Monte Vettore

Unschwierige Bergtour. Bei Nebel Orientierungsprobleme, vor allem zwischen Sella delle Ciaule und Gipfel. (Autor: Helmut Dumler)
5 km
940 m
4.00 h
Am Scheitel der Straße über die Forca di Presta (1536 m) gehen wir nördlich hinauf zu einem Holzkreuz und folgen den roten Farbzeichen von Wegnummer 1 (Teilstück des Sentiero Italia) etwas links der stumpfen Costa le Particelle. Nach 30 Min. betritt man die Grenze Umbrien – Marken. Ca. 15 Min. später wechselt die Route in die Ostflanke des Rückens. Es begegnet uns das Tito-Zilioli-Gedenkkreuz am Ausläufer eines steilen Geröllfeldes, durch das wir schräg links ansteigen. Die Kuppe des Monte Vettoretto (2052 m) wird links umgangen in die den Rücken unterbrechende Forcella Valle Santa (2045 m). Aus ihr schwach rechts haltend über die Hänge des Pratopulito in 30 Min. zu dem bereits sichtbaren Rifugio Tito Zilioli (2233 m).
Anschließend betreten wir die Sella delle Ciaule (2240 m) im Hufeisenbogen des südlichsten Monti-Sibillini-Kammes. Wegnummer 1 wendet sich nach links (Cima del Lago, Cima del Redentore). Im Norden öffnet sich der grandiose Kessel, aus dem Wegnummer 3 mündet ( Tour 24). Wir halten uns rechts (Markierung 1 A), nordöstlich, geleitet vom Kammrücken, nach 20 Min. dann etwas links davon, und erreichen in 45 Min. die Aussichtswarte des Monte Vettore (2476 m), die bereits zur Region Marken gehört (2:40 Std). Rund 500 m tiefer starren die dunklen Augen des Lago di Pilato aus dem Kargeröll. Südlich, 1700 m unterhalb des Gipfels, wacht der von einer mittelalterlichen Burg gekrönte, in der Antike von Sabinern gegründete, 1440 mit Stadtrechten begabte, heutige Fremdenverkehrsort Arquata del Tronto über die Via Salaria: »99 Meilen von Rom« (umgerechnet sind das 146 km) verrät ein in der Fraktion Trisungo gefundener Meilenstein. Und im Südosten – 45 km Luftlinie – ruft der Gran Sasso! Der Abstieg erfolgt auf der Aufstiegsroute.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied940 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktForca di Presta (1536 m), Straßensattel am Südrand der Monti Sibillini. Parken entweder an der Forca oder am Sträßchen zum Rifugio degli Alpini.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Monti Sibillini bzw. der gleichnamige, 1993 der Öffentlichkeit übergebene Nationalpark auf 72 000 ha mit 20 Gipfeln über 2000 m bildet einen Teil des Appennino Settentrionale. Kulminationspunkt und meistbesuchter Gipfel ist der Monte Vettore. Die erste namentlich verbürgte Besteigung gelang 1876 dem Florentiner Damiano Marinelli, der fünf Jahre später in der Monte-Rosa-Ostwand tödlich verunglückte.
Beste Jahreszeit
KartentippKompasskarte 1:50 000, Blatt 666. Carta dei sentieri 1:25 000, Blatt »Parco Nazionale dei Monti Sibillini«. Erhältlich in den Case del Parco, z. B. in Norcia: Via Solferino 22.
MarkierungenRote Farbzeichen.
VerkehrsanbindungVon Norcia zunächst Richtung Castelluccio, vor der Ortschaft rechts (6 km) zur Forca di Presta; ab Norcia 33 km. Von Perugia 132 km, von Spoleto 81 km.
GastronomieRifugio Zilioli, unbewirtschaftet, Notunterkunft. Ca. 400 m südlich der Forca di Presta: Rifugio degli Alpini (1550 m), Juni– Mitte September täglich, bis Oktober nur an Wochenenden, auch 35 Schlafplätze. Tel. 0736/80 92 78, 0347/ 0 87 53 31.
Tipps
Sibyllen nannte das Altertum weissagende Frauen. Die Sibylle von Cumae, Autorin der 83 v. Chr. verbrannten Bücher und angeblich eine verführerische Zauberin, sei in die Monti Sibillini verbannt worden, in die Grotta delle Fate, heißt es.
Unterkunft
Siehe Einkehr. Oder in Castelluccio ( Albergo-Ristorante Sibilla**, lokale Spezialitätenküche, Tel. 0743/82 11 13. 9 km vor Castelluccio: Rifugio Perugia, Tel. 0743/82 30 19. Weitere Unterkunftsmöglichkeiten um die Forcella Canapine ( Tour 15) sowie in Norcia: Hotel-Ristorante Palatino**H, Tel. 0743/81 73 43. Zum Hotel gehört die Norcineria Lanzi; Direktverkauf.), Norcia oder Arquata del Tronto.
Tourismusbüro
Casa del Parco Nazionale dei Monti Sibillini, Piazza Umberto I, I-63043 Arquata del Tronto, Tel. und Fax 0736/80 96 00.
Region:
Italien
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