Lämpersberg (2202 m), Saupanzen (1957 m) und Joel (1964 m)

Lange, aussichtsreiche Wanderung auf drei behäbige Gipfelziele, die von ihrem Charakter her für die Kitzbüheler Alpen typisch sind. Orientierungssinn ist notwendig. Technische Probleme dürfte eigentlich niemand haben. (Autor: Siegfried Garnweidner)
7 km
1230 m
7.00 h
Vom Ausgangspunkt steigt gegen Norden ein Fahrweg an, der Richtung Luegeralm, Sternboden und Joel beschildert ist. Eine knappe Viertelstunde aus dem Luegergraben auf dem Sträßchen in Kehren hinauf. Beim ersten Hof rechts abzweigen und einem Pfad in dichten Wald folgen. Bei der Verzweigung scharf links abbiegen, wieder aus dem Wald hinaus und unter der alten Materialseilbahn durch. Die Route dreht links ab und führt streckenweise weglos, dann wieder auf alten Pfaden abermals unter der Materialseilbahn durch und zur Luegeralm. Dort stößt man auf ein Sträßchen, das gleich hinter der Almhütte nach rechts verlassen wird. Etwas oberhalb des Fahrwegs auf schmalem Pfad an einem Wegkreuz vorbei und eine Etage höher wieder auf ein Sträßchen, dem man in weit ausholenden Kehren zur Steinbodenalm folgt. Von dort auf einer Fahrspur auf dem so genannten »Almsteig« weiter und bei der Verzweigung der Fahrrampe nach rechts auf den zur Feldalm beschilderten Bergweg. Nun ziemlich flach einen langen Waldhang queren und zur Feldalm (1800 m). Noch vor dem ersten Almgebäude scharf links abbiegen und auf einem Viehweg auf den kegelförmig aufragenden Saupanzen zugehen. Dabei kommt man in einen Wiesensattel hinein. In ihm rechts abdrehen und der nun markierten Route folgen. Sie steigt in der Nähe einer Hangkante relativ forsch gegen Osten an und erreicht den breiten Gipfelrücken des Lämpersbergs. Über ihn nun deutlich flacher weiter, in weitem Bogen nach rechts, an ein paar Tümpeln vorbei, zuletzt ein wenig links abdrehend zum Gipfelkreuz mit der Rastbank hinauf.
Wer genug hat, steigt entlang der Aufstiegsroute ab. Doch lassen sich leicht noch zwei weitere Gipfelziele ins Tourenprogramm einbauen, die außer einem zusätzlichen Zeitaufwand von etwas mehr als einer Stunde auch gute Kondition verlangen. Saupanzen und Joel heißen diese beiden Gipfel.
Bis in den weiten Wiesensattel unter dem Saupanzen folgt man in jedem Fall dem Anstiegsweg. Nun aber nicht links zur Feldalm abdrehen, sondern nach Nordwesten weiter und bald die Route zum Joel nach links verlassen. In Erika-, Heidelbeer- und Zwergwacholderbuschwerk nun auf gelegentlichen Trittspuren enorm steil zur automatischen Wetterstation am Saupanzen hinauf. Vom zweiten Gipfelziel in der gleichen Richtung weiter und rund 80 Höhenmeter nach Nordwesten auf schönem Weg hinab. Im breiten Sattel sich ein wenig rechts haltend weiter und am gestuften Gipfelhang problemlos zum Joel hinauf. Vom dritten Gipfel wieder in den Sattel vor dem Saupanzen hinab, dort aber rechts abdrehen und gleich drauf zu einem breiten Viehweg. Ihm nach Nordwesten ein Stück leicht bergab folgen und auf einen schmalen Weg nach links abzweigen, der zur Steinbodenalm hinunterführt. Ab dort entlang der Aufstiegsroute zurück.
Man kann von der Steinbodenalm auch auf dem anfangs beschilderten, aber weitgehend verfallenen Abkürzungsweg zur Straße absteigen. Außer nassen Füßen auf den vom Weidevieh zertrampelten Pfaden bringt das jedoch nicht viel ein.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour7 km
Höhenunterschied1230 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSperrschranke an der Straße im Luegergraben in der Nähe der Kühtalalm (1152 m)
EndpunktSperrschranke an der Straße im Luegergraben in der Nähe der Kühtalalm (1152 m)
TourencharakterIm Winter, wenn die Skitourengeher kommen, geht es am Lämpersberg bisweilen recht turbulent zu. Weitaus ruhiger kann man den Berg im Sommer erleben, obwohl er schon lange kein Geheimtipp mehr ist. Doch auf dem nachbarschaftlichen Saupanzen, der eigentlich nur nebenbei »hergeht«, ist es sehr still, und auf dem Joel wiederum kann man Bergeinsamkeit nicht erwarten. Er liegt einfach zu nahe an der Schatzbergbahn, von wo er mit wenig Aufwand erreicht werden kann. Dafür dürfte auf der hier vorgestellten, etwas ungewöhnlichen Route kaum ein Wanderer anzutreffen sein. Der alte Weg ist kaum markiert und streckenweise nicht ganz leicht zu finden. Deshalb bleibt er einsam.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass-Wander-, Rad- und Skitourenkarte 1:50000, Blatt 28 (Vorderes Zillertal–Rofan–Wildschönau)
MarkierungenEin paar Wegtafeln, sonst bis zum Gipfelanstieg kaum markiert
VerkehrsanbindungBusverbindung ab Brixlegg bis Inneralpbach; mit dem Auto auf guter, aber kurviger Bergstraße vom Inntal (Brixlegg) zum Ausgangspunkt
GastronomieGasthäuser und Hotels in Alpbach und Inneralpbach
Tipps
Weitere Routen. In diesem Wanderrevier gibt es noch eine Fülle langer Tagestouren. Eine interessante Variante wäre beispielsweise der Anstieg von Schwarzenau über die Baumgartenalm. Auch von der Schönangeralm aus kann man auf schönen Wegen heraufkommen.
Höchster Punkt
Lämpersberg (2202 m)
Tourismusbüro
Alpbach, Tel. 0043/5336/200941; www.tirol.at/alpbach
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