Leutaschklamm

Schon seit langem ist der unterste Teil der Leutaschklamm mit einem Klammsteig erschlossen und gegen ein geringes Eintrittsgeld zugänglich. Daran hat sich nichts geändert und dieser spannende, aber kurze Klammabschnitt ist der schönste Teil der Leutaschklamm geblieben. Seit Ende Mai 2006 ist der Ausbau eines weitaus längeren Klammabschnitts abgeschlossen. Allerdings verläuft der neue Steig nicht in der Klamm, sondern weit oben an fast senkrechten Felsenwänden. Er ist zwar eine technische Meisterleistung, bietet auch fast durchgehend Tiefblicke in die Klamm hinunter, aber an den tosenden Klammbach kommt er nicht heran. Die wilde Leutasch ist vom neuen Klammweg also nur aus der Ferne zu erleben. Damit aber doch etwas Aufregendes bleibt, haben findige Tourismusmanager aus der Leutaschklamm eine Geisterklamm gemacht. (Autor: Siegfried Garnweidner)
5 km
300 m
2.00 h
Von der Isarbrücke auf einem breiten Schotterweg erst einmal nach Süden, bis neben der Leutasch das Kassenhäuschen erreicht ist. Dort muss ein moderater Obulus entrichtet werden und anschließend geht man erst einmal ein paar Meter nach Süden weiter und kommt in den schon seit langem ausgebauten Klammabschnitt. Auf einem relativ kurzen, aber sehr spannenden Steig geht es nun durch den wildesten Teil der Leutaschklamm nach Westen hinauf, bis vor einem gigantischen Wasserfall die ausgebaute Strecke endet.

Anschließend folgt man diesem schönen Klammteil wieder zum Kassenhäuschen zurück. Von dort biegt nach links ein schmaler Serpentinenweg ab und steigt schneidig durch lichten Buchenwald gegen Westen an, ehe er etwas abfällt und auf solide Hangsteige stößt. Über sie auf Treppen zu einer eindrucksvollen Klammbrücke. Nun aber nicht über die Brücke sondern auf dem an die Felsenwand gebauten Metallsteg weiter über der Klamm dahin, wo durchgehend eindrucksvolle Tiefblicke zu bestaunen sind.

Nach etwa 2/3 der Strecke biegt unmittelbar neben einer weiteren Klammbrücke (Panoramabrücke) nach rechts ein Steig ab und führt rund 10 Minuten steil zur Höllkapelle hinauf. Diese Jakobskapelle steht neben der Staatsstraße und wurde im Jahr 1697 gebaut. Von dort muss man auf dem gleichen Weg wieder in die Klamm hinunter und auf der Panoramabrücke zum Südufer.

Nun ein längeres Stück geradeaus über der tosenden Leutasch dahin und anschließend in ein paar leichten Kurven über tiefen Gumpen zum Ende des ausgebauten Steigs. Von dort ein paar Meter nach Süden den Hang hinauf und zu einer breiten Promenade. Auf ihr hoch über der Klamm nach Osten zurück und bei der Wegverzweigung links schwenken. Ein guter Steig führt zur Klammbrücke hinab, auf der in schwindelerregender Höhe die tiefe Klamm gequert wird, bis der Anstiegsweg erreicht ist. Auf ihm geht es bis zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour5 km
Höhenunterschied300 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMittenwald, Isarbrücke am südlichen Ortsrand (914m).
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterLeichte, manchmal überlaufene Wanderung auf solidem Klammsteig
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte 1:50000, Blatt 5 (Wettersteingebirge).
MarkierungenAm Klammsteig ist keine Markierung notwendig.
VerkehrsanbindungMit dem Auto über Garmisch-Partenkirchen auf der B2 bis Mittenwald; Bahnverbindung ab München
GastronomieGasthäuser in Mittenwald
Tipps
Rund um Mittenwald gibt es eine Fülle einfacher und anspruchsvoller Bergtouren: (Grünkopf und Ederkanzel, Kranzberg, Obere Wettersteinspitze, Westliche Karwendelspitze, Viererspitze und einfach mit der Karwendel-Seilbahn zu erreichender, leichter Klettersteig »Mittenwalder Höhenweg«.)
Unterkunft
Hotels, Pensionen und Gasthäuser in Mittenwald
Tourismusbüro
Mittenwald, Tel. 08823/33981; www.mittenwald.de
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