Lieserpfad in der Vulkaneifel

Schönster Wanderweg der Eifel - Mit Ausnahme einiger felsiger Passagen, die bei Nässe rutschig sein können, folgt der Lieserpfad bequemen Waldwegen. (Autor: Bernhard Pollmann)
Gemündener Maar Das nahezu kreisrunde Gemündener Maar (407 m) ist mit 325 m Länge und 300 m Breite das kleinste der drei Dauner Maare, der 38 m tiefe Maarsee ist für den Wassersport freigegeben - Im Naturfreibad ist das Baden erlaubt, auch einen Bootsverleih gibt es. Ein Rundwanderweg verbindet Gemündener, Weinfelder und Schalkenmehrener Maar, vom Parkplatz zwischen dem Weinfelder Maar und dem Schalkenmehrener Maar führt ein Weg zum Dronketurm am Mäuseberg; dort bietet sich ein Panorama der drei Dauner Maare, bei klarer Sicht reicht die Aussicht bis zum Hunsrück. Bei der Explosion, die das Gemündener Maar entstehen ließ, blieb ein schmaler Grat aus Schiefer, Grauwacke und Sandstein zwischen dem Maar und dem Liesertal stehen. Durch Üdersdorf nach Manderscheid Vom Gemündener Maar folgt der mit dem Zeichen »schwarzer Keil« markierte Lieserpfad der hier noch recht schmalen Lieser im linken Hang abwärts und erreicht nach einer Stunde die Üdersdorfer Mühle, ein viel besuchtes Ausflugsrestaurant mit Übernachtungsmöglichkeit. Wenig später gibt kurz die Straße die Route vor (Abstecher zur Pension Haus Liesertal möglich), dann wechselt der Lieserpfad wieder neben das Flüsschen. Ab hier verlaufen auch im gegenüberliegenden Hang keine Straßen mehr. In stetem Auf und Ab, teils im Wald, teils in Wiesen, folgt der Lieserpfad dem Fluss, zwischendurch lädt die Schutzhütte Hähnerfläch zur Rast ein. Bald nach Passieren der Rulandhütte tauchen die Burgen von Manderscheid auf. Auf hohem Felsen über dem Fluss thront die 1201 erstmals erwähnte, ab 1427 in ihrer jetzigen Form erbaute Niederburg, die Stammburg der Grafen von Manderscheid; 1899 erwarb der Eifelverein die weitläufige Ruinenanlage mit dem 18 m hohen viereckigen Bergfried aus dem 12. Jh. Die ältere der beiden Manderscheider Burgen ist die Oberburg. Unterer Lieserpfad Die zweite Etappe des Lieserpfads stellt mit ihren Schluchttalabschnitten und Felsen die erste an landschaftlicher Schönheit in den Schatten, ist jedoch deutlich schwieriger, die Zwischenanstiege summieren sich auf 400 Höhenmeter. In Manderscheid geht es auf der Straße hinab in Richtung der Burgen und kurz hinter der Alten Molkerei rechts ab auf den Lieserpfad: Im Wechsel von Wegen, schmalen Pfaden und Steigen folgt er dem bis zu 100 m in die Gesteine des Gebirges eingeschnittenen Schluchttal. Eine einzige Straße ist während der gesamten Wanderung zu queren, ansonsten erwartet nichts als die Großartigkeit der Wälder und Felsen. Einzige Einkehrmöglichkeit ist die im Rahmen eines kurzen Abstechers erreichbare Pleiner Mühle, die man nach etwa sechs Stunden erreicht. Nach einer weiteren Stunde erreicht der Lieserpfad Wittlich.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour40 km
Höhenunterschied600 m
Dauer10.00 h
Schwierigkeit
StartortDaun (500 m), Mineralheilbad und Luftkurort im Geopark Vulkaneifel an den Dauner Maaren; Eifel-Vulkanmuseum.
AusgangspunktMarktplatz in Daun (410 m) oder Bushaltestelle Gemündener Maar am Gemündener Maar (407 m) 1,5 km südlich von Daun an der Buslinie Manderscheid – Daun.
TourencharakterDer Lieserpfad vom Mineralheilbad Daun längs des Flüsschens Lieser durch den Geopark Vulkaneifel zu den Burgen von Manderscheid und nach Wittlich ist der schönste Talwanderweg der Eifel, manche zählen ihn zu den schönsten Wanderwegen ganz Deutschlands. Die Lieser entspringt oberhalb von Daun bei Boxberg und durchfließt die Kurstadt Daun, ehe am Gemündener Maar 1,5 km unterhalb von Daun der bis Wittlich fast durchgehend autofreie Teil des Tals beginnt.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte 1 - 25000, Daun – Rund um die Kraterseen, und Wanderkarte 1:25000, Wittlicher Land (beide Eifelverein/Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz).
VerkehrsanbindungAuf der A 1 Vom Dreieck Moseltal bei Trier Richtung Daun bis zum derzeitigen Autobahnende bei Daun.
GastronomieDie erste Etappe bis Manderscheid ist leicht, die zweite Etappe verlangt auf Felspassagen Trittsicherheit. Der Lieserpfad ist im Rahmen einer Zwei-Tages-Tour zu durchwandern. Die erste Etappe endet nach 17 km in Manderscheid, wo es zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Wittlich am Ziel der 21 km langen zwei- ten Etappe hat einen Hauptbahnhof an der ICE-Strecke Koblenz – Trier. Zudem besteht Busverbindung von Wittlich über Manderscheid nach Daun (alle zwei Stunden). Weitere Übernachtungsmöglichkeiten sind die Üdersdorfer Mühle und die Pension Haus Liesertal in Üdersdorf.
Tipps
Maare Die Maare sind die »blauen Augen« der Vulkaneifel. Ein Maar ist ein durch vulkanische Gasexplosion entstandener Krater, der sich mit Wasser gefüllt hat. Maare sind meist nahezu kreisrund und von einem steilen, niedrigen »Kraterring« umgeben. Durch Verlandungsprozesse können sich auf Maarseen Schwingrasen und Moore bilden, was zum völligen Verschwinden des Sees führen kann. Die bedeutendsten Maarvorkommen Deutschlands mit Maarseen und Trockenmaaren finden sich in der Vulkaneifel. Das Pulvermaar bei Gillenfeld ist mit einer Wasserfläche von 36 ha das größte aller Eifelmaare und mit einer Wassertiefe von bis zu 86 m der tiefste natürliche See der deutschen Mittelgebirge. Das Maarmuseum in Manderscheid am Lieserpfad dokumentiert den Maarvulkanismus. Sehenswerte Exponate sind die Fossilien des ca. 45 Millionen Jahre alten Eckfelder Maars, darunter das Eckfelder Urpferdchen und die »älteste Honigbiene der Welt«.
Tourismusbüro
Tourist-Information Daun, Leopoldstraße 5, 54550 Daun, Tel. 06592/95130, Internet www.daun.de.

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