Lago di Mognola

Nur mäßig anstrengende Wanderrunde im hintersten Maggiatal, kulturhistorisch und landschaftlich interessant. Am Weg vom Lago di Mognola zum alten Waal herrliche Rastplätze. (Autor: Eugen E. Hüsler)
11 km
800 m
4.00 h
Die Tour beginnt am Wanderparkplatz bei Fusio (1289 m). Man folgt zunächst der Sambuco-Werkstraße über eine Schleife (den extrem steilen Abkürzer kann man ignorieren) und dann dem Fahrweg, der im Wald zum Maiensäß Vacarisc di fuori (1496 m) ansteigt. In der Linkskehre geht man geradeaus, über einen Wiesenhang hinauf, über den Ri di Vacarisc und im Wald steil bergan. Der Pfad mündet schließlich auf den Wiesenplan von Corte Mognola (1842 m), der zu einer Rast einlädt. Schöner Blick übers Tal der Maggia auf die Gipfelketten um den Pizzo di Röd (2699 m). Nun auf steiler Spur links des Ri di Mognola, der in mehreren Kaskaden über einen licht bewaldeten Hang herabstiebt, hinauf zum Abfluss des fast vier Hektar großen, von Lärchen, Alpenrosen- und Heidelbeersträuchern gesäumten Lago di Mognola (2003 m; 2:15 Std.).
Der Weiterweg gerät bald zur Aussichtspromenade; er führt kurz am Nordufer des Sees entlang, steigt dann zu den verfallenen Hütten des Corte della Sassina (2048 m) an und quert – vorbei an ein paar Luxus-Rastplätzen – hinüber zur Karmulde von Canà (2079 m). Hier stößt man auf den alten Waal; der Weg folgt ihm bis zur (vorläufigen?) Ausleitung und steigt dann über Wiesenhänge ab zur Alp Vacarisc (1977 m; 3 Std.), wo noch heute gekäst wird. Blickfang ist der fjordartige Stausee von Sambuco mit seiner 130 Meter hohen Mauer. Weiter auf steinigem Pfad bergab und an der licht bewaldeten Bergflanke hinunter nach Vacarisc di fuori (1498 m), wo man wieder auf die Straße stößt. Auf ihr wandert man zurück nach Fusio (1289 m; 4:15 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour11 km
Höhenunterschied800 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz (1280 m) vor dem Eingang zum Dörfchen Fusio.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterWasser, fließend oder stehend, ist Thema dieser interessanten Wanderrunde im obersten Maggiatal, das zwischen Bignasca und Fusio Val Lavizzara heißt. Da sind einmal die sprudelnden Bergbäche, die alle der Maggia zufließen, dann der stille Spiegel des Lago di Mognola. Beim Abstieg kommt das fast drei Kilometer lange Speicherbecken von Sambuco (1461 m) mit seiner weißen Betonmauer ins Blickfeld. Es dient der Elektrizitätsgewinnung, ist Teil der ausgedehnten Kraftwerksanlage an der oberen Maggia. Wasser benötig(t)en auch die Älpler, damit das Vieh auf den Weiden genug zu saufen hat. Und wo es fehlte, musste es hergebracht werden. So leiteten die Tessiner Bauern das Wasser über Kanäle auf ihre trockenen Wiesen. Die abwechslungsreiche Wanderrunde tangiert den ursprünglich rund einen Kilometer langen Acquedotto di Canà – ein fürs Tessin einmaliges Kulturdenkmal, das in den letzten Jahren teilweise wie der rekonstruiert wurde. Nun fließt das Wasser wieder auf einer Länge von 270 Metern durch die steinernen Rinnen.
Beste Jahreszeit
KartentippLandeskarte der Schweiz 1:50 000, Blatt 266T »Valle Leventina« mit Wanderwegeaufdruck.
MarkierungenWeiß-rot-weiß, gelbe Wegzeiger.
VerkehrsanbindungFusio (1289 m) ist das hinterste Dorf im Maggiatal, gute, zuletzt recht kurvenreiche Straße von Locarno via Cevio, 46 km. Regelmäßige Postbusverbindung ab Locarno.
GastronomieIn Fusio.
Tourismusbüro
Vallemaggia Turismo, 6673 Maggia; Tel. 091/7 53 18 85, info@vallemaggia.ch, www.vallemaggia.ch.

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