Radltour auf den Spuren des Blauen Reiters

In Anlehnung an die Künstlervereinigung: Der Blaue Reiter von Franz Marc und Wassily Kandinsky wird die Gegend südlich von Murnau auch Das Blaue Land genannt. Unsere Radtour führt vom Haus der Gabriele Münter, der Lebensgefährtin Kandinskys, in dem der Maler längere Zeit lebte, zum Franz-Marc-Museum in Kochel. (Autor: Michael Pröttel)
39 km
330 m
4.00 h
Vom Bahnhof führt die Tour auf der Straße parallel zu den Gleisen in Richtung Strandbad und folgt dann der Beschilderung ins Zentrum. Nach der zweiten Brücke folgt man immer der Beschilderung Münter-Haus, bis man das Haus der Malerin erreicht hat. Nach der Besichtigung, die nur etwa eine halbe Stunde in Anspruch nimmt, aber einen schönen Eindruck von der Wirkungsstätte Münters und Kandinskys vermittelt, fährt man wieder zur Hauptstraße hinunter und biegt nach rechts in die Mühlstraße ab, die nach Süden aus Murnau hinausführt.

Erste Einkehr am Ramsach-Kircherl

An der Kreuzung mit der Ramsachstraße folgt man dieser nach rechts. Man erreicht bald das nette Ramsach-Kircherl, neben dem ein wunderschön gelegener Biergarten zu einer ersten Einkehr verführt. Hier biegt man nach links ab, überquert eine Brücke und folgt nun immer dem breiten und flachen Moosrundweg.

Nach knapp vier Kilometern teilt sich der Fahrweg. Die Route führt weiter geradeaus und bleibt auf derselben Seite des parallel zu ihr fließenden Baches (Schild Grafenaschau 4,4 km)Weiter entlang des Baches geht es nun wieder ein Stück lang zurück in Richtung Norden. Der Weg wendet sich wieder nach Westen und stößt auf eine Asphaltstraße, in die man nach links einbiegt und auf dem Fahrradweg nach Grafenaschau fährt. Am Ortsende des kleinen Ortes folgt man der Schwaigenerstraße weiter nach Süden. Nach drei Kilometern muss man aufpassen. Nach einem abfallenden Abschnitt verlässt man die Straße und biegt nach links in eineAsphaltstraße ein (kein Wegweiser, nur KFZ-Durchfahrtsverbotsschild).

Diese Straße führt am ehemaligen Tagebau Langer Köchel vorbei, über den eine interessante Infotafel am Wegesrand informiert, und weiter sehr schön durch das Murnauer Moos nach Osten. Alle Möglichkeiten, vom Asphaltweg abzubiegen, ignoriert man dabei. Man überquert die Autobahn und fährt an der nächsten Gabelung nach links. Kurz darauf muss man ein Stück lang der Hauptstraße nach links in Richtung Murnau folgen. Nachdem die Autobahn unterquert wurde, biegt man nach rechts in Richtung Ohlstadt ab (kurz danach Abkürzungsmöglichkeit Richtung Murnau – siehe Variante 1), das man bald darauf erreicht.

Am Landesgestüt Schwaiganger vorbei

Man fährt geradeaus durch den Ort hindurch und biegt kurz vor dem Ortsende von der Hauptsraße nach rechts ab (kleines Schild Radweg Großweil). Sehr schön geht es nun mal bergab, mal bergan in Richtung Norden zum Gestüt Schwaiganger. Hier fährt man nach links und am Parkplatz wieder nach rechts und folgt nun ohne jegliche Orientierungsprobleme immer dem Radweg, der parallel zur Hauptstraße nach Großweil führt.

Von hier fährt man weiter geradeaus, nun in etwa südlicher Richtung, auf der Straße nach Schlehdorf. Hier muss man sich an der markanten Linkskurve kurz vor dem Kochelsee entscheiden: Entweder man folgt der Straße nach links und gelangt über einen schönen Radweg nach Kochel. Oder man nimmt die landschaftlich äußerst reizvolle Variante über das Südufer und den so genannten Felsenweg. Bei dieser muss man allerdings das Fahrrad ein Stück lang schieben. Hierfür biegt man nach rechts in die Seestraße ab und folgt nun immer der BeschilderungWalchenseekraftwerk über Felsenweg.

Zunächst noch auf Asphaltwegen (an der Gabelung links) geht es zum Ortsteil Raut, hinter dem sogleich der schmale Felsenweg beginnt. Hier muss man das Fahrrad etwa 20 Minuten lang schieben und an einer Treppe auch einmal tragen.Als Belohnungwinkt ein ausgesprochen schöner Aussichtsplatz mit Blick auf den Kochelsee und den dahinter aufragenden Jochberg. Der Weg wird nun wieder zum Fahrweg und führt durch den Wald hinab zu einerWiese. Hier lohnt sich im Sommer ein Abstecher nach links zu einem sehr schönem Badeplatz.

Zum Franz-Marc-Museum in Kochel

Weiter geradeaus geht es auf die markanten, vom Walchensee herabkommenden Rohre des Wasserkraftwerks zu und vor diesen nach links. Nicht nur Technikfreaks ist ein Besuch des Kraftwerk-Infozentrums zu empfehlen. Bald stößt man auf die Hauptstraße (Kesselbergstraße) und folgt dieser weiter geradeaus nach Kochel.

Kurz nach dem Ortsanfang zweigt auch schon nach rechts der schmale Asphaltweg zum Franz-Marc-Museum ab. Das 2008 durch einen Neubau erweiterte Museum zeigt neben – zugegeben nicht sehr zahlreichen – Werken des Blauen-Reiter-Künstlers interessante Wechselausstellungen.

Links unterhalb des Museums überquert man schließlich eine kleine Brücke und folgt dann nach rechts dem Herzogstandweg, der in immer gleichbleibender Richtung nach Norden zurück zur B11 in Kochel führt. Hier fährt man nach rechts und erreicht kurze
Zeit später den Bahnhof.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour39 km
Höhenunterschied330 m
Dauer4.00 h
StartortMurnau (692m)
Ausgangspunkt Murnau (692m), Bahnhof
Endpunkt Kochel (605m), Bahnhof
TourencharakterIn Anlehnung an die Künstlervereinigung: Der Blaue Reiter von Franz Marc und Wassily Kandinsky wird die Gegend südlich von Murnau auch Das Blaue Land genannt. Unsere Radtour führt vom Haus der Gabriele Münter, der Lebensgefährtin Kandinskys, in dem der Maler längere Zeit lebte, zum Franz-Marc-Museum in Kochel. Den Namen Der Blaue Reiter erfanden die beiden Maler übrigens am Kaffeetisch einer Gartenlaube in Sindelsdorf, wie Kandinsky in seinem Rückblick erzählte: »Beide liebten wir Blau, Marc Pferde, ich Reiter. So kam der Name von selbst.«
Beste Jahreszeit
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A95 von München zur Ausfahrt Murnau und der Beschilderung folgend nach Murnau, in Bahnhofsnähe parken (Parkleitsystem); zurück von Kochel nach Murnau mit dem RVO-Bus 9611 oder mit dem Rad (s.re.).
Mit dem Zug von München nach Murnau; zurück von Kochel nach München mit Umsteigen in Tutzing.
GastronomieMurnau, Ohlstadt, Schlehdorf und Kochel: diverse Gasthäuser; Guglhör: Gasthaus mit Biergarten, geöffnet Fr–So nur bei schönem Wetter, Tel. 08841/62 65 88
Tipps
Variante 1 – Abkürzung: Wer mit Kindern unterwegs ist oder sein Auto in Murnau geparkt hat, kann kurz vor Ohlstadt (siehe Wegbeschreibung) der Fahrradweg- Beschilderung folgen und die Loisach entlang zurück nach Murnau fahren.
Informationen
Variante 2 – Verlängerung: Konditionsstarke Fahrradfahrer können von Kochel aus über Großweil und Guglhör nach Murnau zurückfahren, müssen dabei jedoch abermals ein Stück lang das Fahrrad schieben: Hierzu sollte man auf dem Hinweg die Variante am Südufer des Kochelsees wählen (s.o.) und dann von Kochel auf dem Radweg in Richtung Schlehdorf fahren. An der Loisach biegt man nach rechts in Richtung Großweil ab. Immer die Losiach entlang geht es nun nach Großweil. Der Weg trifft auf eine Straße, der man nach rechts folgt. Bevor man aus dem Ort herauskommt, biegt man nach links in den Loisachweg in Richtung Guglhör ab, der nun die A95 unterquert. Der Weg wird bald zu einem Erdweg, auf dem man eine Kuhweide überquert (zwei Gatter unbedingt wieder schließen). Die Route steigt nun im Wald steil an. Kurz nach einem Strommasten aufpassen. Man muss hier nach links vom Fahrweg abbiegen (nicht mehr lesbare Holzschilder an Bäumen) und, das Fahrrad schiebend, zunächst über Wurzeln, dann entlang einem Wiesenpfad, danach durch Niederwald und über einen kleinen Bach wieder auf einen Fahrweg und diesem nach rechts folgen. Es geht noch einmal steil bergan, bevor man sich im Biergarten Guglhör die mehr als verdiente Radlermaß genehmigen darf – und dabei die grandiose Aussicht auf die Zugspitze genießt. Von Guglhör geht es dann fast nur noch abfahrend zunächst auf einem Schotterweg, dann auf einer Asphaltstraße zurück nach Murnau, wobei man alle Abzweigungen nach links oder rechts ignoriert.