Piz Boè (3152 m)

Bergwege in fast stets felsigem Gelände, einige Schrofenpassagen (Sicherungen), großartige Hochgebirgswelt; Überschreitung nur bei zuverlässigem Wetter unternehmen! (Autor: Dieter Seibert)
10 km
1640 m
6.00 h
Über den Lichtenfelser Weg auf den Piz Boè (2.15 Std.).
Mit der Seilbahn nach Crep de Mont (2198 m, Gaststätte) und dem Sessellift in den Vallon (2553 m). Zu der Felskuppe mit der Vallon-Ruine, dort nach Westen gegen die Felsen und durch ein Tälchen zwischen den Wänden. Über eine felsige Stufe (Sicherungen), dann nach links über Bänder etc. auf die Hoch- fläche südlich der Vallonspitze. Erst flach, dann wieder steigend zu Punkt 1925, etwas nach rechts auf den Grat und über ihn auf die Eisseespitze (3011 m). Auf dem ausgeprägten Grat nur wenig hinab in die Eisseescharte (2984 m), dann immer auf oder neben der ausgeprägten Schneide (schmale Passagen, Drahtseile) über Cresta Strenta (3124 m) und Jägerscharte auf den Piz Boè mit seiner kleinen Gipfelhütte.
Weiterweg (4 Std.) über Pisciadù zum Grödnerjoch.
Zurück zur Jägerscharte, dann links durch die sehr steile Flanke (Sicherungen) hinab zur Boèhütte (2871 m, eventuell direkter Abstieg durch die besonders eindrucksvolle Val de Mesdi nach Corvara). Über den Zwischenkofel (2908 m), dann über die sehr weiträumige westliche Sella-Hochfläche sanft aufwärts in einen Sattel (2960 m). Drüben durch die Val Titus hinab zur Pisciadùhütte knapp über einem kleinen See. Nach Westen über die Höhe, dann durch die wild eingeschnittene, geröllreiche Val Setus (Sicherungen) an den Fuß der Wände. Nach links zum Grödnerjoch (2121 m, Gasthaus, Bus nach Corvara).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied1640 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
StartortCorvara (1568 m), bekannter Ferien- und Wintersportort im obersten Gadertal, grandiose Felsbergkulisse
AusgangspunktCorvara (1568 m), Seilbahn-Talstation im Westen des Ortes
EndpunktGrödnerjoch
TourencharakterDie Sellagruppe in den Grödner Dolomiten zeigt ein charkteristisches, ganz unverwechselbares Aussehen. Aus der Ferne wirkt sie wie ein kompakter Klotz, dessen Felsmauern von breiten, waagerechten Bändern, die sich oft weit hinziehen, gegliedert sind, als hätte hier ein Riese mehrere Gesteinsplatten aufeinandergetürmt. Die Höhe des Sellastocks besteht aus weiten, gewellten, verkarsteten Steinflächen, aus denen unser Gipfel, der Piz Boè, als formschöne, nicht allzu steile Pyramide herauswächst. Wie die meisten Dolomitengipfel mit berühmten Namen wird auch der Piz Boè sehr viel besucht; von vier Seiten ziehen Wege dort hinauf und es gibt mehrere Hütten. Der schnellste Zugang zum alles überragenden Gipfel - mit der Seilbahn vom Pordoijoch auf den Sass Pordoi (2950 m) und in 1.30 Std. auf steinigen Wegen zum Ziel. Wir schlagen hier eine große, besonders eindrucksvolle Runde vor, um die Sella insgesamt kennenzulernen.
Hinweise
Siehe Tour 65 in Karte.
KartentippTabacco-Karte, Blatt 06 (Val di Fassa)
VerkehrsanbindungAus dem Pustertal durch das gesamte Gadertal 33 km nach Corvara oder von der Brennerautobahn (Ausfahrt Klausen) nach St. Ulrich und über das Grödnerjoch zum Ausgangspunkt
Höchster Punkt
Piz Boè (3152 m)
Unterkunft
Boèhütte (2871 m), SAT, 69 Schlafplätze, Tel. - 0471/847303; Pisciadùhütte (2587 m), 100 Schlafplätze, Tel.: 0471/836292

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