Laaserspitze (3305 m)

Teilweise nur undeutliche Steige, jedoch durchgehende Markierungen, steile Passagen, Trittsicherheit wichtig; nur bei nebelfreiem Wetter begehen! (Autor: Dieter Seibert)
8 km
1380 m
6.00 h
Auf die Laaserspitze (4 Std.).
Von Stallwies kurz am Rand der steilen Flächen entlang, dann in schönem Zirben- und Lärchenwald auf dem Weg Nr. 5 zur Baumgrenze. Dort nach links und schräg aufwärts in eine Einbuchtung, durch die man teilweise sehr steil zu einem Absatz aufsteigt; links liegt der kleine See des Steinmanngasselochs. Über die nun sanften Böden auf den genau über dem hintersten Eck der Hochfläche gelegenen Gipfel zu. Auf dann wieder steilen Hängen und Mulden mit einiger Mühe durch teilweise mächtiges Blockwerk, später auch auf Platten in eine Gratlücke links des Gipfels und zum Kreuz empor.
Abstieg (2.45 Std.) wie Aufstieg.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied1380 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
StartortMartell (1308 m), weit verstreuter Ort im gleichnamigen, von hohen Bergen eingerahmten Tal
AusgangspunktStallwies (1931 m) mit einem Gasthaus
EndpunktWie Ausgangspunkt.
TourencharakterTannas heißt ein Dörfchen, das in 1454 Meter Höhe steil über Eyrs in den Vinschgauer Sonnenhängen – also nördlich des Tales – »klebt«. Wer unsere Laaserspitze in ihrer vollen Größe kennenlernen will, sollte einmal am Nachmittag dort hinauffahren. Über den Steinbrüchen hoch oben in den gegenüberliegenden Hängen, wo der berühmte weiße Marmor von Laas gebrochen wird, ragt ein für die Ortlergruppe außergewöhnlich wildes Felsmassiv auf. In Wirklichkeit handelt es sich um zwei Berge, die hintereinander stehen - um die Jennewand (2962 m), an deren markantem Westgrat man im weißen Marmor klettern kann, und um die Laaserspitze, die früher auch Orgelspitze hieß. Von ihr fällt eine 1000-Meter-Flanke nach Nordwesten in einen wüsten Tobel mit dem auf italienisch lustig klingenden Namen Vallone di Psai ab.
Bei diesem Anblick denkt sicher niemand an ein Ziel für Bergwanderer. Aber wie so oft zeigt auch die Laaserspitze zwei ganz unterschiedliche Gesichter. Von Süden zieht ein fast felsfreier Trümmerhang zu dem überragenden Gipfel empor. Wer die nötige Kondition mitbringt und unterwegs aufmerksam auf die Spuren und Markierungen achtet, wird viel Freude an diesem Unternehmen haben.
Unsere Tour beginnt im Martelltal, einem noch erstaunlich ursprünglichen, nur wenig besiedelten Bergtal, das aus dem mittleren Vinschgau nach Südwesten bis hinauf in die Welt der großen Gletscher reicht. Im ersten Abschnitt des Tales liegt der namengebende Ort Martell, der sich hoch an den Sonnenhängen emporzieht. Dazu gehört auch unser Ausgangspunkt Stallwies in 1931 Meter Höhe. Beim gleichnamigen Hof baute man einst Getreide an – auf den höchstgelegenen Feldern in ganz Südtirol.
Hinweise
Siehe Tour 41 in Karte.
KartentippKompass-Karte, Blatt 52 (Vinschgau)
VerkehrsanbindungÜber den Reschenpass oder durch das Vinschgau nach Goldrain, dort nach Süden abbiegen, über Morter nach Gand im Martelltal und hinauf ins Kirchdorf Martell, das hoch oben am Hang liegt, von dort auf der Höfestraße 8 km bis zum Ausgangspunkt
Höchster Punkt
Laaserspitze (3305 m)
Unterkunft
Keine Möglichkeit unterwegs

Lust bekommen? Noch mehr Touren finden Sie in unserem Buchtipp:

Dieter Seibert

Leichte 3000er in den Ostalpen

50 hochalpine Touren über Wege und Steige zwischen Verwall und Dolomiten. Mit Karten, Piktogrammen und detaillierten Routencharakteristiken.

Jetzt bestellen
Mehr zum Thema