Prinz-Luitpold-Haus

Das Prinz-Luitpold-Haus wurde 1880/81 erbaut, mehrfach erweitert (zuletzt 1974/75) und gehört zu den beliebtesten Bergsteigerunterkünften in den Bayerischen Alpen. (Autor: Heinrich Bauregger)
5 km
815 m
4.00 h
1 Von Hinterstein (Giebelhaus) Mit Bus oder zu Fuß gelangen wir auf einem für öffentlichen Verkehr gesperrten Fahrweg durchs Ostrachtal zum Giebelhaus. Dort überqueren wir links die Ostrach und wandern weiter ins Bärgündeletal. Der Fahrweg (rechts parallel dazu Fußweg, der weiter hinten wieder auf den Fahrweg stößt) führt weiter bis zur Pointalm, kurz vor der Talstation des Materiallifts zum Prinz-Luitpold-Haus. Dort geht es links auf Bergweg durch Wald hinauf zur Unteren Bärgündelealp und über Alpweiden und durch Latschen – zuletzt in Serpentinen – hinauf zum Alpenvereinshaus. 2 Von Hinterhornbach Vom Gasthof Hochvogel am hinteren Ende von Hinterhornbach wandern wir auf Forstweg (Mark.-Nr. 421, durchgehend) bergan, bis wir auf den vom Gasthof Adler heraufführenden Weg treffen. Nun halten wir uns links und steigen relativ steil durch Nadelwald bergan. Man überquert dabei viermal einen Wirtschaftsweg und gelangt so in Serpentinen zum Ende eines Forstweges. Es geht weiter steil bergan, nun durch die Latschenregion zur unbewirtschafteten Schwabeckhütte (1699 m). Hier ist ein herrlicher Platz zum Rasten mit freiem Blick ins Tal und auf den Hochvogel. Auf gutem Steig geht es nun weiter weniger steil ansteigend durch Latschen in Serpentinen hinauf zum Fuß des Gipfelaufbaus auf der Südostseite des Hochvogels (hier zweigt links der Bäumenheimer Weg ab, der direkt auf den Hochvogel führt). Hier wandern wir rechts auf Wanderweg weiter zum Fuchsensattel (2039 m), überschreiten diesen und steigen links hinab durch das Fuchskar. Dann geht es wieder ansteigend in den »Kalten Winkel« (Firnfeld). Bei der Wegverzweigung am »Sättele« halten wir uns rechts und steigen weiter zur Balkenscharte (2156 m) hoch und jenseits hinab zum Prinz-Luitpold-Haus. 3 Übergang vom Edmund-Probst-Haus Der Übergang vom Edmund-Probst-Haus ist botanisch reizvoll, aber nicht ungefährlich. Vom Nebelhornhaus (durchgehend der Mark.-Nr. 428 folgend) steigen wir hinab zu einem Bach, dann jenseits durch die botanisch interessanten Südwesthänge des Zeigers ansteigend zu einem Sattel. Bei der Weggabel wandern wir links weiter und durch die Südwesthänge des Großen und Kleinen Seekopfs in Richtung Schochen. Wir gehen um diesen herum, leicht absteigend, dann eben unter dem Lachenkopf hindurch zum Laufbacher Eck (1999 m). In Serpentinen steigen wir hinauf zum Laufbacher-Eck-Sattel, jenseits hinab (bei Nässe gefährlich) zur Ochsenalp mit Bergwachthütte (zum Schutz der Blütenpracht!). Nun wandern wir links am Schneck vorbei, bei den folgenden zwei Wegverzweigungen links haltend, leicht fallend hinab in ein tief eingeschnittenes Bachtal (1597 m), jenseits über Grashänge wieder ansteigend in einem weiten Links-, dann Rechtsbogen zum Prinz-Luitpold-Haus.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied815 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDas Prinz-Luitpold-Haus wurde 1880/81 erbaut, mehrfach erweitert (zuletzt 1974/75) und gehört zu den beliebtesten Bergsteigerunterkünften in den Bayerischen Alpen. Prinzregent Luitpold von Bayern stiftete den Bauplatz für den Hüttenbau, und deshalb trägt der massive Bau – mit Zustimmung seiner königlichen Hoheit – diesen Namen. Das aussichtsreich auf einem Felsriegel gelegene Haus wird eindrucksvoll eingerahmt vom Felsengrat der Fuchskarspitze, von Kreuzspitze und Wiedemerskopf. In Hüttennähe findet sich ein kleiner Bergsee. Das Haus ist Station am Jubiläumsweg und somit ein idealer Ausgangspunkt für die Ersteigung des Hochvogels.
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von Hinterstein: 4 1/2 Std. (ab Giebelhaus: 2 1/2 Std.); von Hinterhornbach: 5 Std.; Übergang vom Edmund-Probst-Haus: 4 1/2 Std. Schwierigkeit Für alle Hüttenzustiege ist Trittsicherheit erforderlich. Für den Übergang von der Bergstation der Nebelhornbahn (Hüttenweg 3) auch Schwindelfreiheit und Bergerfahrung Voraussetzung; im Frühjahr bei Altschneeresten evtl. sogar Eispickel nötig; Kinder ans Seil. Bei Nässe gefährlich! Gipfel Zeit Vom Prinz-Luitpold-Haus: 2 1/2 Std., Abstieg zum Haus: 2 Std.; insgesamt: 4 1/2 Std. Schwierigkeit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Firnfeld im »Kalten Winkel«. Klettersteigvariante über die Kreuzspitze.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Allgäuer Alpen (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Giebelhaus, 1068 m (privat, ganzjährig bewirtschaftet, keine Übernachtung). Untere Bärgündelealp, 1322 m (privat, während der Weidezeit einfach bewirtschaftet). Edmund-Probst-Haus, siehe Tour 114.
Tipps
Häselgehr war früher der Ort im Lechtal für die Eisenherstellung. Es gab Glockengießereien und Eisenbetriebe, die u. a. Kuhschellen und Sensen herstellten, die weit über die Grenzen Tirols hinaus exportiert wurden.
Informationen
Der Hüttengipfel Hochvogel, 2592 m: Vom Prinz-Luitpold-Haus gehen wir auf gutem Weg durch das Obere Tal, dann links (rechts Klettersteigvariante über die Kreuzspitze) hinauf zur Balkenscharte (2156 m) und nahezu eben weiter zum »Sättele«. Bei dieser Weggabelung steigen wir rechts haltend weiter zum Firnfeld im »Kalten Winkel« und hinauf (fixiertes Nylonseil) zur Kaltwinkelscharte (2283 m). Dort links über Felsplatten (einige Seilsicherungen) hinauf zur »Schnur«, einem felsüberdachten Band, dann steigen wir roten Farbmarkierungen folgend in Serpentinen zum Gipfel.
Höchster Punkt
Prinz-Luitpold-Haus, 1846 m; Hochvogel, 2592 m.
Unterkunft
Prinz-Luitpold-Haus, 1846 m (AV-Haus, Kat. I, 20 Betten, 240 Lager, 20 Notlager, von Anfang Juni bis Mitte Oktober bewirtschaftet; Tel. 0171/6233417; Hütten-Hotline: 08322/700154; hinter dem Haus die mit AV-Schlüssel zugängliche Winterhütte mit 20 Lagern).

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Heinrich Bauregger

Das große Hüttenwanderbuch

Dieses große Hüttenwanderbuch stellt alle bewirtschafteten Hütten in den Bayerischen Hausbergen vor, mit allen wichtigen Zustiegswegen.

Jetzt bestellen