Rastkogelhütte

Bitte beachten: Angegebene Km-Distanz bezieht sich auf die Tour incl. Gipfelbesteigung. Reine Distanz zur Hütte und retour: 5 Km. Daher leichter, relativ schneller Hüttenzustieg (Autor: Siegfried Garnweidner)
18 km
240 m
1.00 h
Hüttenzustieg.
Beim Parkplatz beginnt ein Fahrweg. Er steigt gering gegen Nordwesten an und verzweigt sich in der ersten scharfen Kehre. Dort auf den Wanderweg abbiegen und über die weiten, freien Hänge der Schafleitenalm weiter. Der Weg führt ohne besonders spannende Abschnitte zur Rastkogelhütte. Kommt man mit dem Mountainbike oder einem geländegängigen Kinderwagen (und einer Bombenkondition), kann man die Hütte auch auf dem parallel zum Wanderweg verlaufenden Sträßchen in Angriff nehmen.
Auf den Rastkogel.
So ein kurzer Hüttenzustieg ist für gestandene Bergsteiger natürlich viel zu wenig. Sie halten nach Gipfelzielen Ausschau, wenn sie sich nicht sowieso eins vorgenommen haben. Da gibt es gleich mehrere lohnende, schnell und leicht zu erreichende Aussichtsberge wie Rauhenkopf, Gipfel und Roßkopf. Zu ihnen gibt es bezeichnete Routen. Der beliebteste Gipfel des ganzen Reviers dürfte aber der Rastkogel sein. Mit 2762 Metern überragt er alle anderen Bergeshöhen der näheren Umgebung und bietet deshalb naturgemäß die umfassendste Rundschau. Auch dieser Anstieg ist nicht besonders schwierig, aber enorm lang. Und weil die Route auf weiten Strecken eben oder ständig auf und ab führt, kann dem einen oder anderen die Lust auf den Rastkogel unterwegs vergehen. Damit keiner verzagen muss, kann man umdisponieren und den kürzeren und noch einfacheren, 2576 Meter hohen Roßkopf zum Tagesziel küren.
Für den Rastkogel selber sind ab Hütte zwar nur rund 750 Höhenmeter zu bewältigen, doch braucht man wegen der großen Entfernung für Auf- und Abstieg je rund 3 Stunden. Der Bergweg auf den Rastkogel verläuft hinter der Hütte an einem kleinen See vorbei und in ständigem, geringfügigen Auf und Ab in das 2127 Meter hohe Sidanjoch. Dort fängt sich meist ein kalter Wind und wenn es recht ungemütlich ist, geht man gleich weiter. Die Route führt auf einem breiten Rücken gegen Westen immer wieder leicht auf und ab, an ein paar Himmelsaugen (kleine Bergseen) und am Kotierungspunkt (2231 m) südöstlich vorbei. Bald dahinter zweigt der oben erwähnte Anstieg zum Roßkopf rechts ab. Dann geht es zu zwei klaren Bergseen hinunter und eben weiter. Man ist zwar schon lange unterwegs, aber viel Höhe ist noch nicht geschafft. Hinter den Seen geht es allerdings richtig aufwärts. Der Pfad steigt nach Süden an und wendet sich zwischen rauem Blockwerk etwas nach links. Er führt an einem schmalen Bächlein entlang und neben einer steilen Runse, in der bis weit in den Sommer hinein Schnee liegt, steil bergauf. Deutliche Pfadspuren und viele Markierungspunkte weisen im Geröll und auf kargen Wiesenflächen gegen Südwesten weiter. Endlich kommt man an den forschen Gipfelfuß heran. Nun gegen Nordwesten ziemlich ungemütlich (aber nicht schwierig) über Felsen hinauf und gleich darauf steht man beim Gipfelkreuz.
Der Rückweg verläuft entlang der Aufstiegsroute.

Dauer: Auf: 3/4 Std. Ab: 1/2 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied240 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHüttenparkplatz in der dritten Kehre der Zillertaler Höhenstraße (1881 m)
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterGrauwacken nennen Geologen das Gestein, das rund um den Rastkogel die Berge bildet. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich dabei um keine recht ansprechenden, bizarren Felsgebilde, sondern eher um breite, behäbige Rücken, die nur hin und wieder einen Zacken hervorbringen. Für Wanderer, die hoch hinaus wollen, bergen diese Berge deshalb keine besonderen Schwierigkeiten und die eine oder andere stramme Bergtour lässt sich ohne herausragende alpinistische Bravourleistungen auch von weniger erfahrenen, aber konditionsstarken Bergfreunden meistern. Dass sich diese Berge hervorragend für den Tourenskilauf eignen, ist kein Geheimnis. Deshalb ist die Rastkogelhütte zwischen Weihnachten und Ostern offen.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte 1:50000, Blatt 37 (Zillertaler Alpen–Tuxer Alpen)
VerkehrsanbindungMit dem Auto von Hippach im Zillertal zum Ausgangspunkt, Busverbindung von Hippach-Schwendberg zur Atlas-Sportalm
Tipps
Alternative Routen. Bei der Atlas-Sportalm, in der Nähe der Mautstelle für die Zillertaler Höhenstraße endet die Buslinie, die von Hippach- Schwendau im Zillertal heraufführt. Dort beginnt ein schmaler Fahrweg, der in das lange Sidantal hineinführt. Auch auf ihm lässt sich die Rastkogelhütte über den Schafleitenalm-Niederleger und die Sidanalm gut erreichen. Im Winter wird vornehmlich auf dieser Route mit Skiern zur Hütte angestiegen.
Informationen
Hüttensteckbrief. Höhe: 2117 m, Erbaut: 1955, DAV-Sektion Oberkochen, Bewirtschaftet: von Pfingsten bis Mitte Oktober und für Skitourengeher von Weihnachten bis Ostern, 30 Betten, 70 Lager, offener Winterraum, Telefon: +43(0)5285/8197.
Tourismusbüro
Hippach, Tel.: +43(0)5282/3630; www.tirol.at/hippach
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