Laubkogel (1760 m)

Während der Anstieg über die Bochumer Hütte viel im Wald verläuft, der nur wenige freie Ausblicke gewährt, führt die Abstiegsroute überwiegend über freie, weite und panoramareiche Hänge. Am Gipfel hat man trotz der eher bescheidenen Höhe großartige Rundumblicke. Wegen längerer sehr nasser Wegetappen sind solide, Wasser abweisende Bergschuhe von Vorteil. (Autor: Siegfried Garnweidner)
13 km
865 m
3.00 h
In Grüntal verzweigen sich die Wege, und von dort geht man auf dem Kelchalmweg gering ansteigend neben dem Wieseneggbach durch den Wald nach Osten. Nach gut 20 Minuten Gehzeit zweigt nach links der Weg über Mittern nach Oberaurach ab. Dort wird man beim Abstieg wieder herauskommen. Jetzt aber geht man dort geradeaus nach Osten weiter. Auf der Höhe von rund 1200 m führt der Fahrweg an einer verfallenen Bergwerksanlage (Pochwerk) vorbei und dann wird der Anstieg etwas steiler. Man kommt zum Parkplatz der Bochumer Hütte und nochmals an ein paar Bergbauruinen vorbei. Gleich darauf zweigt der Anstieg zum Unterkunftshaus links ab. Auf einem schmalen, groben und enorm steilen Sträßchen geht es gleich aus dem Wald heraus, dann in engen Kehren einen steilen Wiesenhang hinauf, an der im Frühjahr 2005 abgebrannten Gruberalm vorbei und zur Bochumer Hütte auf 1430 m Höhe, die nach einer guten Stunde Gehzeit erreicht wird. An der Hütte links vorbei und einer Fahrspur folgend dem Wegweiser zum Laubkogel entlang zu einer Hütte und einem alten Stolleneingang aus dem Jahr 1921. Rechts abdrehend auf schlechter Fahrtrasse kurz gegen Osten, an Abraumhalden vorbei und wieder links den Waldrand entlang. Am Gatter in den Wald hinein und auf markiertem Wanderweg nach Norden ziemlich steil hinauf. Im weiteren Verlauf flacht die Route ab, führt über eine lange, nasse Quellflur und schließlich auf freie Wiesenhänge. Man quert sie, biegt an beschilderter Stelle kurz vor dem Wald rechts ab und geht gegen Osten zu einer kleinen Hütte hinauf. Bei ihr wieder links, also nach Norden weiter, an einer Jagdhütte vorbei und durch einen Waldgürtel. Anschließend muss man einen sehr steil abbrechenden Wiesenhang queren. Vor einer freien Hangkante dreht die Route rechts ab und schwingt sich noch einmal steil auf. Schließlich wird die freie Gipfelkuppe erreicht, über die es etwas links schwenkend zum Kreuz hinaufgeht.
Abstieg.
Der Abstieg folgt zunächst der Aufstiegsroute, schwenkt aber bei der Wegverzweigung gut 100 Höhenmeter unter dem Gipfel rechts ab. Man kommt wieder in den Wald hinein und muss mehrmals gering auf und ab, bis man schließlich den Waldrand entlang geht. Wieder führt die Route in dichten Wald hinein und fällt deutlich ab, bis sie in freie Wiesen mündet. Dort sind rot-weiße Markierungspfosten aufgestellt, denen folgend man ziemlich steil abwärts eine Wegrampe erreicht. Auf ihr in ein paar Kehren zur stattlichen Exenbergalm, wo man eine Straße erreicht, der man sich rechts haltend talwärts folgt. An der folgenden Verzweigung links abbiegen und den weit ausholenden Kehren gering abfallend nach Süden folgen. Schließlich führt der aussichtsreiche Abstiegsweg in den Wald und fällt in wechselndem Gefälle nach Nordwesten bis Mittern ab. An der ersten Abzweigung links abdrehen und auf schlechter Fahrspur im Wald nach Süden zur Aufstiegroute, der man bis Grüntal folgt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied865 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktÖstlicher Ortsrand von Grüntal (Nähe Aurach bei Kitzbühel; 883 m)
EndpunktÖstlicher Ortsrand von Grüntal (Nähe Aurach bei Kitzbühel; 883 m)
TourencharakterDieser schöne Panoramagipfel, der von Wald- und Wiesenhängen geprägt ist, führt – aus welchen Gründen auch immer – ein Schattendasein. Dabei fällt die Wanderung ausgesprochen gemütlich aus und bietet obendrein die Möglichkeit, weitere Gipfelziele anzusehen und sich darauf einzustimmen. An Möglichkeiten fehlt es nicht.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarte 1:30000, Blatt 29 (Kitzbühel)
MarkierungenViele Wegweiser und rot-weiße Markierungspunkte
VerkehrsanbindungBahnverbindung ab Kufstein, Innsbruck oder Wörgl nach Kitzbühel; Bus nach Wiesenegg
GastronomieBochumer Hütte (Kelchalm-Berghaus)
Tipps
Kupferbergbau am Laubkogel. Schon die Illyrer betrieben vor rund 3000 Jahren Kupferbergbau auf der Kelchalm. Im Jahr 1769 wurde der Bergbau neu begonnen, und 1844 wurde die große Förderanlage Bremsberg mit einem 720 m langen Stollen vom Pochwerk (1252 m) zum 1542 m hoch gelegenen Rupertihaus gebaut. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts blühte der Kupferbergbau, bevor er 1909 eingestellt wurde. Im Jahr 1921 nahm man den Bergbau kurzzeitig wieder auf, doch stellte man ihn 1926 abermals ein und gab die Anlagen dem Verfall preis. 1987 wurden die letzten Ruinen des Pochwerks vor dem Abbruch gerettet. Neben alten Stolleneingängen und Werksruinen finden sich am Berg auch noch ausgedehnte Abraumhalden.
Höchster Punkt
Laubkogel (1760 m)
Unterkunft
Bochumer Hütte
Tourismusbüro
Tourismusverband Kitzbühel, Tel. 0043/5356/66660; www.tirol.at/aurach
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