Familienwanderung im Allgäu

Mariengrotte und Falkenstein

Eine Runde um Deutschlands höchstgelegene Burgruine. Insgesamt eine leichte Tour, jedoch gibt es einige steile Passagen am An- und auch am Abstieg, die Kondition erfordern. (Autor: Heinrich Bauregger)
6 km
420 m
3.00 h
Eigentlich sollte Schloss Falkenstein bei Pfronten das nächste, neu erbaute Schloss des Märchenkönigs Ludwig II. werden, größer und noch aufwändiger als alle anderen. Doch sein früher Tod hat das Vorhaben vereitelt. Eine Abbildung des geplanten Schlosses können wir im Burghotel Falkenstein bewundern. Und so finden wir dort oben »nur« Deutschlands höchstgelegene Burgruine.

Die im Jahre 1280 vom Grafen Meinhard II. von Tirol erbaute Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt und seitdem nicht wieder aufgebaut. Der König hatte zwar die Burgruine bereits gekauft und einen Zufahrtsweg anlegen lassen, dann wurden jedoch die Arbeiten eingestellt. Das 1988 erbaute Burghotel steht an der Stelle der ehemaligen Bauhütte. Der kurzweilige Anstieg und das prächtige Panorama der Ostallgäuer Seenplatte und der Allgäuer Berge entschädigt aber teilweise für das Phantasieschloss. An so einem historischen Ort wie diesem finden wir natürlich auch noch eine weitere, diesmal aber kleine Sehenswürdigkeit, die Mariengrotte in der Südwand des Falkensteins.

Die Falkensteinrunde

Vom Parkplatz bei der Talstation der Breitenbergbahn (bzw. von der Bahnstation Pfronten-Steinach) folgen wir kurz der Bundesstraße in Richtung Vils. Bereits nach 200 Metern biegen wir links ab und entdecken bereits die ersten Wegweiser zu unserem Ziel - »Mariengrotte« und »Falkenstein«.

Wir queren die Bahnlinie und die Vils und treffen auf einen Sandweg. Auf diesem kurz nach links, dann sogleich rechts auf den ausgeschilderten Pfad, der den Südanstieg zum Falkenstein vermittelt. Bald folgt eine Wegkreuzung, wo wir uns geradeaus halten. Der bisweilen steile Anstieg durch die Südflanke des Falkensteins wechselt mit fast ebenen Passagen ab.

Dann zweigt der schmale und steile Steig zur Schlossangeralp ab, den wir jedoch ignorieren, wollen wir doch vorher erst zur Burgruine hinauf. Wir folgen weiter dem Weg zur Burgruine, steigen durch Wald weiter an und sehen bald die Südwand des Falkensteins vor uns. Haben wir diese erreicht, folgen wir ihrem Wandfuß rechts weiter und gelangen so zur Mariengrotte, die sich unter einem überhängenden Wandteil befindet. Bei der hier im Jahre 1889 aufgestellten Madonna gibt es einen schönen Rastplatz mit freiem Blick.

Dann folgen wir dem linken Weg hinauf zur Burggaststätte. Ein gut ausgebauter Steig mit vielen Stufen und gesichert mit einem Geländer leitet uns von dort hinauf zur Burgruine Falkenstein. Den Abstieg nehmen wir nun über die Schlossangeralp. Neben der Terrasse des Burghotels führt ein serpentinenreicher Steig durch Wald nach Norden hinab. Am unteren Waldrand halten wir uns rechts und erreichen so eine Teerstraße.

Auf dieser nun links und über den Parkplatz der Schlossangeralp. Unser Wegweiser »Zum Manzengrat« leitet uns nun durch eine Wiese zum Waldrand. Wir folgen dort dem rechten Weg über den Manzengrat und steigen dann in steilen Serpentinen ins Vilstal hinab zum Gasthaus Manzenstüble und weiter bis zum Talgrund. Zunächst am Mühlbach, dann an der Vils entlang zurück zum Ausgangspunkt.

Variante

Wir können auch zum Berghotel Schlossangeralp hinauffahren. Von dort führt ebenfalls ein Wanderweg zur Burgruine. Hin- und Rückweg 1.30 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied420 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortPfronten, 853 m
TourencharakterDauer: Von Pfronten-Steinach über die Mariengrotte zur Burgruine 1.30 Std., Abstieg zum Ausgangspunkt über die Schlossangeralp 1.30 Std.; gesamte Gehzeit 3 Std.
Hinweise
Ab 5 Jahren.
KartentippTopographische Karte 1 - 50000 Füssen und Umgebung (BLVA).
VerkehrsanbindungAuto: Von Kempten (A 7) oder über Marktoberdorf bzw. über Füssen nach Pfronten-Steinach (B314 bzw. B 309). Am Südende von Pfronten Parkplatz gegenüber der Talstation der Breitenbergbahn.
Bahn/Bus: Mit der Bahn (Außerfernbahn) von Kempten bzw. von Füssen nach Pfronten-Steinach.
GastronomieBurghotel und Restaurant Falkenstein (1220 m) mit Kiosk; nahezu ganzjährig bewirtschaftet. Tel. 08363/914540.
Berghotel Schlossangeralp (1100 m); nahezu ganz-jährig bewirtschaftet, Tel. 08363/914550. Zufahrt zum Hotel möglich.
Gasthaus Manzenstüble (900 m), im Pfrontener Ortsteil Ösch; nahezu ganzjährig bewirtschaftet.
Tipps
Am östlichen Ortsrand von Pfronten finden wir einen ausgeschilderten und mit Stegen begehbar gemachten Moor- und Streuwiesenpfad mit Infotafeln und einem kleinen Aussichtsturm. Gehzeit etwa 1 Std.
Höchster Punkt
Falkenstein, 1268 m

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