Nach Seeburg und Burgruine Hohenwittlingen

Zu Beginn ein streckenweise steiler Anstieg zwischen Felsen; über die Albhochfläche und bequem abwärts im Seeburger Tal; nochmaliger Anstieg; überwiegend im Wald; auf Pfaden, Wald- und breiten Forstwegen, kurzzeitig auf Straße. (Autor: Peter und Ute Freier)
12 km
340 m
4.00 h
Parkplatz –Wittlingen (45Min.) –Seeburg (1 Std.) – Burgstelle Baldeck (knapp 11/2 Std.) – Burgruine Hohenwittlingen (1 Std.) – Schillerhöhle (5Min.) – Parkplatz (20Min.) . Wittlinger Schlucht, Wittlingen und Seeburg: Vom Parkplatz an der B 465 im Seeburger Tal, wie das Tal der Erms zwischen Seeburg und Bad Urach genannt wird, führt ein als Steinzeit-Lehrpfad mit Schautafeln versehener Forstweg (Markierung: gelbe Raute, gelbe Gabel) entlang des Föhrenbachs talaufwärts. Während im engen Talschluss der markierte Weg rechts abknickt in Richtung Hohenwittlingen, überqueren Sie den Bach und steigen auf einem Pfad durch die enge Wittlinger Schlucht hinauf zur Albhochfläche, verlassen den Wald und gelangen nach Wittlingen. In der Ortsmitte folgen Sie nach rechts der Straße Bucherweg (Markierung: gelbes Dreieck), halten sich an einer Gabelung links und steigen zum Waldrand an, wo der Fahrweg nach links zum Sportplatz führt (Markierung: gelbes Dreieck, Seeburg). Ein Pfad schwenkt an der Waldecke rechts ab in ein Wiesental. Hier folgen Sie aber nicht demWeg nach rechts bergab, sondern queren nach links eine Wiese und steigen entlang des Waldrands bequem ab in einen Sattel. Nach links gelangen Sie zum Café Schlößle im Seeburger Tal und entlang der B 465 in das Dörfchen Seeburg. Drei Täler laufen hier zusammen: Das Seetal, in dem die B 465 nach Münsingen verläuft, das Mühltal, in dem die Erms entspringt, und das Fischburgtal, in dem sich der sogenannte »Bodenlose See« ab der Kirche ca. 2 Kilometer weit in das Tal hinaufzog. Im 19. Jh. wurde der durch eine natürliche Kalktuffbarriere gestaute See abgelassen. Zur Burgruine Hohenwittlingen: Am Gasthaus »Lamm« überqueren Sie auf einem Fuß und Radweg die Erms (Markierung: gelbe Gabel) und folgen dem»Grünen Weg« talabwärts durch das Seeburger Tal. Etwa 600Meter nach einer Grillstelle (Markierung: gelbe Gabel, Hohenwittlingen) überqueren Sie sowohl die Erms als auch die B 465, steigen in Kehren am Talhang an (Markierung: gelbe Gabel) und gelangen nach einigen Minuten zu einer Weggabelung. Nach links (keine Ausschilderung) führt ein Abstecher zur Burgstelle Baldeck, einem schönen Aussichtspunkt. Vom »Mörderschlössle «,wie die Ruine im17. /18. Jh. genannt wurde, als Wegelagerer hier Unterschlupf fanden, ist allerdings nicht mehr viel zu sehen. Von der Burgstelle kehren Sie steil bergauf zum Wanderweg zurück, erreichen einen Taleinschnitt und steigen stetig leicht an zur Burgruine Hohenwittlingen. Die auf einem Felssporn sitzende Burg war gegen Angriffe von der Hochfläche her durch zwei Gräben sowie eine hohe Schildmauer geschützt. Auf den Resten der Schildmauer befindet sich heute eine Aussichtsplattform. Abstecher zum Hofgut Hohenwittlingen: Wer den einstigen, nicht zugänglichen Wohnsitz des »Rulaman«-Autors D. F. Weinland besuchen möchte: Aus dem Burggraben der Ausschilderung »Wittlingen« zum Hofgut Hohenwittlingen folgen; auf gleichem Weg zurück (hin und zurück 15Min.). Über die Schillerhöhle zurück zum Ausgangspunkt: Bei einer Schutzhütte im Burggraben folgen Sie einem Pfad (Markierung: gelbe Gabel, Schillerhöhle), der über Stufen steil abwärts führt zur Schillerhöhle. Diese 91Meter lange, begehbare Höhle ist die Tulkahöhle, in der Weinlands Held Rulaman hauste (zum Schutz der Fledermäuse zwischen Mitte November und Mitte April geschlossen). Von hier steigen Sie vollends hinunter in das Tal des Föhrenbachs und kehren entlang des Baches zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied340 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKleiner Parkplatz im Seeburger Tal an der B 465 Bad Urach-Münsingen.
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterBis vor wenigen Jahrzehnten gehörte der »Rulaman« zur selbst auferlegten Pflichtlektüre eines jeden Jugendlichen in der Umgebung. Rulaman, ein Häuptlingssohn aus der Steinzeit, ist der Held dieses spannenden, aber wissenschaftlich längst überholten Jugendbuchs, das sich der Zoologe David Friedrich Weinland (1829–1915) auf seinem Wohnsitz, dem Hofgut Hohenwittlingen, für seine Söhne ausdachte; einer der Romanschauplätze ist die Schillerhöhle unterhalb der Burgruine Hohenwittlingen.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte des LVA B-W, Blatt 524 (Bad Urach), 1:50 000.
VerkehrsanbindungPKW: Von Reutlingen B 28 über Metzingen nach Bad Urach, geradeaus B 465 in Richtung Münsingen; 2 km hinter Bad Urach, ca. 50m nach der Linksabzweigung Wittlingen, Parkmöglichkeit für 5–6 Pkw. Bahn: Linie Stuttgart–Tübingen, in Metzingen umsteigen nach Bad Urach und Bus in Richtung Münsingen bis Haltestelle Hohenwittlingen.
GastronomieGaststätten in Wittlingen und Seeburg; kurz vor Seeburg das Café Schlößle (Ruhetag Mo).
Tipps
DIE »ERMSTALFISCHEREI« : Im Seeburger Tal zwischen Seeburg und Bad Urachwerden in einer Fischzuchtanlage mit Angelsee gegrillte und geräucherte Forellen verkauft. Die Forellen können auch vor Ort an einem Kiosk mit Terrasse verzehrt werden (geöffnet täglich außer Di 9–17Uhr). EINKEHRTIPP: In der Altstadt von Münsingen verarbeitet die Küche des Hotel-Gasthofs »Herrmann« die Produkte regionaler Erzeuger zu ausgezeichneten schwäbischen Gerichten; auf der Speisekarte u. a. auch »Alblamm« eines in Münsingen ansässigen Schäfers (Tel. 07381/182 60; ganztägig geöffnet, warme Küche 11.30–14 und ab 17.30 Uhr, kein Ruhetag).
Unterkunft
In Bad Urach Hotels und Gasthöfe; Jugendherberge Bad Urach, nahebei Naturfreundehaus Seltbachtal.
Tourismusbüro
Tourist-Information, Bei den Thermen 4, 72574 Bad Urach, Tel. 07125/94 32-0, www.bad-urach.de

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