Purtschellerhaus

Der alleinige Hausberg ist natürlich der Hohe Göll, der vom Purtschellerhaus von geübten Bergwanderern in drei Stunden erstiegen werden kann. Deutlich weiter ist der Übergang über den gesamten Göllstock zur nächstgelegenen Alpenvereinshütte, dem Carl-von-Stahl-Haus, denn dafür muss man sechseinhalb Stunden Gehzeit veranschlagen. (Autor: Heinrich Bauregger)
1 km
35 m
1.00 h
1 Von der Roßfeldstraße Wir folgen vom Parkplatz an der Roßfeldstraße der Markierung ein Stück in Richtung Ofnerboden, dann wandern wir links auf breitem Wanderweg hinunter zum Eckersattel (1412 m). Von dort führt ein steiler Serpentinenweg hinauf zum aussichtsreichen Haus. 2 Von der Enzianhütte Von der Enzianhütte an der Roßfeldstraße führt ein kleines Bergsträßchen zunächst hinauf zum Eckersattel (1412 m), dort geht es dann rechts – auf der bayerischen Seite – sehr steil hinauf zur Hütte. 3 Von Kuchl (Gasteig) Von Kuchl aus wandern wir auf einem ausgeschilderten Weg hinauf nach Gasteig bzw. vom Parkplatz am Ende der Fahrstraße im oberen Weißenbachtal (oberhalb des Loherbauerns) rechts auf markiertem steilem Weg durch waldiges Gelände hinauf zur Dürrfeichtenalm (1344 m). Dann biegen wir links auf einen Almfahrweg zum Eckersattel (1412 m). Von dort geht es entweder direkt über den Eckerfirst oder davor – weniger steil – auf der österreichischen Seite hinauf zur Hütte.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour1 km
Höhenunterschied35 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDie nach dem Pionier des führerlosen Bergsteigens Ludwig Purtscheller benannte gemütliche Unterkunftshütte auf der Nordostseite des Hohen Göll am Eckerfirst wurde im Jahre 1900 eröffnet und 1910 erweitert. Ursprünglich sollte das neu gebaute Alpenvereinshaus »Göll«-Hütte getauft werden, der plötzliche Tod von Purtscheller am 3. März 1900 (er ist auf dem Salzburger Kommunalfriedhof beigesetzt) führte aber einen Sinneswandel herbei. Als Kuriosität bleibt anzumerken, dass das Haus zur Hälfte auf österreichischem und zur anderen Hälfte auf bayerischem Boden steht. Durch diesen Umstand kam dem Purtschellerhaus in den Nachkriegsjahren, als die Grenze zu Österreich geschlossen war, eine besondere Bedeutung zu, denn hier konnten sich getrennte Familien und Freunde ohne Grenzhändel treffen. Heute wird die Hütte von dem Bergführerehepaar Christl und Heinz Zembsch geführt. Der alleinige Hausberg ist natürlich der Hohe Göll, der vom Purtschellerhaus von geübten Bergwanderern in drei Stunden erstiegen werden kann. Deutlich weiter ist der Übergang über den gesamten Göllstock zur nächstgelegenen Alpenvereinshütte, dem Carl-von-Stahl-Haus, denn dafür muss man sechseinhalb Stunden Gehzeit veranschlagen.
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von der Roßfeldstraße: 1 Std.; von der Enzianhütte: 1 1/2 Std.; von Kuchl (Gasteig): 3 1/2 Std. (ab Parkplatz in Gasteig 2 1/2 Std.). Schwierigkeit Leichte Wanderungen auf guten Wegen von jedem Ausgangspunkt aus. Gipfel Zeit Vom Purtschellerhaus: 3 Std., Abstieg zur Hütte: 2 Std.; insgesamt: 5 Std. Schwierigkeit Der Gipfelweg (Salzburger Weg) zum Hohen Göll ist gut markiert, erfordert jedoch unbedingte Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, einige Seilsicherungen.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Berchtesgadener Alpen (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Ahornkaser, 1500 m (an der Roßfeldstraße, ganzjährig bewirtschaftet). Roßfeldhütte, 1461 m (privat, ganzjährig bewirtschaftet, keine Übernachtung; Tel. 08652/948720).
Tipps
Die Enzian-Branntweinhütte am Eckerfirst: Berchtesgaden ist das Zentrum der Enzianschnapsbrennerei in Deutschland. Die Firma Graßl unterhält noch drei ursprüngliche Brennhüttten in den Berchtesgadener Alpen, wo das hochprozentige Gebräu noch nach uraltem Verfahren gebrannt wird.
Informationen
Der Hüttengipfel Hoher Göll, 2522 m: Der »Abstecher« auf diesen markanten Felsberg ist kein Spaziergang, doch für den berggewohnten Geher ist die Gipfelbesteigung ein echter Genuss. Vom Purtschellerhaus steigen wir zunächst über den grasigen First hinauf zu den Felsen des Nordostgrats. Von dort leitet uns der markierte Steig zu einem Gratabsatz mit Kreuz. Dort steigen wir nun wieder etwas ab, bis an den Fuß eines steilen Grats. Von hier bieten sich nun zwei Möglichkeiten für den Weiterweg an: Links steigt man über steile, zum Teil gesicherte Bänder hinauf zum Grat, rechts weist eine Tafel zum »Schusterweg«, einem Klettersteig. Die beiden Wege vereinigen sich wieder auf der so genannten Göllleite. Dort angekommen, überqueren wir den weiten, geröllbedeckten Rücken und erreichen schließlich den berühmten Aussichtsgipfel mit Kreuz.
Höchster Punkt
Purtschellerhaus, 1692 m; Hoher Göll, 2522 m.
Unterkunft
Purtschellerhaus, 1692 m (AV-Hütte, Kat. I, bewirtschaftet von Pfingsten bis Mitte Oktober, je nach Schneelage, 18 Betten, 72 Lager, Winterraum 4 Lager; Tel. 08652/2420).

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