Langer Weg zum Hippold, 2642 m

Wanderung am Truppenübungsplatz - Wattener Lizum Insgesamt ist die Wanderung leicht. Der Anstieg vom Krovenzjoch zum Gipfel hinauf fällt aber recht steil und etwas felsig aus. Im Sand ist er bei Trockenheit besonders rutschig. (Autor: Siegfried Garnweidner)
6 km
1233 m
6.00 h
Zunächst am Zirbenweg Erst einmal geht man durch das Militärgelände des Lagers Walchen und zweigt unmittelbar vor der Brücke über den Lizumbach links auf den beschilderten Zirbenweg ab. Er steigt ein wenig durch den Wald an und stößt auf 1500 m Höhe zu einem Fahrweg. Dort rechts halten, den Bach queren und am Sträßchen im Wald weiter. Auf einer Höhe von 1660 m mündet die Fahrspur in eine breite Straße. Auf ihr rechts weiter. Etwa 300 m hinter der Straßeneinmündung zweigt nach links ein breiter Weg ab, dem man in Richtung Außermelang (bzw. Außerlann) folgt. Es geht am militärischen Basisgebäude Melang, 1700 m, vorbei. Nun kann man entweder durch eine ausholende Straßenkehre weitergehen oder man kürzt sie über einen kurzen Wiesenhang ab und erreicht die oberen Hütten der Innerlannalm. Über die Außerlannalm ins Krovenzjoch Der Fahrweg steigt in vielen Kehren zum Außerlann-Niederleger, 1835 m, an. Dort gibt es eine kleine Käserei, wo man gut (und teuer) einkaufen kann. Danach am Sträßchen relativ steil zum Außerlann-Hochleger hinauf und am markierten Bergweg über Hochweiden und durch Alpenrosensträucher nach Südosten weiter. Der Pfad führt auf rund 2100 m Höhe an den letzten Wetterzirben vorbei und stößt zur Routenverzweigung auf 2175 m. Nun links halten, zu einem breiten Rücken hinauf, über ihn hinüber und auf dessen linker Seite weiter. Dann durch eine muldige Berggegend in weitem Bogen von Norden nach Osten ins Krovenzjoch (Grafensjoch), 2450 m, hinauf. Steiler Gipfelanstieg Im Krovenzjoch dreht man rechts ab, geht kurz am grünen Höhenrücken weiter, hält sich noch weiter rechts und kommt in einen steilen Hang mit scharfkantigem Geröll. Auf der markierten Wegspur nun steil durch den Schutt hinauf. Der Untergrund wird weiter oben immer sandiger. In diesem unwirtlichen Berggebiet entfaltet sich in der kurzen Zeit, die der Sommer dort oben weilt, eine erstaunlich üppige Blumenpracht. Allmählich legt sich der Hang immer mehr zurück und schließlich werden die weite Gipfelkuppe und das Kreuz erreicht. Rückweg Der Rückweg verläuft auf der Anstiegsroute – es sei denn, man ist abenteuerlustig und wählt eine verwegenere Variante als alternativen Abstiegsweg - Der alte Bergweg aus dem Hippoldjoch nach Nordwesten hinab ist zwar nicht mehr zu finden, aber rund 50 Höhenmeter unter dem Joch finden sich am immer mehr verfallenden, alten Weg noch ein paar Markierungszeichen und Viehspuren, die auf der Höhe von etwa 2260 m den Aufstiegsweg erreichen.

Dauer - ges. 6 Std. Lager Walchen – Außerlann-Hochleger 2 Std., Außerlann-Hochleger – Krovenzjoch 1 Std., Krovenzjoch – Hippold 1/2 Std., Hippold – Krovenzjoch – Außerlann- Hochleger 11/4 Std., Außerlann-Hochleger – Lager Walchen 11/4 Std. Höhenunterschied: ?? 1233 m Lager Walchen – Außerlann-Hochleger ? 670 m, Außerlann-Hochleger – Krovenzjoch ? 370 m, Krovenzjoch – Hippold ? 193 m, Hippold – Krovenzjoch – Außerlann-Hochleger ? 563 m, Außerlann-Hochleger – Lager Walchen ? 670 m

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1233 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktLager Walchen, über Wattenberg, 1410 m
TourencharakterGenau genommen ist es streng verboten, die markierten Wege oder Fahrstraßen im Militärgebiet rund um die Wattener Lizum zu verlassen. Fotografieren und zeichnen darf man auch nicht. Aber keine Angst, niemand wird verhaftet, wenn er den Weg ein paar Meter verfehlt. Wenn im Übungsgelände mit scharfer Munition geschossen wird, sind die Hänge ohnehin gesperrt. Am Eingang zum Militärlager Walchen befindet sich eine große Tafel, auf der die betroffenen Bereiche deutlich angezeigt sind. Außerdem kann man beim KDO (das Kommando) nachfragen, wie auf einer Tafel zu lesen ist. Diese Wanderung bin ich übrigens zuletzt bei dichtem Nebel und Schneefall gegangen, damit ich nicht in Versuchung komme, zu viel von den Geheimnissen des Militärgeländes im Bild zu zeigen. Bei schönem Wetter aber wird man eine prächtige Rundschau auf die höchsten Gipfel der Tuxer Voralpen und weit hinaus in die Zillertaler Alpen auf der einen und das Karwendel auf der anderen Seite genießen können.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wanderkarte, 1 - 50000, Blatt 36 (Innsbruck–Brenner)
VerkehrsanbindungVon Innsbruck über Igls, Patsch und St. Peter nach Mühltal (auch Busverbindung)
GastronomieKeine; die Lizumer Hütte wäre nur über einen aufwändigen Umweg zu erreichen.
Höchster Punkt
Hippold, 2642 m
Unterkunft
Keine; die Lizumer Hütte wäre nur über einen aufwändigen Umweg zu erreichen.
Tourismusbüro
Wattens-Wattenberg, Tel.: 0043/(0)5224/52904
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