Königsbachalm

Almwanderung mit Weitblick auf gut markierten und bezeichneten Bergpfaden und -steigen; teilw. etwas Trittsicherheit erforderlich. (Autor: Gerlinde Witt)
10 km
760 m
3.00 h
Mit einem der leisen Elektroboote sind wir in 25 Minuten von der Seelände in Schönau/Königssee über den See gefahren, steigen bei der Bedarfshaltestelle (beim Kapitän vor Beginn der Fahrt anmelden!) Kessel (605m) aus.
Unser Weg (494), ein ehemaliger Reitweg der bayerischen Regenten, führt zuerst nur leicht ansteigend oberhalb des Sees in südlicher Richtung entlang. Doch bald sind wir gefordert. Der Pfad steigt nun relativ steil bergan, windet sich in Kehren durch den Wald, bis er schließlich die Anhöhe mit der Gotzentalalm (1110m) erreicht (Niederleger der Gotzenalm, wo das Vieh im Juni und September weidet). Hier dürfen wir uns eine verdiente Rast gönnen, denn unser Anstiegspensum für heute ist fast geschafft. Unser Weiterweg ab da führt nun nach links in nördlicher Richtung, nicht auf der Forststraße zur Königsbachalm (1200m), sondern auf dem rechts davon verlaufenden schöneren Wanderweg (493). Unterwegs kann man mit etwas Glück Murmeltiere beobachten.
Ab der Königsbachalm geht es zunächst auf Almsträßchen in nordwestlicher Richtung entlang des Königsbachs bergab, bis nach links der Pfad (493) über die Hochbahn abzweigt. Nun im Wald weiter abwärts. Bald gelangt man zu einem herrlichen Aussichtspunkt, wo man einen beeindruckenden Tiefblick (ca. 400 Meter) bis auf den Königssee hat. Nun weiter am Hang entlang und in Kehren weiter bergab, unter der Jennerbahn hindurch und nach links auf das Sträßchen zurück bis nach Schönau/Königssee.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Höhenunterschied760 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchiffs-Bedarfshaltestelle Kessel am Königssee.
EndpunktKönigssee/Schönau.
TourencharakterSo rau und unwegsam das Hagengebirge im karstigen Plateaubereich östlich des Gipfelkamms ist, so lieblich und zugänglich gibt es sich mit seiner Alm- und Wiesenlandschaft westseitig, droben auf den Anhöhen überm Königssee, denn die silikathaltigen Jurakalke der Hänge bilden als Verwitterungsprodukt tiefgründige und nährstoffreiche Böden, die ideale Bedingungen für den Pflanzenwuchs bieten.
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte Nationalpark Berchtesgaden 1:25000.
MarkierungenGute Wegebezeichnung (Wege 494 und 493)
VerkehrsanbindungAusgangsort Schönau/Königssee, dort Bushaltestelle (Verbindg. ab Bahnhof Berchtesgaden) und Großparkplatz (Zufahrt von der B 305 nach Königssee). Ab Anlegestelle Königssee Seelände mit dem Schiff über den Königssee bis Bedarfshaltestelle Kessel.
GastronomieGotzentalalm, Königsbachalm (einf. Bew. zur Weidezeit), Gasthöfe in Schönau/Königssee.
Tipps
Almwirtschaft. Einige Berchtesgadener Almen wurden – wie alte Dokumente beweisen – bereits im 8. Jahrhundert von Kühen, Schafen, Pferden und Schweinen bevölkert. Zum Almauf- und -abtrieb waren und sind auch heute noch lange Wege zurückzulegen. Eine große Attraktion stellt heutzutage der ab Ende des 19. Jahrhunderts eingeführte jeweils Ende September/Anfang Oktober stattfindende Almabtrieb des Weideviehs per Boot über den Königssee dar. Eine Besonderheit dabei: Der üppige Schmuck wird den Kühen erst an der Seelände Königssee angelegt (= Aufkranzen), weil die Tiere sich unterwegs auf steilem Steig (z.B. am Obersee von Fischunkelalm kommend) und auch im Boot sonst womöglich verletzen würden.
Unterkunft
Hotels und Gasthöfe in Schönau, Berchtesgaden. Nächste Campingplätze: in Königssee-Schönau: Grafenlehen, Tel. 08652/4140, www.camping-grafenlehen.de; Mühlleiten, Tel. 08652/4584, www.camping-muehlleiten.de
Tourismusbüro
Kurdirektion des Berchtesgadener Landes, Berchtesgaden, Tel. 08652/9670, Fax 08652/967400, www.berchtesgadener-land.com; Tourist-Information Schönau, Tel. 08652/1760, Fax 08652/4050, www.koenigssee.com

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