Naturschutzgebiet Hödinger Tobel

Steiler Anstieg zu Beginn, dann bequem, steiler Abstieg im Hödinger Tobel auf schmalen Stegen, anschließend auf und ab; Forst- und Waldwege, kurzzeitig Asphaltwege und Sträßchen; Aussichtspunkt, Bademöglichkeit. Nach starken Niederschlägen sollte man den Hödinger Tobel nicht begehen! (Autor: Ute und Peter Freier)
9 km
320 m
3.00 h
Vom Parkplatz am Ortsrand Sipplingen folgen Sie der ansteigenden Straße In der Breite, halten sich nach 15 Metern links und gleich wieder rechts in die Straße Am Hörnlebach, an deren Ende ein Fußweg weiter bergauf führt. Sie kreuzen die Burkhard-von-Hohenfels-Straße und folgen dem Sträßchen Würchental, das in das Sträßchen Am Schellenberg übergeht. Entlang dem Ortsrand erreichen Sie ein kleines Gewerbegebiet, wenden sich nach links zum Waldrand (25 Min.) und steigen nach rechts auf einem breiten Wirtschaftsweg steil an zur Hangkante mit dem Aussichtspunkt Zimmerwiese (567m; 1 Std.). Sie passieren eine Grillstelle, biegen kurz darauf rechts ab – linker Hand eine Schutzhütte – und gelangen in leichtem Auf und Ab entlang der Hangkante zu einem Umspannwerk. Hier folgen Sie geradeaus dem Sträßchen 50 Meter, wenden sich nach links in den Wald und erreichen einen rechts abzweigenden Weg (1:30 Std.), der in den Hödinger Tobel hinunterführt. Der Hödinger Tobel wurde nie forstwirtschaftlich genutzt, weshalb eine natürliche Waldgesellschaft erhalten blieb. Hier blühen im Sommer u.a. das Silberblatt mit seinen großen, dunkelroten Blüten und der Türkenbund.
In dieser engen und feuchten Schlucht führt der Weg zwischen hoch aufragenden Molasse-Felswänden steil abwärts, überwindet eine Steilstufe mittels schmaler, ungesicherter Holzstufen und verläuft anschließend recht bequem entlang dem Tobelbach. An einer Weggabelung halten Sie sich links; der Weg wurde streckenweise weggespült und durch einen Metallsteg ersetzt. Trittsteine führen am Ausgang der Schlucht über den Bach, und gleich darauf passieren Sie einen oberhalb der Süßenmühle angelegten Stauweiher (430m; 1:50 Std.).
Zwischen den Gebäuden der Mühle folgen Sie einem Sträßchen talabwärts, biegen nach 30Metern rechts ab und steigen durch Wiesen zu einem kleinen Parkplatz an. Geradeaus gelangen Sie an den Waldrand und wenden sich kurz darauf nach links zu den Churfirsten (482m; gut 2 Std.). Bis zu 7 Meter hoch sind diese Felszinnen, die durch Erosion aus dem umgebenden Gestein herausgearbeitet wurden. Diese Säulen konnten überdauern, da ihre Spitzen durch härtere »Felshüte« vor Verwitterung und Abtragung besser geschützt sind. Von den ursprünglich sieben Felsen stehen noch fünf; vor hundert Jahren sollen es sogar noch 18 gewesen sein. Von den Churfirsten kehren Sie auf einem unmarkierten Pfad, der entlang der Hangkante verläuft, wieder zurück auf den eigentlichen Wanderweg, der wenig später in ein Sträßchen einmündet. Dieses führt links nach Sipplingen, Sie biegen aber nach 500 Metern am Fuß der bewaldeten Erhebung Burghalde rechts ab und steigen leicht an zu einer Wegkreuzung. Nach links geht es kurzzeitig steil bergauf, auf der Höhe (490m; 2:30Std.) wenden Sie sich erneut nach links auf einen undeutlichen Wiesenweg (keine Markierung), der wenig später in einen steil fallenden Hohlweg übergeht.
Am Ortsrand von Sipplingen passieren Sie den Sportplatz und folgen der Straße Morgengasse hinunter in den alten Ortskern mit Fachwerkhäusern und der barock ausgestatteten Kirche St.Martin und Georg. Durch eine Unterführung gelangen Sie an das Ufer des Überlinger Sees und nach rechts durch eine Grünanlage am Ufer zum Strandbad. Durch eine weitere Unterführung kehren Sie zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied320 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSipplingen.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterEine geologisch interessante Tour, die aufgrund ihrer Vielfältigkeit auch Kindern Spaß macht. Ist der Anstieg geschafft, bietet sich ein herrlicher Ausblick auf den See und kurz darauf die Möglichkeit, eine Grillpause einzulegen, ehe es im steilwandigen Tobel hinunter geht. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die so genannten Churfirsten, markante Steinsäulen.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte der Stadt Überlingen: Wandern in der Region Bodensee–Linzgau, 1:30000.
MarkierungenGelb; an der Hangkante auch weiß-rot (HW9).
VerkehrsanbindungPkw: B31, Stockach–Überlingen, nach Sipplingen; Parkplatz1 beim Strandbad. Bahn: Sipplingen ist Station an der Linie Überlingen–Radolfzell. Schiff: Linien Bodman–Überlingen und Konstanz–Überlingen.
GastronomieIn Sipplingen.
Tipps
Erlebniswelt Sipplingen. Die »Erlebniswelt« bietet drei Ausstellungen in einem Gebäude: Motorräder aus den Jahren 1920–88, Künstlerpuppen und Modelleisenbahn-Anlagen, deren Züge die Besucher selbst in Betrieb setzen können (Beginn der Osterferien–Ende der Herbstferien tägl. 10–18, sonst Sa, So 11–17Uhr).
Tourismusbüro
Seestraße, 78354 Sipplingen, Tel. 07551/809629, www.sipplingen.de

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