Reichenhaller Haus

Das Reichenhaller Haus liegt hoch über dem namensgebenden Kurort in exponierter Lage knapp unter dem Hochstaufengipfel, dem östlichsten Vorposten der Chiemgauer Alpen. Traurige Berühmtheit erlangte das Unterkunftshaus, als im Jahre 1993 das Pächterehepaar durch Raubmord ums Leben kam. Der Hüttengipfel, der einen grandiosen Panoramablick bietet, ist in einer knappen Viertelstunde auf gutem Weg zu erreichen. (Autor: Heinrich Bauregger)
2 km
1100 m
3.00 h
1 Über die Steinernen Jäger Vom Parkplatz wandern wir zunächst auf der Forststraße durch Wald bergan bis zu einer Wegverzweigung. Dort halten wir uns rechts und wandern weiter durch Wald. Der Steig verengt sich. Über zum Teil freies Gelände – vorbei an einem Brunnen – steigen wir über die Buchmahd bis zum Ostgrat des Hochstaufens. Zuerst geht es links auf dem Grat weiter, dann etwas unterhalb durch gestuftes Gelände immer auf markiertem Steig zum Unterkunftshaus knapp unterhalb des Gipfels. 2 Von Mauthausen (Staufenbrücke) Am Parkplatz weist ein Schild auf den Anstiegsweg. Auf gutem Steig geht es sogleich in den Wald und bald steil in zahllosen Serpentinen hinauf, teilweise ausgesetzt, aber an den entsprechenden Stellen gesichert, zur Kammhöhe. Nun auf dem bewaldeten Kamm über den Fuderheustein (1321 m) und weiter zum felsigen Gipfelaufbau des Hochstaufens. Bei einer Einsenkung mündet rechts der Steig von der Mairalm ein und etwas weiter oben links der Weg von der Padingeralm. Nun weiter wie auf Hüttenweg 1. 3 Über die Bartlmahd Vom großen Parkplatz oberhalb der Padingeralm folgen wir zunächst dem bergwärts führenden Forstweg, bis nach einer Viertelstunde links der markierte breite Wanderweg über die Bartlmahd zum Hochstaufen abzweigt. Durch Wald aufwärts auf allmählich steiler werdendem Weg. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir die so genannte Bartlmahd, das als früheres Weidestück allerdings aufgrund von Aufforstung nicht mehr erkennbar ist. (Hier zweigt links ein schmaler Pfad zur Zwieselalm ab.) Nun geht es weiter in Serpentinen durch überwachsenes Geröll und über Felsen rechts haltend hinauf zum Grat, der die Staufengipfel miteinander verbindet. Der Weg bleibt jedoch breit und ungefährlich und führt meist etwas unterhalb der Gratlinie hinüber zum Hochstaufengipfel. Zuletzt noch einmal steil hinauf zum Reichenhaller Haus. 4 Ab Inzell-Adlgaß In Adlgaß folgen wir der Forststraße in östlicher Richtung (Wegweiser) über eine kleine Brücke, halten uns zweimal rechts und folgen im Wald dem Ziehweg entlang des Frillenseebaches. Dann wandern wir weiter bergan bis zu einer Wegverzweigung. Wir halten uns links (rechts geht es direkt zum Frillensee) und erreichen etwas oberhalb eine Forststraße, die wir überqueren. Dann folgen wir dem bergwärts abzweigenden Weg. In direkter Linie geht es weiter durch Wald aufwärts, wobei wir stets der Ausschilderung »Hochstaufen« folgen. Bei einer Verzweigung halten wir uns rechts, dann wieder links, bis zum Ende der Forststraße bei einem Wendeplatz. Hier beginnt der eigentliche Bergsteig. Durch lichten Wald steigen wir in Serpentinen aufwärts. Der gut angelegte und kürzlich erst erneuerte Steig führt uns über zahlreiche Stufen immer näher an die Felsen heran. Wir steigen direkt auf dem Grat bzw. auf dessen Westseite höher. Nach einer guten Stunde ab Wendeplatz biegen wir auf die Ostseite des Grates, wo wir an einem Marterl vorbeikommen. Immer geleitet von gut sichtbaren Markierungen steigen wir hinauf, schlüpfen durch Felsverengungen und wechseln dann wieder hinüber auf die Westseite. Zuletzt dann in leichten Serpentinen hinauf zum Gipfel des Hochstaufens und jenseits in wenigen Minuten hinab zum Reichenhaller Haus. 5 Von Aufham (Urwies) Kurz hinter Urwies beginnt links ein Wirtschaftsweg, der durch den Leitengraben durch Wald zur Hochalm und weiter zur Steineralm führt. Direkt vor der Alm führt links ein Wiesenpfad durch die Almwiesen, der jenseits der weiten Wiesenmulde zum Wald hin ansteigt und auf den Anstiegsweg von Inzell-Adlgaß mündet. Weiter auf diesem (Hüttenweg 4).

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied1100 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Über die Steinernen Jäger: 3 1/2 Std.; von Mauthausen (Staufenbrücke): 4 Std.; über die Bartlmahd: 3 Std.; von Inzell-Adlgaß: 3 1/2 Std.; von Aufham (Urwies): 3 1/2 Std. Schwierigkeit Mit Ausnahme des leichtesten Anstiegs über die Bartlmahd setzen alle Anstiege Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus. Gipfel Zeit Vom Reichenhaller Haus: 1/4 Std., Abstieg zur Hütte: 1/4 Std.; insgesamt: 1/2 Std. Schwierigkeit Gut angelegter, leichter Bergsteig.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Berchtesgadener Alpen (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Padinger Alm, 667 m (ganzjährig bewirtschaftet). Steineralm, 1100 m (privat, von Anfang Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet, 32 Lager; Tel. 08651/1201).
Tipps
Ein Besuch der Alten Saline in Bad Reichenhall in der Ludwigstraße. Nach ihrer Fertigstellung im Jahre 1851 galt sie als die schönste Saline der Welt. Heute kann man dort das Hauptbrunnhaus, den Quellenbau und das neu eingerichtete Salzmuseum besichtigen. Besonders eindrucksvoll sind dabei die Wasserräder im Hauptbrunnhaus. Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich von 10–11.30 Uhr und von 14–16 Uhr, November bis März nur Dienstag und Donnerstag von 14–16 Uhr.
Informationen
Der Hüttengipfel Der Hochstaufen, 1771 m, ist nicht der höchste Gipfel der Chiemgauer Alpen, aber sicher einer der markantesten. Vom Reichenhaller Haus führt ein guter Steig in einer Viertelstunde zum Gipfelkreuz. Wer den Hüttenweg von Inzell genommen hat, überschreitet den Gipfel auf dem Weg zum Unterkunftshaus.
Höchster Punkt
Reichenhaller Haus, 1750 m; Hochstaufen, 1771 m.
Unterkunft
Reichenhaller Haus, 1750 m (AV-Haus, Kat. I, bewirtschaftet von Mitte Mai bis Mitte Oktober, 6 Betten, 24 Lager; Tel. 08651/5566).

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