Laacher See

Größter Kraterkesselsee der Vulkaneifel - Leichte Rundwanderung auf durchgehend bequemen Wegen. (Autor: Bernhard Pollmann)
8 km
50 m
3.00 h
Maria Laach Vom Großparkplatz unterhalb der Straße lohnt zu Beginn der Wanderung ein Besuch der Abteikirche. Vom Hofladen am Parkplatz führt der Weg aufwärts, unterquert die Straße und erreicht den Klosterkomplex. Die sechstürmige Klosterkirche der 1093 gegründeten Benediktinerabtei Maria Laach ist eines der bedeutendsten romanischen Bauwerke in Deutschland. Nach über 700 Jahren der Blütezeit wurde das Kloster während der napoleonischen Kriege 1802 aufgehoben und als Domäne versteigert. Nach einigen Jahrzehnten übernahmen 1863 die Jesuiten das Kloster; sie wurden während des Kulturkampfs 1873 verhaftet bzw. flohen außer Landes. 1892 eröffneten wieder die Benediktiner das klösterliche Leben und machten »Maria am See« zu einem Ort, der alljährlich mehr als zwei Millionen Besucher in Bann schlägt. Neben der Abteikirche als Kunsttempel und Stätte der Einkehr und des Gebets gehören zum Klosterkomplex Naturkundemuseum, Kunstschmiede, Steinmetzwerkstatt, Klostergärtnerei und das Vier-Sterne-Hotel »Seehotel Maria Laach« sowie ökologisch bewirtschaftete Ländereien, hinzu kommen ein Kunstverlag und die Buch- und Kunsthandlung. Laacher See Vom Klosterkomplex geht es auf demselben Weg wieder hinab zum Großparkplatz und am unteren Ende durch aussichtsreiche Wiesen zu den Uferwäldern, in denen sich der mit dem Winkelzeichen (

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour8 km
Höhenunterschied50 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortGlees (264 m), dörfliche Gemeinde im Geopark Vulkanland Eifel mit der Benediktinerabtei Maria Laach am Laacher See.
AusgangspunktParkplatz Maria Laach (290 m) am Laacher See.
TourencharakterMaria Laach und der Laacher See in der Vulkaneifel zählen zu den eindrucksvollsten Kultur-Natur-Ensembles im Westen Deutschlands. Hauptblickfang während der leichten Uferwanderung ist die Türmesilhouette der romanischen Klosterkirche. Es ist zu empfehlen, die Wanderung morgens zu unternehmen, wenn sich der Großparkplatz am Kloster noch nicht gefüllt hat und die Türme der Abtei von der Morgensonne angestrahlt werden. »Man steigt waldein, wandert unter herrlichen Buchen und Eichen immer bergab und hat bald den See Laach unter sich, der tief als ein schauerlich dunkler Waldkessel daliegt und an dem anderen offeneren Ende das Kloster zeigt«, berichtete Ernst Moritz Arndt 1844 von seiner Wanderung zur Klosterkirche Maria Laach. Noch immer umgeben ausgedehnte Waldungen den Laacher See, den Lavaschlackenkegel und selbstständige Vulkanberge malerisch umkränzen. Im Osten erhebt sich der von Eichen-Buchen-Wäldern bedeckte Krufter-Ofen-Kegel mit der Teufelskanzel, im Norden ragt der Veitskopf auf, über das Wasser ziehen Sumpfvögel, die in verlandenden Schilfzonen hecken, Hunderte von Seerosen öffnen ihre Kelche dem Mittsommerlicht – wer Ferienwochenenden meidet, wird die Wanderung um den See als unvergesslich erleben. Die Benediktiner nutzen die Stille und ungewöhnliche Schönheit des Orts zu Meditationszwecken. Um 5 - 30 Uhr versammeln sich die Mönche zum Morgengebet. Die Alternative zum Uferrundweg ist der Höhenweg rund um den See; er bietet zwar einige hervorragende Tiefblicke, leidet jedoch stark durch die Akustik der nahen Autobahn, weshalb der Uferrundweg die letztendlich lohnendere Route bildet, um diesen wunderbaren See in unvergesslicher Erinnerung zu bewahren.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte 1 - 50000, Blatt Vulkanpark Laacher See, oder Wanderkarte 1:15.000, Laacher See (Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz).
VerkehrsanbindungAuf der A 61 von Koblenz Richtung Köln bis zur Ausfahrt Maria Laach.
GastronomieKlostergaststätte und Seehotel in Maria Laach, Gaststätte Seeblick am Campingplatz.
Tipps
Vulkaneifel Die Vulkaneifel zählt dank ihrer landschaftlichen Formenvielfalt zu den beeindruckendsten Vulkanlandschaften Europas. Seit 2005 steht das Gebiet mit seinen Maaren, Vulkankegeln, Schluchten, Lavaströmen und Mineralquellen auf einer Fläche von mehr als 2000 km2 als Nationaler Geopark Vulkanland Eifel unter Schutz. Der Westeifeler Vulkan- zug durchzieht diese Mittelgebirgslandschaft vom Staatsbad Bad Bertrich nahe der Mosel bis Ormont nahe der belgischen Grenze auf einer Länge von rund 50 km. Acht Krater sind bis heute mit Wasser gefüllt, in anderen sind durch Verlandungsprozesse an die Stelle der Seen Feuchtgebiete und Moore getreten. Museen wie das in der Genovevaburg in Mayen oder das Vulkanmuseum in Daun vermitteln einen Einblick in die natürlichen Reichtümer der seit der Jungsteinzeit besiedelten Vulkaneifel.
Tourismusbüro
Benediktinerabtei Maria Laach, 56653 Maria Laach, Tel. 02652/590, Internet www.maria-laach.de.

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