Mont Velan, 3731 m

Ein zünftiger Berg (Autor: Richard Goedeke)
12 km
1800 m
10.00 h
Gipfelaufstieg von Bourg-St-Bernard (1927 m, am nördlichen Tunnelausgang).
Nach Osten Weg in Richtung Plan du Jeu und zum oberen Ende des Skilifts (2273 m). Nun im Zickzack über begrünten Rücken zum schuttbedeckten Glacier de Proz. Diesen rechts betreten. An seinem linken Rand nach Süden hinauf zum flachen Col d'Annibal (2992 m, 3:30 Std.; hierher auch von Süden von Etroubles durch das Val Molline und über die Alpe Montagna Molline, 2424 m, von dort weglos).
Ab Col d'Annibal am zuerst leichten Grat, steile Passagen seitlich (meist links) umgehend, zum Felskopf Aiguille du Déjeuner (3346 m). Über kurzen Schneegrat zum oberen Teil des Grates, wo die Kletterei etwas weniger leicht ist. So erreicht man den P. 3681 m. In südlicher Richtung über flachen Firn zum Gipfel.
Gipfelaufstieg von Bourg-St-Pierre (1632 m) über Cabane du Velan (dann 930 + 1170 mH, Gletscher, I A0).
Vom Ort nach Südosten talauf, gemeinsam mit dem Aufstieg zur Cabane de Valsorey bis kurz vor das Châlet d'Amont (2197 m). Noch vor diesem rechts im Talgrund bleibend weiter, zuletzt steil hinauf, zur Cabane du Velan (2569 m, SAC Genf, 64 L, Juli–Sept., Tel. 0041/27/7871313).
Auf Pfad zum Glacier de Tseudet und über dessen linke Moräne bis unterhalb von Abbruch. Nun den Gletscher nach Ostsüdost queren und am Fuß der Felsen des Mont de la Gouille zur Mulde unter dem Col. Hinauf zum Übergang (rechts von zwei spitzen Türmen, Kette). Jenseits über steile Felsen (Versicherungen) hinab zum Glacier de Valsorey. Diesen genau nach Süden queren und über Firnhang östlich einer Felsinsel hinauf. Dann durch Gletschermulde, große Spalten westlich umgehend, zum Grenzgrat. An diesem leicht zum Gipfel.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied1800 m
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBourg-St-Bernard oder Bourg-St-Pierre
EndpunktMont Velan
TourencharakterDer großartige Grenzgipfel östlich über dem Col du Grand St. Bernard wurde bereits am 31. August 1779 durch den Domherrn des Hospizes Laurent-Joseph Murith mit den einheimischen Jägern Moret und Genout bestiegen, wobei sie über die Westflanke auf- und über den Arête d'Annibal abstiegen. Das ist auch heute noch ein Aufstieg ohne Stützpunkt und folglich eine Hammertour. Eine Alternative mit Hütte ist der weit längere Aufstieg von der Cabane Velan über das Col de la Gouille und die Ostseite, der jedoch im Gegensatz zur Route der Erstbesteiger über weite Strecken auf gar nicht so harmlosen Gletschern verläuft.
Hinweise
Siehe Tour 42 in Karte.
KartentippSAC-Karte 1 - 50000, Blatt 282 Martigny und 292 Courmayeur
GastronomieCabane du Velan (2569 m, SAC Genf, 64 L, Juli–Sept., Tel. 0041/27/7871313)
Tipps
Aussicht. Im Nordosten die Masse des Grand Combin.
Informationen
Schwierigkeit. Insgesamt F+ (leicht), mit Kletterstellen II (mäßig). Mühen: Gipfelaufstieg 1800 mH (7 Std.). Gefahren: In der Westflanke Steinschlag möglich, der Arête d'Annibal ist sicherer. Beim Aufstieg von Osten weitläufig Gletscher. Freuden: Ein zünftiger Berg. Spezialführer: Waeber, GF Walliser Alpen, Bergverlag Rother; Brandt, SAC Clubführer Walliser Alpen 2 und 3.
Höchster Punkt
Mont Velan, 3731 m
Unterkunft
Cabane du Velan (2569 m, SAC Genf, 64 L, Juli–Sept., Tel. 0041/27/7871313)

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Richard Goedeke

Die hohen 3000er der Alpen

Es muss nicht immer ein 4000er sein – folgen Sie dem Alpenspezialisten Richard Goedeke auf oft einsame und anspruchsvolle Gipfel über 3500 Meter

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema