Monte San Giorgio

Lohnende Gipfelüberschreitung, die neben einem Prachtblick auf das Luganese vor allem den Natur- und Kunstfreunden viel Interessantes bietet. Anstieg verhältnismäßig steil, aber angenehm schattig. (Autor: Eugen E. Hüsler)
10 km
820 m
4.00 h
Der Gipfelweg startet am Ortsrand von Riva San Vitale (273 m) bei der Kirche Santa Croce. Zunächst auf einem Sträßchen bergan, vorbei an einigen neueren Häusern zum Ausgang des markanten Grabens von Cumaval. An der Wasserfassung links (Wegzeiger) und in vielen Kehren angenehm schattig unter Kastanienbäumen aufwärts zu dem vergammelten Gebäude auf der Alpe Albio (585 m; 1 Std.). Dahinter rechts und weiter ansteigend über dem Cumaval in weitem Bogen zu einer Verzweigung. Links aufwärts zur Anhöhe von Pozzo (812 m), dann diagonal über den steilen Buchenhang zum Südostgrat (995 m). Hier rechts und an dem breiten Rücken zum Gipfel des Monte San Giorgio (1097 m; 2:30 Std.) mit Kapelle und zwei Sitzbänken. Faszinierender Tiefblick auf den Luganer See.
Der Abstieg führt von der weiträumigen, mit mächtigen Buchen und Eichen bestandenen Höhe zunächst mäßig abwärts nach Cassina (902 m; Picknickplätze). Weiter auf einer breiten, steinigen Spur an dem bewaldeten Rücken über der Val Serrata entlang, dann über den westseitigen Hang hinunter zur Kirche San Silvestro (606 m). Auf einem Sträßchen hinein nach C Meride (578 m; 3:45 Std.). Durch den malerisch verwinkelten Ort, dahinter an einer Reihe neuer Einfamilienhäusern vorbei zur winzigen Kapelle San Antonio (573 m). Auf dem alten Pfad hinunter in den felsigen Mündungsgraben der Val Serrata und über den Bach zu einem Fahrweg. Im Wald hinunter zu den ersten Häusern, dann auf Asphalt hinein nach C Riva San Vitale (272 m; 4:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied820 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRiva San Vitale (273 m) am Südende des Luganer Sees. Gebührenpflichtige Parkplätze im Ort.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterNatürlich kann sich der Monte San Giorgio (1097 m), trotz des Prachtblicks auf den Luganer See, als Aussichtsberg nicht mit dem Generoso (C Tour 34) messen. Der Blick geht aber weniger zu fernen Horizonten, als vielmehr zurück in die Vergangenheit: Natur- und Kulturgeschichte werden lebendig, gegenwärtig. Und schon im Frühling bezaubert die üppige Vegetation; man entdeckt an den Bergflanken sowohl alpine wie auch mediterrane Gewächse. C Riva San Vitale besitzt zwei Kulturdenkmale von überregionaler Bedeutung, C Meride beeindruckt durch sein geschlossenes Ortsbild.
Geradezu Sensationelles förderten Grabungen an dem kleinen Berg zu Tage: Saurier, bestens konserviert in einer Bitumenschicht zwischen Kalk und Dolomit. Es handelt sich dabei um Ablagerungen des Tethysmeers aus der Trias (vor etwa 225 Mio. Jahren). Paradefundstück ist das 2,3 m lange Gerippe eines Ceresiosaurus.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blatt 286 T >Malcantone<
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungCapolago (273 m), Nachbarort von Riva San Vitale, ist Station an der Bahnlinie Lugano – Chiasso (Gotthardstrecke). Busverbindung zwischen den beiden Dörfern.
GastronomieSalame, Formaggini und einen ordentlichen Nostrano gibt's im »Antico Grotto Fossato« in Meride; Mo Ruhetag, im November und an Weihnachten geschlossen.
Tourismusbüro
Mendrisio Turismo, Via Angelo Maspoli 15, CH-6850 Mendrisio; Tel. 091/6 46 57 61, Fax 6 46 33 48, E-Mail info@mendrisiotourism.ch, Internet www.mendrisiotourism.ch.

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