Rechenbergalm und Jochbergalm

Der Aufstieg zur Rechenbergalm und der Abstieg von der Jochbergalm erfolgen überwiegend auf Almsträßchen, der Übergang zwischen den beiden Almen auf Bergwanderweg bzw. Bergpfad. Nach Regenperioden ist diese Passage etwas matschig. Der Anstieg auf den Hochgern erfolgt auf Bergpfad, der Abstieg über das Hochgernhaus auf Bergwanderweg und Almfahrweg. Unterwössen - Burgaualm - Rechenbergalm - Rechenbergsattel - Jochbergalm - Kaltenbachgraben - Unterwössen. Variante - Jochbergalm - Hochgern - Hochgernhaus - Agergschwendalm - Unterwössen. (Autor: Heinrich Bauregger, Peter Freiberger)
11 km
784 m
4.00 h
Von Unterwössen zur Rechenbergalm Vom Parkplatz folgen wir dem ausgeschilderten Wirtschaftsweg („Rechenberg“, Markierungs-Nummer 7) in Richtung Hacklau. Von rechts mündet bald der Zustiegsweg vom Wössener See ein. Dann weiter zu breitem Almfahrweg, der uns rechts haltend durch Wald zuerst hinauf zur Burgaualm (960 m) bringt. Der breite Weg schlängelt sich in weiten Kehren durch die Südflanke des Rechenbergs und endet auf der Großen Rechenbergalm. Übergang zur Jochbergalm Rechts an der Alm vorbei und links über die freien Weidehänge (Markierungs-Nummer 58, rot markiert) an einer Fichtenreihe entlang zu einem Zaun. Über diesen hinweg und hinauf zum Rechenbergsattel. Nun auf der anderen Seite eben durch Wald bis wir nach einer halben Stunde auf einen Wirtschaftsweg treffen. Auf diesem die letzten Meter hinauf zu den Jochbergalmen mit herrlichen Ausblicken nach Osten zur Gurrnwand und nach Westen auf die Hochplatte und die Kampenwand. Abstieg zum Ausgangspunkt Vom Sattel, auf dem sich die Jochbergalmen befinden, folgen wir einem markierten Pfad in westlicher Richtung über die freien Hänge hinab. Weiter auf einem Steig durch Wald – dabei queren wir nach einer Viertelstunde eine Forststraße – und gelangen so zur verfallenen Oberen Eibialm. Von dort führt ein Wirtschaftsweg (Markierungs-Nummer 52) immer den Kaltenbach entlang, den wir ein paarmal kreuzen, hinab nach Unterwössen. Bei der Wegverzweigung im Tal können wir geradeaus weiter gehen oder links zum Wössener See hinüberqueren. Der Tipp für Kinder Gleich in der Nähe des Ausgangspunktes, am Fuße des Rechenbergs, befindet sich der idyllisch gelegene kleine Wössener See – übrigens kein Natursee, sondern ein aufgestauter Bach – mit Badeanstalt, Bootsverleih und Einkehrmöglichkeit. Für kleine Kinder gibt es einen Nichtschwimmerbereich und einen Spielplatz.

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied784 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz an der Hochgernstraße in Unterwössen-Grund (575 m) oder am Strandbad Wössener See.
TourencharakterAuf unserer Almrunde auf der Südseite des Hochgern besuchen wir zwei Almgebiete der Unterwössener Bauern - die Rechenbergalm und die Jochbergalm. Falls wir die Runde ausdehnen wollen, können wir noch zwei weiteren Almen einen Besuch abstatten. Die Große Rechenbergalm auf der Südseite des Rechenbergs ist ein Kaser (der Begriff kommt übrigens nicht vom Käse, sondern vom lateinischen „casa“ = Haus), der in der jetzigen Form seit etwa 1860 besteht und in der Zwischenzeit nur unwesentlich verändert wurde; es wurden lediglich Tür- und Fensterstöcke ausgewechselt. Neben dem Vieh des Bauern aus Burgau wird auch Pensionsvieh von mehreren Bauern aus dem Alpenvorland auf die Alm getrieben. So sind es im Sommer über 45 Stück Jungvieh, zwei Kühe und einige Hennen. Die Kühe werden für die Butter und den Käse benötigt, der hier oben hergestellt wird. Es gibt Milch, Buttermilch und diverse Brotzeiten. Das Geräucherte auf dem Teller stammt aus der eigenen Produktion. Wenn die Sennerin Zeit hat und die Hennen Eier gelegt haben, wird auch schon mal ein Kaiserschmarrn angeboten. Nach dem Ende der Almsaison gibt es keinen besonderen Almabtrieb, das Pensionsvieh wird unspektakulär mit Transportern in die heimischen Ställe gebracht. Die drei Gemeinschaftsalmen auf dem Jochberg sind Berechtigungsalmen von drei Unterwössener Bauern: so gibt es den Mesnerkaser, den Unterwidholzerkaser und den Oberwidholzerkaser. Letzterer sticht unter den anderen etwas heraus, denn er ist ein Demeter-Betrieb, also eine Ökoalm. Der Oberwidholzerkaser betreut zwei bis drei Kühe und etwa 15 Stück Jungvieh. Gelegentlich sind auch trächtige Kühe dabei. Butter, Almkäs und Frischkäs werden vor Ort hergestellt und auch verkauft. Auf allen drei Kasern können Wanderer zu almtypischer Brotzeit einkehren. Auf der „Almplatte“ findet sich ebenfalls Selbstgeräuchertes. Auch hier oben wird der Almsommer ohne viel Aufhebens beendet.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte BLVA, 1 - 50 000, Blatt „Chiemsee - Chiemgauer Alpen“.
VerkehrsanbindungAuf der Salzburger Autobahn (A 8) bis Ausfahrt Bernau oder Grabenstätt, auf der Landstraße über Marquartstein nach Unterwössen. Zufahrt zum Parkplatz vom südlichen Ortsrand über Hausergasse und Hochgernstraße (ca. 1,2 km ab der Deutschen Alpenstraße). Mit der Bahn bis Übersee, dann mit RVO-Bus über Marquartstein nach Unterwössen. Bushaltestelle Grund.
GastronomieRechenbergalm (1160 m), von Mitte Mai bis Ende Oktober bewirtschaftet; Jochbergalm (1240 m), von Anfang Juni bis Ende September bewirtschaftet. Weitere Einkehrmöglichkeiten - Bei der Gipfelrunde berühren wir auch das Hochgernhaus, die Enzianhütte und die Agergschwendalm, die ebenfalls bewirtschaftet sind; Gasthaus „Zum Seewirt“ am Wössener See.
Informationen
Dauer - Von Unterwössen auf die Rechenbergalm 1 1/2 Std.; Übergang zur Jochbergalm 1/2 Std.; Abstieg nach Unterwössen 2 Std. Gesamtgehzeit: 4 1/2 Std. Für den Abstecher zum Hochgern muss man weitere 2 Std. Gehzeit einplanen.