Lärchegg (2123 m)

Wenig durchgeführte Felsentour in einer wilden Berggegend. Die Route ist über längere Etappen stark ausgesetzt. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und alpine Erfahrung sind notwendig. Stellenweise Schwierigkeitsgrad II, weite Bereiche Schwierigkeitsgrad I. Bisweilen große Steinschlaggefahr (Helm!). (Autor: Siegfried Garnweidner)
Bei der Latschenölbrennerei an der Materialseilbahn den Kaiserbach queren und nur kurz einem Sträßchen nach Südwesten folgen. Am nach links abzweigenden Bergpfad in den Wald und zu einer Schuttreisse. In ihr einer markanten Felsenwand entgegen, vor den Felsen links halten und dem ausgebauten Steig steil nach Osten in einen felsigen Latschenhang folgen. Im weiteren Verlauf rechts abdrehen und forsch hinauf, bis sich der Hang ein wenig zurücklegt. Dann sind die Drahtseilsicherungen zu Ende und man kommt über einer tief eingeschnittenen Klamm in eine breite, doch stark ansteigende Rinne. Diesen Geröllhang nach links queren und abermals an Felsenwände heran. Mühsam in der gleichen Richtung, also gegen Süden, ins Kleine Griesner Tor hinauf.
Dort wird der Anstieg endlich flacher. Nach Osten steigt ein riesiger Geröllhang an. Anfangs sind die Trittspuren im Schutt gut zu begehen, doch der Hang wird steiler und das Kar schnürt sich immer mehr zusammen. Auf der Höhe von etwa 1850 m das Tal nach links verlassen. Die Markierungszeichen führen nun gegen Nordosten in schroffe Felsenbereiche. Vorsichtig sind einige, von lockerem Geröll übersäte Felsenbänder zu queren, dann wendet sich die Route ein wenig links ab, quert eine Steilrinne, schwenkt wieder rechts ab und führt in sehr steile Felsenhänge mit Drahtseilsicherungen. Nach einer Steilrinne, die man vor einem wilden Abbruch verlässt, hält man sich rechts und geht das letzte »luftige« Stück zum Gipfelkreuz hinauf.
Abstieg.
Der Rückweg verläuft entlang der Aufstiegsroute. Wer einen Gegenanstieg von rund 200 Höhenmetern nicht scheut, kann vom Kleinen Griesner Tor nach Süden zur Fritz-Pflaum-Hütte aufsteigen und durch das Große Griesner Tor zur Griesner Alm hinuntergehen. Von dort geht es neben dem Kaiserbach zum Ausgangspunkt zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour2 km
Höhenunterschied1250 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktLatschenölbrennerei im Kaiserbachtal (898 m)
EndpunktLatschenölbrennerei im Kaiserbachtal (898 m)
TourencharakterDas Lärchegg (manchmal wird es auch Lärcheck geschrieben) findet als felsiger und doch wenig markanter Gipfel auf der Nordostseite des Wilden Kaisers kaum Beachtung. Nur wenige Bergsteiger besuchen diesen relativ anspruchsvollen, schroffen Gipfel. Fast könnte man diesen Berg noch als Geheimtipp bezeichnen, obwohl es Drahtseilsicherungen und eine markierte Route bis zum Gipfel gibt.
Beste Jahreszeit
KartentippAlpenvereinskarte 1:25000, Blatt 8 (Kaisergebirge)
MarkierungenRote Markierungspunkte
VerkehrsanbindungBusverbindung ab St. Johann bzw. Kössen bis Griesenau; mit dem Auto über Kössen oder St. Johann bis Griesenau und auf mautpflichtiger Straße zur Griesner Alm
GastronomieFischbachalm (unter dem Ausgangspunkt) oder Griesner Alm (nur bei Abstiegsvariante)
Tipps
Nicht für Kinder. Diese anspruchsvolle Felsentour ist keinesfalls für Kinder geeignet.
Höchster Punkt
Lärchegg (2123 m)
Unterkunft
Griesner Alm
Tourismusbüro
St. Johann/Tirol, Tel. 0043/5352/63335-0; www.stjohanntirol.at
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