Kölpinsee und Loddiner Höft

Bequeme, meist aussichtsreiche Wanderung teils in Wäldern, überwiegend in Wiesen; einige Wegpassagen sind stark sandig. (Autor: Bernhard Pollmann)
12 km
105 m
3.00 h
Vom Bahnhof Kölpinsee – im Bahnhofsgebäude ist die Heimatstube untergebracht – führt die Strandstraße ortseinwärts zum Kölpinsee am Fuß des Streckelsbergs. Am Ende dieses idyllischen Sees, um den ein Rundwanderweg führt, kreuzen, vom Streckelsberg herabführend, der Naturlehrpfad Ostseeküste (Eichenblatt) und der E9 (Blaustrich) sowie der Ostseeküsten- und der Mecklenburgische Seen-Radweg; alle Wege führen am See entlang auf der autofreien Klinkerpromenade rechts weiter, Sitzbänke laden zu beschaulicher Rast.
Der »bergige« Steilküstenbereich zwischen dem Kölpinsee und der Ostsee wird entsprechend einer Sage als Teufelsberg bzw. als Teufelsinsel (es handelt sich keineswegs um eine Insel) bezeichnet. Parallel zur Klinkerpromenade kann man auch auf der Wasserseite des Teufelsbergs entlangwandern und dann über den Steilküstenbereich wieder zurückkehren.
Wo der Naturlehrpfad, der E9 und die Radwege am Ende des Teufelsbergs geradeaus in den Wald eintauchen, zweigen wir rechts auf die Waldstraße ab und folgen ihr am Campingplatz Stubbenfelde vorbei zum Bahnhof Stubbenfelde, queren die Gleise und die Bundesstraße, gehen auf dem Radweg längs der Bundesstraße kurz links und zweigen rechts auf den Weg in den Buchenwald ab.
Nach etlichen Minuten zeigt uns eine Gelbstrich-Markierung, dass wir uns auf der richtigen Route befinden. Nun führt der Weg durch Wiesenland, biegt nach rechts und trifft sofort auf eine Verzweigung. Wir folgen dem Feldweg auf dem Deich in anmutigem Wiesenland links zum Achterwasser und vor dem Reetgürtel rechts, dann an der Bucht Die Melle entlang ans gegenüberliegende Ufer, wo der Feldweg am Ende rechts hinaufführt.
Hier müssten wir auf den auf allen Karten eingezeichneten Wanderweg zum Loddiner Höft treffen, den gibt es aber nicht mehr (stattdessen: Äcker); also folgen wir dem sandigen Feldweg geradeaus bis zum Fischrestaurant »Waterblick« am Rand des Dorfs Loddin.
Hier zweigt der ausgeschilderte Wanderweg Zum Höft links in das Naturschutzgebiet am Loddiner Höft ab. Vom Hochuferweg an der Südspitze des Höfts lässt sich das gesamte Achterwasser überblicken: Im Westen zeigen sich die Halbinsel Gnitz und die vorgelagerte Insel Görmitz, im Süden ragt die Landzunge des Lieper Winkel weit in das Achterwasser, im Südosten erkennen wir die Einfahrt zum Nepperminer See sowie die Berge bei Pudagla, während ganz nah im Osten die Häfen Stagnieß und Ückeritz liegen.
Vom Loddiner Höft kehren wir zurück zum Fischrestaurant – links unten gibt es einen Biergarten und einen Ruderbootverleih – und gehen geradeaus zwischen den reetgedeckten Häusern des Dorfs Loddin hindurch und am Kreisverkehr halb links zum Hafen. Der kleine Hafen ist ein hübscher Platz für eine Rast, ehe der Weg lange Zeit der Straße Zum Herrenberg am Ortsrand – hier entstehen exklusive Reetdachvillen – folgt, geradeaus zeigt sich der Streckelsberg. Weiter der Teerstraße folgend, biegen wir am Spielplatz rechts ab und gelangen durch die gepflegte Waldsiedlung und am Friedhof vorbei zur Strandstraße. Sie führt links zurück zum Bahnhof Kölpinsee.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied105 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Kölpinsee an der Usedomer Bäderbahn.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDiese abwechslungsreiche See-, Wald-, Strand- und Steilküstenwanderung verbindet die Idylle des Kölpinsees an der Ostseeküste und die hervorragenden Ausblicke auf dem Loddiner Höft am Achterwasser.
Beste Jahreszeit
KartentippRad- und Wanderkarte 1:30000 Zinnowitz/Ückeritz/ Peenemünde (Verlag Grünes Herz) oder Kompass-Wander- und Radtourenkarte 1:50000 Blatt 1005 Usedom/Wollin (Kompass Kartenverlag) oder Wander- und Freizeitkarte Usedom 1:75000 (Nordland Verlag).
MarkierungenKeine bzw. schlechte Markierung.
VerkehrsanbindungUsedomer Bäderbahn Stralsund – Wolgast – Kölpinsee – Ahlbeck. B111 Jarmen – Wolgast – Ahlbeck.
GastronomieKölpinsee, Loddin.
Tipps
Teufelsberg von Stubbenfelde. Ein klumpfüßiger Schuster, der mit dem Teufel im Bunde stand, schlug einst sein Domizil in den einsamen Bergen zwischen der Ostsee und dem Kölpinsee auf, so berichtet die Sage. Nachts unternahm er ausgedehnte Streifzüge, um sich mit seinen Genossen zu treffen. Was bei diesen Treffen getrieben wurde, hat kein Sterblicher erfahren, nur der höllische Lärm war weithin vernehmbar. Eines Nachts zuckten ungewöhnliche Blitze auf, Donnerschläge rollten laut wie nie – seither sind Hab und Gut des klumpfüßigen Schusters verschwunden, doch der Name »Teufelsberg« erinnert daran, dass der Gottseibeiuns dort einst sein Wesen getrieben hat.
Tourismusbüro
Kurverwaltung Kölpinsee, Haus des Gastes, Strandstraße 23, 17459 Seebad Loddin, www.seebad-loddin.de
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