Nach Fischbach zum Biosphärenhaus

Abwechslungsreiche Rundwanderung mit steilem An- und Abstieg. (Autor: Matthias Wittber)
15 km
510 m
3.00 h
Die Tour beginnt in Schönau, einem kleinen Dorf, das als staatlich anerkannter Erholungsort nicht weit von der französischen Grenze einen hohen Erholungswert bieten kann.
Direkt in der Ortsmitte befindet sich ein Wanderparkplatz. Dort finden wir auch eine Wandertafel.
Wir folgen von dort zuerst der Straße, die nach Petersbächel führt, und biegen dann gleich nach links in die Wengelsbacher Straße ein (Markierung »rot-gelber Balken«). Das Tal des Wengelsbach wird nach rechts überquert und es folgt ein erster steiler Anstieg. Im Anschluss erreichen wir eine gerade Wegstrecke, die zunächst oberhalb der Straße nach Petersbächel führt. Der Weg führt im Halbkreis um den Dachs-berg herum und erreicht schließlich den Wengelsbacher Hals. Nach links kann man schon hinunter nach Frankreich schauen. Unser Weg führt nach rechts weiter und nach einem kurzen Anstieg bis zur Burgruine Blumenstein.
Es bleibt auch weiterhin steil, bis eine Wegverzweigung erreicht wird. Nach rechts geht es zum Friedenskreuz, nach links zur so genannten Opferschale.
Wir folgen erst dem Weg nach links und erreichen nach kurzem Anstieg eine in den Buntsandstein gehauene keltische Opferschale. Danach geht es wieder zurück zur Wegverzweigung und nach kurzem Anstieg zum Friedenskreuz. (Das Friedenskreuz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet. Es soll als Mahnmal an die Kämpfe um den strategisch wichtigen Maimont im Mai 1940 erinnern.)
Vom Friedenskreuz ergibt sich ein wunderbarer Rundblick nicht nur auf den Pfälzerwald, sondern auch hinunter auf das Dorf Petersbächel und bis nach Fischbach. Nach einem kurzen Abschnitt mit nur wenigen Höhenunterschieden folgt der steile Abstieg hinunter nach Petersbächel. Direkt am Ortseingang treffen wir auf die Walthari-Klause des Pfälzerwald-Vereins (täglich geöffnet, Übernachtungsmöglichkeit im Ferien- und Wanderheim in unmittelbarer Nachbarschaft, Info: www.walthari-klause.de). Wir folgen weiter unserer Markierung, biegen zuerst nach links ab und nehmen den eindeutig markierten Weg, der schließlich nach rechts abgeht. Dieser führt etwas oberhalb der Ortschaft Petersbächel entlang.
Bald darauf wird die Straße nach Ludwigswinkel überquert und auf dem angenehm zu gehenden Weg erreichen wir bald Fischbach in Höhe des Friedhofs. Dort nehmen wir den Weg, der neben der Straße zur Ortsmitte führt. In der Ortsmitte ändert sich unsere Markierung in einen »grün-gelben Balken«, der uns nach rechts durch den Ort führt.
Am Ortsausgang sehen wir schon das Biosphärenhaus. Kurz vor dessen Erreichen befindet sich die Abzweigung nach rechts Richtung Schönau. Dieser Weg ist ohne große Höhenunterschiede bequem zu gehen und führt uns zu unserem Ausgangspunkt in Schönau zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied510 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchönau (Pfalz).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterMit dem Biosphärenhaus und dem Baumwipfelpfad wurde die kleine Gemeinde Fischbach am südwestlichsten Ende Deutschlands zu einem Besuchermagneten. Mit der Burgruine Blumenstein wird ein weiterer interessanter Punkt erreicht, der jedoch weit weniger besucht wird.
Hinweise
Burg Blumenstein. Ein wahres Kleinod unter den Pfälzer Burgen ist die Burgruine Blumenstein. Sie befindet sich in 361m Höhe an einem Bergsporn am Nordhang des Maimont, dem Grenzberg zwischen Deutschland und Frankreich. Die Burg wurde vermutlich im ausgehenden 13.Jahrhundert fertig gestellt und im Bauernkrieg 1525 zerstört. 1707 wurde sie noch einmal notdürftig hergerichtet. Sie erhebt sich malerisch über einen frei stehenden Buntsandsteinfelsen.
KartentippWestlicher Wasgau mit Dahn, 1:25000 (Wanderkarte des Pfälzerwald-Vereins e.V.).
MarkierungenBalken rot-gelb und Balken grün-gelb (siehe Beschreibung).
VerkehrsanbindungAuf der A 65 bis Kandel Nord, auf der B 427 über Bad Bergzabern nach Busenberg, hinter dem Ort biegen wir auf die L 489 und hinter Bruchweiler-Bärenbach auf die L4 78 bzw. L 488 nach Schönau ein. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man nach Schönau nur mit Umsteigen: Von Landau oder Pirmasens mit dem Zug nach Hinterweidenthal, von dort weiter über Dahn nach Schönau (Abfahrtszeiten und weitere Info unter www.vrn.de).
GastronomieSchönau, Walthari-Klause, Fischbach.
Tipps
Biosphärenhaus Pfälzerwald/Nordvogesen mit Baumwipfelpfad. Das 1999 eröffnete Biosphärenhaus hat sich innerhalb kurzer Zeit zum Besuchermagneten in der früher nur wenig besuchten Südpfalz entwickelt. Da ist zum einen das Biosphärenhaus selbst mit einer Multimediaausstellung. In dieser Dauerausstellung über das Biosphärenreservat Nordvogesen/Pfälzerwald werden die biologischen und ökologischen Prinzipien interaktiv vermittelt. Weitere Themen sind die Pflanzen und Tiere des Biosphärenreservats, die Energie als elementarer Bestandteil im Verhältnis von Mensch und Natur sowie die Aufgaben, die sich aus der nachhaltigen Entwicklung gemäß der Agenda 21 ergeben. Sehr interessant sind auch die Architektur des Biosphärenhauses sowie dessen fortschrittliches Energiekonzept. Auf dem Biosphären-Erlebnisweg werden auf einem 2km langen Rundweg fünf Themengruppen dargestellt: Boden, Wasser, Tiere, Klima und Erholung. An interaktiven Stationen wird dem Besucher Wissenswertes über Natur, Landschaft und Lebensräume vermittelt. Der interessanteste und meistbesuchte Teil ist dabei ohne Frage der Baumwipfelpfad. Hoch über dem Waldboden geht es durch die Wipfel der Laubbäume. Neben einem stabilen Holzsteg führt eine Variante über dicke Taue auf mit Netzen gesicherten Seilbrücken oder über bewegliche metallene Tellerbrücken. Ein Mindestmaß an Schwindelfreiheit sollte man für diese Art von Abenteuer aber mitbringen. Biosphärenhaus, Am Königsbruch 1, 66996 Fischbach bei Dahn, Tel. 06393/9210-0; ganzjährig geöffnet, Uhrzeiten je nach Jahreszeit verschieden; Info unter: www.biosphaerenhaus.de
Informationen
Besucherbergwerk Nothweile. Die Erzgrube erreicht man auf dem Weg nach Schönau. Hinter Rumbach biegen wir auf die Kreisstraße 46 nach Nothweiler ab. Die Strecke durch den Ort zu den Parkplätzen im Wald ist ausgeschildert. Vom Besucherparkplatz geht es noch einige hundert Meter leicht ansteigend zu einer Schutzhütte und von dort noch etwas bergab zum Besucherbergwerk. Auf einem ebenerdigen Stollenrundgang gibt uns die Erzgrube einen interessanten Einblick in die Eisenerzförderung vergangener Jahrhunderte. Die Temperatur im Stollen beträgt zu jeder Jahreszeit exakt 9°C bei 80% Luftfeuchtigkeit. Außerdem ist der Stollen weitgehend frei von Staub und Pollen. Allergiker empfinden das Klima im Stollen deshalb als besonders wohltuend. Vor dem Stollen gibt es Sonderschauen bzw. den Verkauf von Mineralien und bergmännischen Geschenkartikeln. Öffnungszeiten: Anfang April bis Ende Oktober; 10:00–18:00Uhr; Montag Ruhetag.
Tourismusbüro
Verkehrsverein Schönau, 66996 Schönau, Tel. 06393/92120, www.schoenau-pfalz.de

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