschlossen. Die Reintalangerhütte bietet sich für eine Übernachtung in hochalpiner Umgebung an, zudem sich Hüttenwirt Charly Wehrle aufs Hackbrettspielen versteht. Und auch seine Hüttencrew ist nicht nur gastronomisch versiert, fast jeder spielt ein Instrument.
Unterkunft
Reintalangerhütte, 1366 m (AV-Hütte, bewirtschaftet Ende Mai bis Mitte Oktober, 26 Betten, 64 Lager; Tel. 08821/2903). Bockhütte, 1052 m (privat, im Sommer einfach bewirtschaftet, Brotzeit, Suppe und Getränke). Gaststätten am Eingang zur Partnachklamm.

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Heinrich Bauregger

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