Kundler Klamm und Kragenjoch

Wirtschaftswege und Bergsteige. (Autor: Heinrich Bauregger)
18 km
1378 m
6.00 h
Vom Parkplatz am Klammeingang überqueren wir zunächst die überdachte Klammeingangsbrücke, halten uns dann rechts und wandern in einer Viertelstunde an den steilen Felsen entlang bis zum Gasthof Klamm. Wir durchschreiten bald einen Felstunnel, schauen die steilen Wände empor und treffen nach einer weiteren Viertelstunde auf eine Brücke. Wir wechseln nun zweimal die Bachseite, dann ist auch bald das Ende der Schlucht erreicht. Wenn wir den Bummelzug nicht abwarten wollen, wandern wir auf unbefestigtem Wirtschaftsweg zunächst durch Wald, dann durch Wiesenlandschaft in einer knappen Stunde nach Mühltal.
Falls wir nicht auf dem Herweg zurückkehren wollen, bietet sich eine reizvolle Alternative an - Beim Gasthaus Färber gehen wir links über die Brücke, dann gleich wieder links, wo wir der Ausschilderung zu den Schönberghöfen folgen. Am oberen Rand des hübsch gelegenen Weilers führt rechts das Sträßchen in Richtung Oberau, dem wir für kurze Zeit folgen. Nach zehn Minuten im Wald zweigt links ein steiler Wirtschaftsweg ab, der uns hinauf zu einem einsamen Haus führt. Dort rechts den blauen Farbmarkierungen folgend zur Achentalalm. Links haltend geht es dann markiert hinauf zum Kragenjochkreuz, das jedoch nicht am höchsten Punkt steht. Am Kreuz links und nahezu weglos am Begrenzungszaun entlang, bis uns ein Wegweiser zuerst rechts, dann links in den bewaldeten Einschnitt (Steinrinn) führt. Dort halten wir uns rechts und folgen den nun roten Markierungen steil hinab in Richtung Kragenalm (1176 m). Von der einfach bewirtschafteten Alm führt ein Fahrweg hinunter nach Kundl.

Dauer - Für die Durchwanderung der Klamm 1 Std., Weiterweg nach Mühltal 1 Std., Rückweg über das Kragenjoch (Aufstieg zur Achentalalm 2 Std., Abstieg nach Kundl über die Kragenalm 2 Std.); insgesamt 6 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour18 km
Höhenunterschied1378 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
StartortKundler Klamm
AusgangspunktKundler Klamm, Parkplatz
EndpunktKundler Klamm, Parkplatz
TourencharakterDie Kundler Klamm, die der Wildschönauer Klamm den Durchbruch ins Inntal verschafft, war früher auch in Sachen Bergbau von Interesse. Der Wirtschaftsweg durch die Klamm wurde noch unter dem Schutz des österreichischen Kaisers Franz Joseph I. gebaut, wie wir auf einer Gedenktafel am Gasthof Klamm lesen können. Am Klammende hat man vor einiger Zeit einen regelmäßigen Bummelzugverkehr eingerichtet. Falls wir über genügend Zeit verfügen, können wir die Rückkehr über die schönen Bergdörfer der Wildschönau und über das Kragenjoch antreten.
Beste Jahreszeit
KartentippWanderkarte Mayr Verlag 1 - 50 000, Alpbachtal.
VerkehrsanbindungSalzburger Autobahn bis Inntaldreieck, weiter Richtung Innsbruck bis Ausfahrt Wörgl-West und weiter nach Kundl, dort ausgeschilderte Abfahrt zur Kundler Klamm; Parkplatz.
GastronomieAm Klammweg - Gasthof Klamm, Gasthof Klammrast und Jausenstation Waidmannsruh. Gasthof Färber in Mühltal. Auf der Rückwanderung Einkehr in der Achentalalm und Kragenalm während der Weidesaison. Die Kragenalm ist an den Wochenenden ab Mai und dann auch noch im Oktober einfach bewirtschaftet.
Tipps
Und nach der Tour - Falls wir »nur« die Klammwanderung unternehmen wollen, können wir uns im Bachbett der Wildschönauer Ache als Hobbygeologen betätigen und unsere Fundstücke in Tirols einziger Steindreherei (Firma Sandbichler in Kundl) fachgerecht bearbeiten lassen.
Höchster Punkt
Kragenjoch, 1425 m.