Krugberg und Stobbertal

Höchster Berg und schönstes Tal der Märkischen Schweiz Bequeme Waldwanderung auf zum Teil wurzeligen Pfaden, gelegentlich steil. (Autor: Bernhard Pollmann)
9 km
100 m
3.00 h
Schermützelsee Ausgangspunkt ist die aussichtsreiche Promenade oberhalb des Strandbads am Schermützelsee. Der Blick schweift über den von bewaldeten Bergflanken gerahmten See, beim Strandbad legen stündlich die Ausflugsschiffe zu etwa 50-minütigen Rundfahrten über den See ab mit Zwischenstopps an den Gaststätten »Buchenfried« und »Fischerkehle«. Der Schermützelsee ist mit 146 ha der größte See der Märkischen Schweiz. Zugleich ist er einer der saubersten und tiefsten, in seinem nördlichen Becken erreicht er 45m Tiefe. Sein wichtigster Zufluss ist das Sophienfließ, das ihm von Norden in einem der schönsten Schluchttäler der Märkischen Schweiz zueilt. Über den Buckowsee entwässert er in den Stobber, der ostwärts durch eines der schönsten Naturschutztäler der Märkischen Schweiz den Altfriedländer Teichen zufließt. Sophienfließ und Wurzelfichte Vom Strandbad Schermützelsee folgen verschiedene Wanderwegmarkierungen der Wriezener Straße wenige Minuten nordwärts zum Ortsrand, wo sie sich verzweigen - Links zweigt der Schermützelsee-Rundweg ab, rechts leitet das Zeichen »Gelbpunkt« in die artenreichen Wälder des Naturschutzgebiets Sophienfließ hinauf. Das Naturschutzgebiet Sophienfließ umfasst eines der urtümlichsten Schluchttäler der Märkischen Schweiz. Das Sophienfließ, ein stark eisenhaltiger Bach, ist der wichtigste Zufluss des Schermützelsees. Das Fließ entwickelt bei starken Niederschlägen eine große Erosionskraft, gebärdet sich dann wie ein Wildbach und hat ein schluchtartiges Waldtal ausgetieft. Entsprechend dem Schluchtcharakter führt der Wanderpfad teilweise bis zu 10m hoch durch den Steilhang über dem Bach. Brücken und Stege schützen Quell- und Feuchtgebiete an den Stellen, an denen der Wanderpfad auf dem Talgrund verläuft. Die Wurzelfichte am Sophienfließ ist ein Wahrzeichen der Kurstadt Buckow. Das für Fichten mächtige Wurzelwerk des rund 170 Jahre alten Baums wurde durch Bodenerosion bei hohen Wasserständen freigelegt. Eine ähnliche Erscheinung ist auch bei anderen Bäumen im Naturschutzgebiet Sophienfließ zu beobachten. An der Wurzelfichte laden Sitzbänke zur Rast. Krugberg und Dachsberg An der Wurzelfichte überquert die Gelbpunkt-Markierung den Bach, führt kurz in Bachabwärtsrichtung durch den Wald und zweigt dann links in die Drachenkehle hinauf ab. In der teilweise schluchtartig eingetieften Drachenkehle geht es steil aufwärts, an der oberen Ausmündung rechts und an der Verzweigung links am Waldrand hinauf auf den Krugberg. Der Krugberg bildet mit 129m die höchste Erhebung des Naturparks Märkische Schweiz. Der Gipfel trägt einen Feuerwachtturm, am Waldrand steht in schöner Aussichtslage eine Sitzbank mit weitem Blick auf die Pritzhagener und Reichenberger Wald- und Feldflur. Vom Krugberg führt die Gelbpunkt-Markierung am Waldrand zurück und an der Verzweigung geradeaus in die obere Haselkehle: Dort links und gleich rechts weiter am Waldrand zur Kreuzung mit dem Poetensteig am Finkenherd. Der mit dem Zeichen »Grünstrich« markierte Poetensteig ist einer der schönsten Wanderwege der Märkischen Schweiz. Mit Richtungsangabe »Tornowseen« führt er links weiter im Wald, schon bald ist der auf einer Kuppe lagernde Teufelsstein ausgeschildert (Abstecher 1 Minute), wenig später zweigt rechts die steile, eindrucksvolle Wolfsschlucht ab, während der Poetensteig geradeaus auf den Dachsberg führt. Der Dachsberg ist einer der schönsten Aussichtspunkte der Märkischen Schweiz. Steil wie in einem echten Gebirge stürzt der geländergesicherte »Gipfel« hinab zum Kleinen Tornowsee im Tal am Bergfuß. An der Abbruchkante hoch über den Tornowseen führt der Poetensteig weiter zu einer Verzweigung bei einer Schutzhütte. Hier nicht rechts hinabgehen, sondern weiter dem Poetensteig folgen: Allmählich senkt er sich hinab zu den wenigen Häusern von Tornow am Ufer des Großen Tornowsees, wo Bademöglichkeit besteht. Am Zufluss geht es durch das Naturschutzgebiet Stobbertal zur ausgeschilderten Gaststätte Pritzhagener Mühle. Stobbertal Von der Gaststätte geht es auf demselben Weg zurück zum Großen Tornower See und hier links zur Verzweigung mit Wanderwege-Übersichtstafel. Hier taucht der mit dem Zeichen »Gelbstrich« markierte Weg in das naturschöne Stobbertal ein und führt in unmerklichem Anstieg aufwärts zur Güntherquelle, deren eisenhaltiges Wasser früher als Trinkwasser genutzt wurde. Bei der Quelle befindet sich das Informationszentrum der Naturparkverwaltung Märkische Schweiz. Nun ist es nicht mehr weit auf dem Hopfenweg, an dessen Ende Gelbstrich und Gelbpunkt rechts zurück nach Buckow führen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour9 km
Höhenunterschied100 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortDer Kneippkurort Buckow liegt am Schermützelsee im Herzen der Märkischen Schweiz.
AusgangspunktBushaltestelle Strandbad Schermützelsee (30m) in Buckow. Ein ausgeschilderter Wanderparkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe am Weinbergsweg an der Schule, ein zweiter am nördlichen Ortsrand.
TourencharakterDas Stobbertal ist das größte Naturschutzgebiet und das faszinierendste Wandertal der Märkischen Schweiz. Auf 13km Länge durchfließt der Stobber zwischen dem Naturpark-Informationszentrum in Buckow und den Altfriedländer Teichen dieses naturnahe Waldtal, das Hunderttausende von Leberblümchen und wilde Veilchen im Frühjahr in ein Blütenmeer verwandeln. Für die Erkundung des gesamten Tals ist das Fahrrad das beste Fortbewegungsmittel, für eine Fußwanderung ist die Kombination des Talabschnitts bis zur Pritzhagener Mühle mit den Pfaden über den Dachs- und den Krugberg, den höchsten Berg des Naturparks Märkische Schweiz, zu empfehlen.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1 - 25 000 mit Wanderwegen, Blatt Märkische Schweiz (Landesvermessungsamt Brandenburg), oder Kompass Wander- und Radtourenkarte 1:50 000, Blatt 746 Märkische Schweiz.
VerkehrsanbindungA 10 Berliner Ring Ost, Ausfahrt Hellersdorf und auf der B 1/5 Richtung Müncheberg, dort abzweigen nach Buckow. Buckow ist gut mit Bussen erreichbar. Die Bahnlinie Müncheberg – Buckow wird von ca. Ostern bis Anfang Oktober samstags, sonntags und an Feiertagen von der Buckower Kleinbahn befahren, der einzigen elektrifizierten Museumseisenbahn Norddeutschlands.
GastronomieBuckow, Pritzhagener Mühle.
Tourismusbüro
Fremdenverkehrsamt Märkische Schweiz, Wriezener Straße 1a, 15377 Buckow, www.kurstadt-buckow.de

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