Passauer Hütte

Die Passauer Hütte ist bisher die einzige Bergsteigerunterkunft in den Leoganger Steinbergen. Die 1892 von der Sektion Passau erbaute Hütte steht oberhalb der Mittagsscharte und bietet herrliche Ausblicke auf die Berchtesgadener Alpen sowie auf den Alpenhauptkamm. Die gemütliche Hütte brannte 1946 ab, zehn Jahre später wurde sie wieder aufgebaut, danach noch mal erweitert und modernisiert. Der Hauptgipfel in Hüttennähe ist das Birnhorn. (Autor: Heinrich Bauregger)
5 km
1280 m
2.00 h
1 Von Leogang Vom Parkplatz oberhalb Ullach folgt man zunächst ein kurzes Stück dem Birnbach (Mark.-Nr. 623), dann zweigt der Hüttenweg rechts ab und führt über Bergwiesen zu einer weiteren Wegverzweigung hinauf. Dort hält man sich links und folgt den zahlreichen Serpentinen durch Wald und weiter oben durch eine Latschenzone bis zum Beginn der Felsen. Von hier führt der gesicherte Steig ostwärts durch eine Grube (von rechts führt der Weg über den Lettlkaser heran), dann steil weiter durch Felsengelände und in kurzen Serpentinen hinauf zum Hochtor (1875 m), einem kleinen Sattel am Fuße des Fahnenköpfls. Wir steigen jenseits auf weiterhin gesichertem Steig an die Mittagsscharte heran und erneut steil hinauf zu dieser. Von dort sind es nur mehr wenige Minuten in westlicher Richtung hinauf zur Passauer Hütte. 2 Von Diesbach Vom Parkplatz beim Diesbachbauern folgen wir dem Wegweiser zur Passauer Hütte, überqueren auf einer Brücke die Saalach und halten uns sodann rechts und wandern durch Wiesen auf den Steinbruch am Bergfuß zu. Dort treffen wir auf den markierten Steig (Nr. 622), der zunächst mäßig steil in den Wald hineinführt, dann steil hinauf zu einer Jagdhütte (1125 m). Dort geht es rechts haltend auf einem Forstweg weiter, bis links der Pfad wieder abzweigt und durch schönen Hochwald hinauf zur Jagdhütte auf der Hochgrubachalm (1534 m) führt. Hier gibt es auch eine Ganzjahreswasserquelle. Etwas oberhalb verlässt man den Wald und steigt über die verkarstete Hochgrub – nur mehr leicht ansteigend – weiter hinauf zur Passauer Hütte. 3 Über den Lettlkaser Von Ullach folgt man zunächst einem Wirtschaftsweg in südöstlicher Richtung bis an die Bahngleise, dann zweigt links der Wanderweg ab, führt durch ein Waldstück hinauf zum so genannten Hochland, einer weitläufigen Bergwiese (dort Einmündung eines Sträßchens vom Gasthaus Mitterbrand). Hier geht es links haltend auf einem Ziehweg durch Wald hinauf und auf dem Kamm des Sinningerbergs – teilweise über steile Bergwiesen – zum Lettlkaser (1441 m). Dort wandern wir auf dem Weg Nr. 12 über Bergwiesen, durch lichten Wald zur Latschengrenze, dann südwestwärts leicht absteigend durch einen Graben und hinauf zum Plattenkopf (1661 m). Hier bietet sich die längere Route über die Hainfeldscharte an: Man geht über den latschenbewachsenen Hainfeldriedel zur Hainfeldscharte (1949 m), steigt jenseits auf Steig durch die schrofige Flanke hinab auf die Hochgrub-Seite und folgt dann links dem markierten Steig unterhalb des Mitterhorns Richtung Passauer Hütte wieder bergan. Von dort geht es in gleicher Richtung über den Sieben-Gräben-Steig, bis man knapp unterhalb des Hochtors auf den von Ullach kommenden Steig trifft. Weiter wie bei diesem.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied1280 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von Leogang: 2 1/2 Std.; von Diesbach: 4 1/2 Std.; über den Lettlkaser: 4 Std. Schwierigkeit Der Anstieg von Leogang erfolgt auf markiertem und zum Teil gesichertem Steig, der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert, im Sommer tagsüber sehr heiß. Von Diesbach auf Bergwanderweg, Forstweg und Bergsteig. Über den Lettlkaser und die Hainfeldscharte ebenfalls Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Gipfel Zeit Von der Passauer Hütte: 1 1/2 Std., Abstieg zur Hütte: 1 1/2 Std.; insgesamt: 3 Std. Schwierigkeit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich.
KartentippFreytag&BerndtWanderkarte 101, 1 : 50 000 Lofer – Leogang – Steinberge.
GastronomieWeitere Hütten Lettlkaser, 1441 m (südlich des Brandlhorns; im Sommer am Mi., Fr. und an den Wochenenden sowie an Feiertagen bewirtschaftet; Übernachtung auf Anfrage; Tel. 0043/676/7394694).
Tipps
Am Fuß der über 1300 Meter hohen Birnhorn-Südostwand befindet sich das so genannte Birnbachloch. Auf einer Höhe von etwa 1320 Metern bildet sich alljährlich im Frühjahr ein kleiner Gletscher, der im 19. Jahrhundert zum Kühlen von Bier Verwendung fand. Zahlreiche Arbeiter zerhackten das Eis und schafften es über eine Holzrutsche ins Tal. Vom Parkplatz oberhalb Ullach in einer Dreiviertelstunde erreichbar.
Informationen
Der Hüttengipfel Das Birnhorn, 2634 m, ist der höchste Gipfel der Leoganger Steinberge und am besten auf einer Rundtour zu überschreiten. Man verbindet damit den Normalweg mit dem Hofersteig. Letzterer ist zwar anspruchsvoller, aber auch reizvoller. Von der Passauer Hütte folgen wir erst dem markierten Steig in Richtung Westen, der sich nach 10 Minuten verzweigt. Man geht rechts und hält direkt auf die Kuchelnieder zu, eine Einsattelung zwischen Birnhorn und Kuchelhorn. Am obersten Rand der Hochgrub geht es entlang bis zum Fuß des Birnhorn-Ostgrates. Wir steigen rechts haltend in ein Geröllfeld und auf gesichertem Steig hinauf durch eine Rinne in die Kuchelnieder (2437 m), dort links über die breiten Bänder (Sicherungen) auf die Westseite des Gipfels und weiter zum Südwestgrat. Über diesen Grat geht es in entgegengesetzter Richtung zum Gipfelkreuz des Birnhorns. Wir gehen auf dem Anstiegsweg kurz zurück, dann links über ein Band in die Südwand, über mehrere zum Teil gesicherte Felsstufen hinab und links weiter zum »Melkerloch«, einem großen Felsentor zwischen Birnhorn und Hochtint, das wir von Nord nach Süd queren. Ein gut bezeichneter Steig führt zurück zur Passauer Hütte.
Höchster Punkt
Passauer Hütte, 2033 m; Birnhorn, 2634 m.
Unterkunft
Passauer Hütte, 2033 m (AV-Hütte, Kat. I, von Mitte Juni bis Ende September bewirtschaftet, 45 Lager; Tel. 0043/664/3378529).

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