Leichte Rundwanderung rund um Daun

Maare um Daun - Wandern mit Bademöglichkeit

Wahrhaft plutonische Gefilde! Drei hochrandige, ovale Maarschalen sind südlich von Daun im Abstand von 500 m in die wellige Landschaft eingebettet. Sie stammen noch aus grauer Vorzeit, als Gasexplosionen die Erdkruste aufrissen und riesige Mengen von Sand und Gestein in die Lüfte schleuderten.
4 km
175 m
1.30 h
Vom Nordrand des Parkplatzes – schöner Blick über das Weinfelder Maar – wandern wir mit dem Vulkanweg auf den Mäuseberg (561 m) und in wenigen Minuten zum 11 m hohen Dromke-Turm, Reminiszenz an den »Eifelvater« Dr. Adolf Dromke (gest. 1898), Gründer und erster Vorsitzender des Eifelvereins. Auf der Plattform befinden wir uns genau 164,50 m über dem Spiegel des Gemündener Mares. Südöstlich glänzen auf dem Hohen List die Kuppeln der zweitgrößten Sternwarte Deutschlands (siehe Betriebsbesichtigungen in der Reiseinformation). Anschließend dringt unsere Route in den Mischwald ein und beschreibt eine lange Serpentine.

Später überquert man einen breiten Weg und folgt den Markierungen hinunter zum Wald-Café. Hier feierte der preußische Heerführer und Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke am 26. Oktober 1847 seinen 47. Geburtstag, bekundet ein Gedenkstein (35 Min.). Weiter geht es zum nahen Kriegerehrenmal. Dort wandern wir halb rechts, abwärts zu dem annähernd kreisrunden Gemündener Maar (404 m). Vom Strandbad leitet das Sträßchen empor zu einem Sattel. Eine Tafel lenkt uns auf asphaltiertem Sträßchen rechts zur Skipiste.

Anschließend geht es geradeaus weiter zum Schlepplift; der Wald bleibt zurück. In gut 5 Min. gelangt man zur Höhe einer sanft gewölbten Kuppe. Wir wandern oberhalb einer Abbaugrube weiter. Danach spitzwinkelig rechts auf einen Feldweg abbiegen, dem man ansteigend folgt. Er wendet sich bald links, etwas später dann rechts. In der Kurve geht es links auf einem Pfad zum gotischen Weinfelder Kirchlein, ehemals Pfarrkirche des im 16. Jh. durch die Pest untergegangenen Dorfes Weinfeld, das an der Stelle einer römischen Villa entstanden war. Auf dem Friedhof ruhen die Verstorbenen des Ortes Schalkenmehren. Ab dem Kirchlein geht es noch 150 m weiter. Dann zweigen wir rechts ab entsprechend dem Maar-Rundweg und wandern zurück zum Parkplatz.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied175 m
Dauer1.30 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz südöstlich von Daun im Sattel zwischen Weinfelder Maar und Schalkenmehrener Maar; Busverbindungen ab Daun (4 km, Bahnhof).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterUnschwierige Rundwanderung. Im Gemündener Maar Bademöglichkeit. (Autor: Helmut Dumler)
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50 000, Blatt 5906 »Daun«.
Markierungen»V« für Vulkanweg.
VerkehrsanbindungVon der Autobahnausfahrt Daun-Mehren 9 km nach Daun, von Gerolstein 20 km (nächster Bahnhof), von Cochem 35 km, von Bonn 88 km. Sommers zeitweise Bahnverbindung mit Gerolstein; Direktbus von Koblenz.
GastronomieWald-Café am Gemündener Maar.
Tipps
Quicklebendige Zeugen vulkanischer Zeiten sind die im Umkreis sprudelnden Sauerbrunnen. Diese Mineralwässer entstehen im Rahmen eines chemischen Umwandlungsprozesses. Das ins Erdinnere eingedrungene Niederschlagswasser mischt sich mit Kohlensäure, der letzten Erscheinungsform des ausklingenden Vulkanismus, wird stark aggressiv und löst die in den Steinklüften vorhandenen Mineralien.
Unterkunft
Schloss-Hotel, Tel. 06592/92 50; Hotel-Restaurant Zum Goldenen Fässchen, Tel. 06592/30 97; Daun-Gemünden: Hotel-Restaurant Müller, Tel. 06592/25 06; Jugendherberge in Richtung Maare, Tel. 06592/ 28 84; Campingplatz: Zur Dockweiler Mühle, Dockweil, Tel. 06595/1 02 74.
Tourismusbüro
Kur- und Verkehrsamt, Leopoldstraße 5, 54550 Daun, Tel. 06592/9 51 30, E-Mail touristinfo@daun.de, Internet www.daun.de.
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