Meilerhütte

Die Meilerhütte zählt mit 2366 Metern Höhe zu den höchstgelegenen Hütten der Bayerischen Alpen. Sie wurde 1898 von dem Bergfreund Leo Meiler gestiftet und der Sektion Bayerland des Deutschen Alpenvereins übereignet. Bereits 1911 errichtete diese einen großen Steinbau, dem ein wuchtiger Küchenanbau 1936 folgte. Die unmittelbar am Dreitorspitzgatterl gelegene Hütte markiert den Übergang von der Garmischer Seite ins Leutaschtal. Nach der Übernahme der burgähnlichen »Hütte« durch die Sektion Garmisch-Partenkirchen machte sich die Hütte einen Namen als Vorreiterin bei der Nutzung alternativer Energien durch Wind und Sonne. (Autor: Heinrich Bauregger)
2 km
1545 m
5.00 h
1 Von Garmisch-Partenkirchen Vom Skistadion gehen wir bis zum Eingang der Partnachklamm, dann durch die gebührenpflichtige, gesicherte Klamm (Umgehung links über Vordergraseck) und folgen der Partnach bis zur Wegverzweigung (Eckbauer); dort geradeaus hinab zum Holzsteg über den Ferchenbach und nach der zweiten Wegverzweigung rechts über die Partnach. Nun wandern wir auf der Forststraße durchs Reintal, beim E-Werk geradeaus weiter. Nach der Hinterklamm überquert man die Partnach, quert den Reintalbach und zweigt links vom Hauptweg ab ins Oberreintal. Nach steilem Anstieg geht es über eine Bergstufe links hinab und in zahlreichen Serpentinen auf dem E4a zum Schachenhaus. Dort weiter wie Hüttenweg 2. 2 Von Elmau Von Schloss Elmau führt ein breiter, bequem zu gehender und gut ausgeschilderter Weg südwestwärts empor Richtung Schachen. Man ist erst unterwegs auf dem Königsweg, gewinnt allmählich an Höhe – rechts Abstecher zur Wettersteinalpe möglich –, steigt dann steil zum Steilenberg hinauf und erreicht über den Schachenweg das gleichnamige Haus. Vom Schachenhaus steigen wir auf gutem Wanderweg zunächst über den Wiesenrücken des Teufelsgsaß zu den Felsen des Frauenalprückens. Von dort leitet uns ein in den Fels gesprengter Steig hinauf zum Frauenalpl (2202 m). Ab hier geht es wieder etwas abwärts, dann über einen Hang zum gleichnamigen Sattel. Dort steigen wir jenseits ein Stück hinab und über ein Geröllfeld hinauf zur Meilerhütte. 3 Durch das Bergltal Vom Gasthof Hubertus wandern wir auf Wirtschaftsweg durch Wiesen zum Wald, passieren ein Gatter und treffen auf eine Weggabelung, wo sich unser Weg zu einem Pfad verengt. Alsbald treffen wir wieder auf einen Fahrweg, folgen ihm kurz, bis uns rechts eine Wegtafel zur Meilerhütte weist. Wir wandern nun hinauf zum grünen Berglboden, dann weiter in zahlreichen Serpentinen auf der Ostseite des Öfelekopfs durch die endlose Latschenzone hinauf zum Leutascher Platt. Unter den Felsen des Mustersteins und der Törlwand steigen wir über die Geröllhalden hinauf zum Gatterl und rechts zur Meilerhütte. 4 Über den Söllerpass Vom Ortsteil Lehner im Leutaschtal folgt man der Markierungs-Nr. 817/818 durch Wiesen und Wald in Richtung Puittal, überschreitet den Puitbach, hält sich links und steigt dann steil durch Wald hinauf. Bei der Wegverzweigung oberhalb der Waldgrenze hält man sich rechts (Mark.-Nr. 818) und steigt steil in zahlreichen Serpentinen hinauf zum Söllerpass (2259 m). Nun geht es über das weite Leutascher Platt.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied1545 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von Garmisch-Partenkirchen: 5 1/2 Std.; von Elmau: 4 1/2 Std.; durch das Bergltal bzw. über den Söllerpass: 4 1/2 Std. Schwierigkeit Die Hüttenanstiege 1 und 2 sind bis zum Schachenhaus leicht, dann Trittsicherheit erforderlich. Für Hüttenweg 3 Trittsicherheit erforderlich, für Hüttenweg 4 zusätzlich Schwindelfreiheit und Orientierungssinn bei Nebel. Gipfel Zeit Von der Meilerhütte: 2 Std., Abstieg zur Hütte: 1 1/2 Std.; insgesamt: 3 1/2 Std. Schwierigkeit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit unbedingt erforderlich. Eisenklammern und Drahtseile erleichtern den Weg.
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Werdenfelser Land (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Gasthaus Elmau, siehe Tour 85. Wettersteinalm, siehe Tour 85. Schachenhaus, siehe Tour 85.
Informationen
Der Hüttengipfel Partenkirchener Dreitorspitze, 2633 m: Von der Meilerhütte geht es in südlicher Richtung hinab Richtung Leutascher Platt, dann rechts haltend und Querung unterhalb des Bayerlandturms in ausgesetztem Gelände ohne großen Höhenverlust in Richtung Westen (Seilsicherungen). Der Steig hält sich rechts und führt in Serpentinen über die obersten Schutthänge des Platts und geht in festes Gestein über. An einem Felsen mit roter Markierung beginnt der Gipfelanstieg. Zunächst geht es über eine steile Felspassage an Eisenklammern höher, an einer Seilsicherung nach rechts und über eine Felsrippe direkt gipfelwärts. Etwa 80 Meter unterhalb der Gratlinie queren wir eben nach links zum flacheren Gipfelbereich. Über Schottergelände hinauf zum Grat, dann rechts in Serpentinen über Felsstufen auf den Westgipfel der Partenkirchener Dreitorspitze.
Höchster Punkt
Meilerhütte, 2366 m; Partenkirchener Dreitorspitze, 2633 m.
Unterkunft
Meilerhütte, 2366 m (AV-Hütte, Kat. I, 13 Betten, 70 Lager, von Mitte Juni bis Anfang Oktober bewirtschaftet, Winterraum in der alten, bereits 1898 erbauten Hütte mit 8 Lagern; Tel. 0171/5227897).

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