Rauschbergbahn

Auf dem Gipfelkamm des Rauschbergs breiter Wanderweg (Alpiner Lehrpfad), der Übergang zur Kienbergalm erfolgt auf einem Almfahrweg, der Anstieg auf den Streicher auf Bergsteig, zurück zur Talstation geht es dann auf Bergsteig, Forstweg oder Wanderweg. Lediglich der Abstieg durch die Westseite des Berges über die große Schuttreise (Weg-Nr. 2) erfordert Trittsicherheit. (Autor: Heinrich Bauregger)
2 km
215 m
4.00 h
Die steile Fahrt hinauf mit der Rauschbergbahn beschert uns bereits zu Beginn aufregende Tiefblicke auf das Ruhpoldinger Talbecken. Die Bergstation liegt nur knapp unterhalb des Vorderen Rauschbergs. Unser Blick schweift von dort oben über den Hochfelln, die Hörndlwand und das Sonntagshorn.
Hier oben ist viel los - Drachenflieger, naturkundlich Interessierte, Wanderer und auch ganz »normale« Bergausflügler geben sich hier ein Stelldichein. Beim Rauschberghaus kann man sich Liegestühle zum Sonnen ausleihen, dort werden auch Hüttenabende und sogar Sonnenuntergangsfeste veranstaltet. Die umliegenden Gipfel sind nur wenig höher als die Bergstation, bieten aber faszinierende Tiefblicke auf Inzell. Im Wesentlichen wird also bergab gewandert, und da bieten sich mehrere Möglichkeiten an.
Zum Hinteren Rauschberg.
Von der Bergstation bummeln wir zuerst auf dem breiten Höhenrücken zum Vorderen Rauschberg (1645 m) hinauf, dann gehen wir weiter in Richtung Osten. Rechts unterhalb liegt das Rauschberghaus. Der knapp zwei Kilometer lange Alpenlehrpfad, der dann beginnt – es handelt sich hier jedoch um einen breiten, auf den ersten 1,25 Kilometern sogar rollstuhlgerechten breiten Wanderweg –, gibt uns Informationen zu Flora und Fauna und zur Entstehung der Alpen. Bis auf die letzten Meter zum Hinteren Rauschberg (1671 m), die dann steiler werdend durch eine Latschengasse führen, ist dieser Weg also ein bequemer Spazierweg.
Übergang zum Streicher.
Vom Hinteren Rauschberg gehen wir dann ein Stück des Weges zurück bis zu einer Wegabzweigung nach links und steigen nun hinab zu einem Fahrweg. Dieser führt uns dann über die Rauschbergalm Richtung Osten in den Sattel zwischen Hinterem Rauschberg und dem Streicher. Bei der Wegverzweigung rechts hoch zur Kienbergalm. Von dort aus machen wir einen kurzen Gipfelabstecher auf den Streicher (1594 m), der mit einem herrlichen Tiefblick auf Inzell belohnt wird. Am Beginn des Fahrweges bei der Kienbergalm führt rechts ein Pfad am Rand der Almwiesen hoch. In etwa einer Viertelstunde erreichen wir den Gipfel, den ein kleines Kreutz schmückt.
Abstieg über den Rauschberglahner zur Talstation.
Von der Kienbergalm gehen wir auf dem Fahrweg wieder zurück in den Sattel unterhalb, dann wandern wir rechts in Kehren talwärts durch einen bewaldeten Graben (im Winter ist hier Skiabfahrt) und vorbei an einer Forsthüttte bis zu einer Wegverzweigung. Hier halten wir uns nun links und umrunden somit in einem Halbbogen den Rauschberg. Bei der nächsten Wegkreuzung wandern wir wieder links über den Rauschberglahner, bis wir auf einen von Süden kommenden Steig treffen. Auf diesem geht es nun rechts hinab zu einer Forststraße, die uns bis hinab zur Deutschen Alpenstraße führt (kleiner Parkplatz). Dort zweigt links ein breiter Weg zur Talstation der Rauschbergbahn ab.
Abstiegsrunde über die Kaitelalm.
Von der Kienbergalm führt ein ausgeschilderter Wanderweg in Richtung Osten und dann in einem serpentinenreichen Rechtsbogen steil hinab zur Kaitelalm. Von der Kaitelalm wandern wir auf einem Almfahrweg über die Schwarzachenalm hinaus in die Laubau. In Höhe des Holzknechtmuseums (siehe hierzu »Unser Tipp«) zweigt unser Weg rechts ab, quert die Schwarzachen und führt schließlich immer am Bergfuß entlang zurück zur Talstation der Rauschbergbahn.
Abstieg über die Sandreise.
Wer eine alpine Abstiegsroute sucht, ist mit dem Steig durch die Westflanke des Berges bestens bedient. Der Weg Nr. 2 führt kurz hinter dem Rauschberghaus rechts vom Sessellift über einen steilen Hang hinab zur Vorderen Rauschbergalm, wendet sich dort rechts und führt dann nach einem schönem Aussichtspunkt mit Kreuz durch die steile Westflanke des Berges – unter der Bergbahn hindurch – zu einer Forststraße. Auf dieser wandern wir links hinab zur Deutschen Alpenstraße und anschließend links auf Wanderweg zurück zur Talstation.

Dauer.
Von der Bergstation zum Hinteren Rauschberg 1 Std., Übergang zur Kienbergalm 3/4 Std., Aufstieg zum Streicher 1/2 Std., Abstieg zur Talstation je nach gewählter Route 2 – 3 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied215 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktTalstation der Rauschbergbahn
EndpunktTalstation der Rauschbergbahn
TourencharakterDie 1952 erbaute und 1953 in Betrieb genommene Großkabinenbahn überwindet von der Talstation (710 m) bis zur Bergstation (1626 m) bei einer Seillänge von nur 1650 m einen Höhenunterschied von 916 m; eine steile Auffahrt ist also garantiert. Die Fahrzeit beträgt 5 Min. Die jeweils 20 Personen fassenden Kabinen sind alle 8 Min. unterwegs.
Beste Jahreszeit
KartentippBLVA, topografische Karte, 1 - 50 000, Chiemsee – Chiemgauer Alpen.
VerkehrsanbindungAuto. Salzburger Autobahn (A 8) bis Ausfahrt Siegsdorf, dann nach Ruhpolding und weiter Richtung Reit im Winkl. Zwei Kilometer nach dem Ortszentrum links auf die Deutsche Alpenstraße (B 305) und gleich wieder rechts zur Talstation der Rauschbergbahn. Bahn/Bus. Mit der Bahn von München nach Traunstein, Nahverkehrszug nach Ruhpolding; von dort fährt ein Bus zur Talstation der Bergbahn.
GastronomieRauschberghaus. (1640 m) in Nähe der Bergstation, nahezu ganzjährig bewirtschaftet, keine Übernachtung, aber mit Kinderspielplatz. Restaurant Taubensee. (710 m) an der Talstation, während der Betriebszeiten der Rauschbergbahn bewirtschaftet. Kienbergalm. (1425 m), während der Weidezeit einfach bewirtschaftet. Kaitelalm. (970 m) in der Weidesaison durchgehend einfach bewirtschaftet, davor und danach an den Wochenenden.
Tipps
Das Holzknechtmuseum in der Laubau zeigt Arbeits- und Lebensbedingungen der Waldarbeiter. Der vor allem für den Salinenbetrieb notwendige Holzschlag wurde zeitweise in großem Stil betrieben. Werkzeuge, Transportmittel und soziales Leben der Holzknechte füllen das Museumsgebäude, im angeschlossenen Freigelände stehen teils originale, teils nachgebildete Holzknechtunterkünfte. Öffnungszeiten - Februar bis Oktober Dienstag bis Sonntag 13– 17 Uhr, November bis Januar Samstag und Sonntag 13– 17 Uhr. Tel. 08663/639.
Höchster Punkt
Hinterer Rauschberg (1671 m), Streicher (1594 m).
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