Plumsjochhütte

Die Hütte der Tiere (Autor: Wolfgang Taschner, Michael Reimer)
19 km
450 m
2.00 h
Paradies für Kinder.
Neben den Gänsen laufen auf der Plumsjochhütte auch Enten, Hühner und Hasen frei herum. Dazu kommen 30 Milchkühe, 80 Kälber und 4 Schweine. Bis 2003 gab es Schafe auf der Weide, jetzt stehen stattdessen 30 schottische Hochlandrinder im saftigen Gras. Die Haustiere sorgen für Abwechslung auf der Terrasse, weil sie ständig zwischen den Gästen herumlaufen.
Eigene Produkte von der Alm.
Gerda Leitner ist seit 21 Jahren Hüttenwirtin auf der Plumsjochhütte. Neben der Bewirtung der Gäste betreibt sie auch die Sennerei mit den 30 Milchkühen. Schon um 4 Uhr früh klingelt ihr Wecker, dann werden als Erstes die Kühe gemolken. Danach beginnt die Arbeit in der Sennküche, wo sie Butter, Buttermilch und Graukäse herstellt. Kaum ist sie damit fertig, sind schon die ersten Wanderer auf der Hütte eingetroffen. Zusammen mit ihren Mitarbeitern kocht und serviert sie eine deftige Hausmannskost.
Aufstieg von Westen oder von Osten.
Die Plumsjochhütte ist aus zwei entgegengesetzten Himmelsrichtungen zu erreichen. Von Westen beginnt man im Engtal und wandert von den Hagelhütten auf einem Steig (Weg Nr. 233) durch den Wald hinauf. Zwischendurch wird ein Teilstück auf dem Güterweg zurückgelegt. Mit dem Mountainbike oder Kinderwagen kann man auch für die gesamte Strecke den Güterweg benutzen. Der Einstieg ist dann etwa 600 Meter hinter den Hagelhütten ebenfalls auf der linken Seite.
Von Osten nimmt man in Pertisau am Achensee die gebührenpflichtige Mautstraße bis zur Gernalm und wandert über einen alten Güterweg hinauf zur Plumsjochhütte. Der Weg ist stellenweise in schlechtem Zustand und stellt damit eine echte Herausforderung für Mountainbiker dar.
Auf die Montscheinspitze.
Die meisten Wanderer steigen von der Plumsjochhütte über das Plumsjoch auf die Mondscheinspitze. Der Weg setzt allerdings Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus. Vom Gipfel ist der Blick auf den tief unten liegenden Achensee beeindruckend.
Die beiden Gipfel der Bettlerkarspitze.
Alternativ zur Montscheinspitze bietet sich die Besteigung des Vorgipfels der Bettlerkarspitze an, der ebenfalls eine schöne Aussicht bietet. Der Steig dorthin führt anfangs noch sehr gemütlich über die Almwiesen, später wird es immer steiler, zwischendurch muss ein Geröllfeld überwunden werden. Noch weitaus schwieriger ist das Erklimmen des Hauptgipfels. Der Steig ist weitgehend in schlechtem Zustand, an manchen Stellen geht es senkrecht in die Tiefe, hin und wieder ist einfaches Klettern erforderlich. Daher sollten nur erfahrene Bergsteiger mit entsprechender Ausrüstung diesen Anstieg wagen.

Länge.
Von der Gernalm (1 1/4 Std.); von den Hagelhütten auf dem Steig (1 1/2 Std.), über den Güterweg (1 3/4 Std.)

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour19 km
Höhenunterschied450 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGernalm in Pertisau oder Hagelhütten im Engtal
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterRund um die Plumsjochhütte sind zahlreiche Haustiere unterwegs. Hinzu kommen die Tiere auf der Weide und mit etwas Glück kann man oben zwischen den Felsen auch Gämsen und sogar Steinböcke entdecken.
Neugierig betrachteten die weiß gefiederten Gänse das Mountainbike. Der Besitzer nahm es gelassen hin. Als eines der Tiere aber anfing, am Reifen zu picken, wurde der Radler unruhig. Doch der Gummi schien der Gans nicht zu schmecken und sie ließ von dem eleganten Fortbewegungsmittel ab. Gemeinsam suchten die Tiere das Weite, um etwas Neues zu erkunden.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 182, Isarwinkel, 1:50.000
VerkehrsanbindungMit dem Auto über Tegernsee oder Bad Tölz zum Achenpass und weiter nach Pertisau. Von dort auf einer gebührenpflichtigen Mautstraße zum Wanderparkplatz bei der Gernalm. Alternativ dazu kann man auch vom Sylvensteinspeicher nach Vorderriß fahren und dort die Mautstraße ins Engtal nehmen. Direkt beim Wanderparkplatz Hagelhütten beginnt ein Steig, mit Mountainbike oder Kinderwagen nimmt man die Forststraße etwa 600 Meter weiter hinten im Tal.
Tipps
Alternative Binsalm. Wer auf der Lamsenjochhütte für die geplante Übernachtung wegen Überfüllung keinen Platz mehr findet, kann sich alternativ auf der Binsalm mit schönem Blick in die Eng einquartieren. Die Alm hat von Mitte Mai bis Ende Oktober geöffnet und verfügt über je 40 Betten und Lager; die Lamsenjochhütte ist von hier in gut einer Wanderstunde zu erreichen. Tel.: 0043/5245/214.
Informationen
Hüttenporträt. Höhe: 1630 m. Erbaut: Vor 1900 (privat). Bewirtschaftet: Täglich von Anfang Mai bis Ende Oktober. Kulinarischer Tipp: Wildgerichte (im Herbst). Hüttenwirtin: Gerda Leitner. Telefon: 0043/5243/54 87. Betten: Keine. Lager: 30. Materialbeschaffung: Über Güterweg aus dem Engtal.
Tourismusbüro
Achensee Tourismus, Rathaus, A-6215 Achensee, Tel.: 00 43/52 46/53 00, Fax: 00 43/52 46/53 33, E-Mail: info@achensee.tirol.at, Internet: www. achensee.com

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