Östliche Illertalterrasse

Im ersten Drittel einige recht anstrengende Anstiege auf schmalen Waldwegen, sonst breite, leichte Wiesenwege. Im Großen und Ganzen ziemlich gemütliche Tour, aber wegen des Auf und Ab zu Beginn nicht zu unterschätzen. (Autor: Gerald Schwabe)
13 km
370 m
4.00 h
Auf zum Malerwinkel Wir beginnen unsere Wanderung an der Touristen-Information in der Mitte von Altstädten (wenige Minuten vom Bahnhof entfernt) und folgen der Hauptstraße für etwa 100 Meter in Richtung Süden. Sofort nach einer scharfen Linkskurve weist uns ein Schild rechts den Weg zum »Malerwinkel« und zur »Schönen Aussicht«. Wer sich im Dorf etwas verläuft, kann auch einfach den sichtbaren Hügel an der Südostecke von Altstädten anpeilen. Und wer gedacht hat, heute erwarte ihn ein gemütlicher Spaziergang, wird sicher angesichts des vor uns auftauchenden steilen Wiesenhangs kurz mal kräftig durchatmen, um dann die zahlreichen Stufen in Angriff zu nehmen. Zum gemütlichen Spaziergang wird unsere Tour erst etwas später, im ersten Drittel ist noch die eine oder andere Steigung zu bewältigen. Bald erreichen wir den Waldrand und gelangen schließlich leicht ansteigend entlang einem Trimm-dich-Pfad nach wenigen Minuten zum ausgeschilderten schönen Aussichtspunkt über Altstädten und das Illertal. Auf dem schmalen Trimm-dich-Pfad weiter der Wegweisung zum Malerwinkel folgend bis zu einem breiten Forstweg. Auf diesem ein kurzes Stück bleiben, um dann auf einen schmalen Pfad durch einen hübschen Wald mit alten, großen Buchen einzubiegen. Ein letzter kurzer Anstieg bringt uns schließlich hinauf zum idyllischen Malerwinkel, von dem sich uns ein äußerst fotogenes Panorama des Illertals bietet. Hinanger Wasserfall Vom Aussichtspunkt gehen wir wieder einige Meter unseren Hinweg zurück und halten uns dann an die Wegweiser nach Hinang und zum Hinanger Wasserfall. Es geht steil den Laubwald hinauf, oben über eine breite Kuppe und auf der anderen Seite wieder hinunter. Wir lassen den Wald hinter uns und erreichen nach wenigen Minuten das Dorf Hinang. Links an der Kapelle in der Dorfmitte vorbei bleiben wir für etwa 200 Meter auf der schmalen Straße Richtung Hochweiler, unterqueren die Umgehungsstraße und biegen nach weiteren 50 Metern nach rechts in einen Waldweg ein. Auf einer kleinen Holzbrücke wechseln wir auf die rechte Bachseite und wandern mit zunehmender Steigung hinauf zum Wasserfall. Mit jedem Meter wird der Tobel wilder, ehe wir das eigentliche Ziel, den Hinanger Wasserfall, erreichen (900m; s. Tour 19). Gemütliche Wiesenwege Wir lassen schließlich den Wasserfall hinter uns und wandern unterhalb einer hohen Felswand aus nicht allzu vertrauenerweckend wirkendem Nagelfluhgestein weiter. Nach wenigen Minuten erreichen wir den oberen Waldrand, queren eine Straße und folgen einem schwach ausgetretenen Trampelpfad über die vor uns liegende Weide, ungefähr den höchsten Punkt der Wiese anpeilend (ca. 1000m). Oben warten ein paar günstig platzierte Bänke und ein prächtiger Ausblick auf die Allgäuer Alpen und das Illertal rund um Oberstdorf auf uns. Einen breiten Forstweg, der den Hang vor uns hinunterführt, ignorieren wir und bleiben stattdessen auf dem Trampelpfad, der sich anfangs noch leicht ansteigend am oberen Waldrand südwärts zieht. Bald stoßen wir auf einen Weg, der uns entlang dem Eybach hinunter nach Schöllang bringt. Dort bis zur Hauptstraße und gleich wieder links der Beschilderung »Oberstdorf über Wiesenweg« folgen. Schon nach wenigen Metern lassen wir den Ort hinter uns, folgen einem breiten Weg über eine Wiese, ehe wir nach 300 Metern auf eine Straße treffen. Sofort hinter der Straße biegen wir links ab, gehen unter der Umgehungsstraße hindurch und stehen schließlich auf dem angenehm zu gehenden Wiesenweg, der uns ab jetzt bis nach Oberstdorf begleitet. Ein gemütliches Auslaufen mit schönen, freien Ausblicken und zahlreichen Bänken erwartet uns. Nach einem Kilometer erreichen wir das Dorf Reichenbach. Kurz rechts und links, dann immer in Richtung Oberstdorf bzw. Parkplatz Gaisalpe. Unterhalb des Parkplatzes halten wir uns rechts und wandern durch ein schattiges Waldstück entlang dem Gais - alpbach abwärts bis zu einer Brücke. Auf der anderen Seite empfängt uns wieder der Wiesenweg, auf dem wir kurze Zeit später die ersten Häuser von Rubi unterhalb des gleichnamigen Horns erreichen. Die Beschreibung mag nach einem komplizierten Wegverlauf klingen, aber die Beschilderung ist bestens – man kann sich wirklich nicht verlaufen. Wir gehen für ein paar Meter bergab auf einer Teerstraße und biegen dann nach links wieder auf den schönen Wiesenweg ein. Vorbei an einem kleinen Moor erreichen wir schließlich die Ebene nördlich von Oberstdorf. Der hübsche Weg führt uns durch blühende Wiesen schließlich bis zum Ort, den wir an einer Brücke über die Trettach erreichen. Wir bleiben links des Flusses und erreichen auf einem schmalen Weg 500 Meter weiter die Nebelhornbahn- Talstation. Von hier zum Bus bzw. zum Bahnhof sind es etwa weitere 500 Meter quer durch die Fußgängerzone.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied370 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortAltstädten, 750m; Oberstdorf, 813m
AusgangspunktAltstädten, 750m; Oberstdorf, 813m
EndpunktHinanger Wasserfall, 900m
TourencharakterManchmal muss man im Allgäu gar nicht so hoch hinauf, um wunderschöne und stille Wanderungen zu genießen. Zwischen dem völlig ebenen Talboden der Iller und den Höhenzügen von Hörnerkette und Sonnenkopfgrat rechts und links davon erstrecken sich offene, gewellte Hochflächen, die sogenannten Illerterrassen. Neben kleinen Dörfern erwarten uns auf der östlichen dieser Terrassen offene Wiesenflächen, Moore, schöne Laubwälder, prächtige Ausblicke und ein malerischer Wasserfall.
Beste Jahreszeit
KartentippUK L 8 Allgäuer Alpen 1:50 000, Bayerisches Landesvermessungsamt
VerkehrsanbindungBus und Bahn zwischen Altstädten und Oberstdorf (ca. 1–2 Verbindungen pro Std.); Parkplatz in Altstädten bei der Touristen-Info an der Hauptstraße sowie diverse Möglichkeiten im Ort
GastronomieMehrere Einkehrmöglichkeiten in den Orten unterwegs
Höchster Punkt
höchster Punkt der Wanderung ca. 1000m

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